Katastrophale Anfangsviertelstunde

HSG Nieder-Roden unterliegt Hannover

Hannover - „Da haben wir wohl noch im Bus gesessen“, ärgerte sich Alexander Hauptmann, Trainer beim Handball-Drittligisten HSG Rodgau Nieder-Roden, nach der 31:33 (15:20)-Niederlage beim HSV Hannover. „Die ersten 15 Minuten waren eine Katastrophe“, erklärte Hauptmann.

Da lagen die Rodgauer bereits mit 5:13 zurück und die Partie war weitgehend gelaufen, auch wenn sich die HSG nach dem Seitenwechsel noch mehrfach bis auf zwei Tore herankämpfte. Für den enttäuschenden Timo Kaiser war die Partie nach der schwachen Anfangsviertelstunde vorzeitig beendet, der Torjäger saß bis zum Spielende auf der Bank. Weil in Christian Schmid (Magen-Darm-Virus) und Alexander Hess (verhindert) zwei Kreisläufer ausfielen, saß Sven Schultheis aus der zweiten Mannschaft auf der Bank, kam aber nicht zum Einsatz.

In der Abwehr bekamen die Rodgauer überhaupt keinen Zugriff auf Hannovers Kreisläufer Milan Mazic, der insgesamt 15 Treffer erzielte, darunter 13 aus dem Spiel heraus. „Wir haben 15 technische Fehler gemacht, in der Vorwoche waren es nur sieben. Immer dann, wenn wir mal dran waren, folgte ein Fehler“, erklärte Hauptmann. Trotz der ordentlichen zweiten Hälfte war die Partie nicht zu gewinnen, „weil wir nie bis auf ein Tor heran waren oder gar den Ausgleich erzielt haben“, erklärte der HSG-Trainer, „und dann ist gegen einen gleichstarken Gegner nichts zu holen. “ Das einzig Positive, was der HSG-Trainer sah: „Die Mannschaft hat nach der Pause gekämpft und alles in die Waagschale geworfen. “ Doch das nutzte den Rodgauern nach dem schwachen Start auch nichts mehr.

Nach zwei guten Leistungen beim 28:28 in Großwallstadt und dem 31:22-Derbysieg gegen Groß-Umstadt folgte somit in Niedersachsen wieder ein Rückschlag. „Ich habe gehofft, dass wir jetzt mal wieder vier, fünf Spiele hintereinander holen, das ist nicht mehr machbar. Wir durchleben derzeit leistungsmäßig ein echtes Wellenbad“, meinte Alexander Hauptmann. Und die Wellen gehen von sehr hoch bis sehr tief, eine gewisse Kontinuität ist bei den Nieder-Rodenern derzeit nicht zu erkennen. In der Tabelle rutschte Nieder-Roden mit 14:12 Punkten auf den achten Platz ab, am Freitag geht es in eigener Halle gegen das sieglose Schlusslicht TV Kirchzell.

Spielfilm: 6:1 (8.), 13:5 (16.), 18:11 (25.), 20:15 - 24:18 (39.), 26:24 (46.), 28:26 (50.), 30:28 (57.), 33:31

Zeitstrafen: 4:0 - 7m: 2/2 - 8/8

HSG Rodgau Nieder-Roden: Rhein, B. Müller; Weber (1), Henkel (3), Weis, Schultheis (n.e.), Kohlstrung (10/8), Stenger (2), Hain, Weidinger (7), Schopper, Müller (7), Kaiser, Keller (1) Leo

HSG Rodgau Nieder-Roden feiert Derbysieg: Bilder

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

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