Rodgauer und Hanauer messen sich bei Heimvorteil mit Zweitligisten

Handballer im Pokalfieber

Im vergangenen Jahr unterlag die HSG Hanau dem damaligen Erstligisten Bietigheim in der ersten DHB-Pokalrunde nur 32:33. Hier versucht Yaron Pillmann, zum Abschluss zu kommen. Die Bietigheimer spielen diesmal bei der HSG Rodgau Nieder-Roden. Foto: scheiber

Offenbach – Bereits eine Woche vor dem Saisonstart in der 3. Liga grassiert in Rodgau und Hanau das Handball-Fieber.

Denn am Wochenende steht die erste Runde im DHB-Pokal an, die HSG Rodgau Nieder-Roden und die HSG Hanau sind Ausrichter je eines Viererturniers, dem so genannten „Final First“, das in diesem Jahr zum letzten Mal in dieser Form ausgetragen wird.

In Hanau stehen sich am Samstag in der Main-Kinzig-Halle um 17 Uhr Zweitliga-Aufsteiger ThSV Eisenach und Bundesligist HC Erlangen gegenüber. Anschließend freut sich Gastgeber HSG auf das Hessenderby gegen den Zweitligisten TV Hüttenberg, das um 20 Uhr angepfiffen wird. „Wir freuen uns sehr auf diese Partie und wollen aus uns das Maximale rausholen“, sagt Oliver Schulz vor seinem ersten Pflichtspiel als neuer Trainer der Grimmstädter. Die Partie gegen Hüttenberg ist für Schulz eine Orientierung, „um zu sehen, was die HSG von einem etablierten Zweitligisten unterscheidet“. Natürlich sind die Hanauer, die auf den verletzten Jannik Ruppert (Kreuzbandriss) verzichten müssen, nur Außenseiter, dennoch hofft die HSG auf eine Überraschung. „Jeder von uns hat auf der Tribüne Menschen sitzen, die ihm wirklich wichtig sind. Denen wollen wir eine große Freude bereiten und etwas zurückgeben. Am liebsten schon am Samstag“, sagt Schulz.

In der Nieder-Rodener Sporthalle in der Wiesbadener Straße geht es bereits um 16.30 Uhr los, wenn der nordhessische Erstligist MT Melsungen gegen die ambitionierten Wölfe des Zweitligisten DJK Rimpar antritt. Um 19.30 Uhr stehen sich die HSG Rodgau Nieder-Roden und Erstligaabsteiger SG BBM Bietigheim gegenüber. Die Baden-Württemberger, angeführt von Ex-Nationalspieler Michael Kraus, sind klarer Favorit, haben sie doch die Mission „direkter Wiederaufstieg“ ins Visier genommen.

„Wir freuen uns sehr auf dieses Spiel und hoffen auf viele Zuschauer aus der Region“, sagt Nieder-Rodens Trainer Jan Redmann. In den vergangenen Jahren scheiterten die „Baggerseepiraten“ in schöner Regelmäßigkeit in der ersten Runde. „Das ist für uns das letzte Vorbereitungsspiel gegen einen hochklassigen Gegner“, meint Redmann, „vor eigenem Publikum wollen wir uns natürlich gut präsentieren. Vielleicht ist in eigener Halle ein wenig mehr möglich als in der Vergangenheit auswärts. Zwei Partien vor eigenem Publikum wären schon cool.“

Die Sieger der beiden Samstagspartien ermitteln am Sonntag, 15 Uhr, den Teilnehmer der zweiten DHB-Pokalrunde. „Wir müssen schon einen perfekten Tag erwischen und Bietigheim einen schwachen. Es muss wirklich alles passen, damit uns eine Überraschung gelingt. Und wenn nicht, wollen wir zumindest eine ansprechende Leistung zeigen, das haben unsere Fans verdient“, sagt Redmann.

Die Nieder-Rodener verloren ihr jüngstes Testspiel gegen den Zweitligisten aus Rimpar mit 26:34. Sieben Minuten vor Spielende lag die HSG mit nur vier Toren zurück, ehe die Kräfte schwanden und die Unterfranken den Vorsprung ausbauten. Allerdings hatte Nieder-Roden nach dem anstrengenden Trainingslager in der Vorwoche in Rostock auch weiterhin mit einigen Personalsorgen zu kämpfen. Aktuell sind Henning Schopper, Philip Wunderlich und Alexander Weber angeschlagen, ihr Einsatz im DHB-Pokal entscheidet sich kurzfristig. Wichtiger als das Pokalspiel ist ohnehin der Punktspielauftakt eine Woche später beim Aufsteiger Bad Neustadt.  leo

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