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Handball: Zuspruch für Ober- und Landesliga-Modus

Bald fliegt der Handball wieder: Der Saisonstart der Handballer auf Hessenebene ist neu geregelt.
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Bald fliegt der Handball wieder: Der Saisonstart der Handballer auf Hessenebene ist neu geregelt.

„Es ist schön, endlich wieder eine Perspektive zu haben“, sagt Rene Marzo, Sprecher der HSG Rodgau Nieder-Roden und meint damit den immer konkreter werden Start in die erste Saison nach der Corona-Zwangspause. Der (neue) Modus für die Ober- und Landesligen steht fest, der Bezirk Offenbach-Hanau wird wohl nachziehen.

Offenbach – Für sein Zögern in der vergangenen, letztlich abgebrochenen Spielzeit hatte der Hessische Handball-Verband (HHV) einige Kritik einstecken müssen. Die jüngsten Beschlüsse des HHV-Präsidiums zur Hallenrunde 2021/22 finden hingegen eine breite Zustimmung. „Das ist eine gute Lösung“, meint Manuel Dieter, Handball-Abteilungsleiter der Offenbacher Kickers. Rene Marzo, Presssprecher der HSG Rodgau Nieder-Roden, nennt die Maßnahme „sinnvoll“. Und auch bei der TSG Offenbach-Bürgel steht man der Entscheidung „sehr positiv gegenüber“, wie Sven Lenort vom Vorstand betont.

Beginnen sollen alle Spielrunden auf Hessenebene am 30./31. Oktober. Im Erwachsenen-Bereich wird es einmalig in Ober- und Landesligen einen neuen Modus geben, der die Aufteilung der Klassen in regionale Gruppen vorsieht. Nach Hin- und Rückrunde werden in Play-offs und Play-downs die Auf- und Absteiger ermittelt. „Weil es vergangene Saison aufgrund des Abbruchs keine Auf- und Absteiger gab, hätten wir in der Oberliga eine Runde mit 16 Teams gehabt, also 30 Saisonspiele. Das wäre schwierig geworden“, so Lenort. Der neue Modus sei „alleine schon deshalb sinnvoll, weil er die Saison fast um ein Drittel verkürzt. Das gibt mehr Spielraum, um sportlich Auf- und Absteiger zu ermitteln.“

Auch die Einteilung in regionale Vorrunden-Gruppen wird von den Bürgelern begrüßt. „Wir müssen am Anfang nicht so hoch in den Norden, haben dadurch weniger organisatorischen Aufwand.“ Beim OFC, dessen erste Herren-Mannschaft in der Landesliga spielt, sieht man noch einen weiteren Vorteil. Die Reduzierung der Spiele habe zur Folge, dass „die Belastung etwas geringer“ sei, merkt Dieter mit Blick auf die lange Pause an. Mit dem neuen Modus ist er insgesamt „völlig zufrieden“, zumal er für Flexibilität sorgt. Diese sei angesichts der vielen Unwägbarkeiten sehr wichtig, findet auch Marzo: „Falls es im Herbst eine vierte Welle gibt und daher die Saison erneut nicht zu Ende gespielt werden könnte, wäre die Enttäuschung groß. Das soll verhindert werden. Alles, was hilft, für größtmögliche Flexibilität zu sorgen, dient der Sache“, betont er. Bei der HSG Rodgau, deren zweites Damen- sowie zweites Herren-Team in der Landesliga spielt, steht man daher hinter der Entscheidung des HHV: „Es ist schön, endlich wieder eine Perspektive auf die Rückkehr zur Normalität zu haben.“

Bei der A- bis C-Jugend wird eine Hessenliga mit 24 Teams (in sechs Vierergruppen) gebildet. Wer für die Oberliga qualifiziert gewesen wäre, erhält ein automatisches Startrecht. Die restlichen Teilnehmer spielen die Bezirke aus. Nach einer Zwischenrunde wird der Hessenmeister per Finalturnier oder in Überkreuzspielen ermittelt.

Im Bezirk Offenbach-Hanau tendiert man dazu, den Modus an den des HHV anzulehnen, wie Bezirkswart Manfred Leber (Dreieich) mitteilte. Er will aber erst abwarten, wie viele Teams an der Runde teilnehmen wollen. Die Meldefrist endet am 22. Juni. (Von Christian Düncher)

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