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Handballverband sagt Aufstiegsrunde zur 3. Liga ab

Manfred Leber (Götzenhain), Vorsitzender des Handball-Bezirks Offenbach-Hanau.
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Manfred Leber (Götzenhain), Vorsitzender des Handball-Bezirks Offenbach-Hanau.

Der Hessische Handballverband meldet dieses Jahr keinen Aufsteiger an den DHB - zum Leidwesen der TSG Bürgel, die von der 3. Liga träumt. Das Konzept für neue Saison liegt derweil vor, Auftakt soll am 30/31. Oktober sein.

Offenbach – Die Oberliga-Handballer der TSG Bürgel müssen einen möglichen Aufstieg in die 3. Liga um ein weiteres Jahr verschieben. Der Hessische Handballverband (HHV) meldet 2021 keinen Aufsteiger an den Deutschen Handballbund (DHB), die geplante Aufstiegsrunde mit sechs Mannschaften bei den Männern (und zwei bei den Frauen) wurde abgesagt. Auch die Männer der HSG Hanau II hatten sich für die Aufstiegsrunde angemeldet.

Der Arbeitskreis Spieltechnik hatte in seiner Sitzung Anfang Mai beantragt, dass spätestens am 14. Mai alle gemeldeten Mannschaften für die Aufstiegsspiele zur 3. Liga wieder in ein wettkampfgemäßes Training in die Halle zurückkehren müssten, damit bis zum Meldetermin an den Deutschen Handballbund (28. Juni) die Spiele absolviert werden könnten. Da diese Frist nun verstrichen und auch ein neuerlicher Versuch, für die Aufstiegsspiele eine Sondergenehmigung zur Durchführung zu erhalten, beim Innenministerium gescheitert ist, fällt die Aufstiegsrunde aus.

„Damit haben wir auch nicht mehr gerechnet“, sagt Sven Lenort, Vorstandsmitglied in Bürgel, „wir konzentrieren uns bereits ganz auf die neue Saison in der Oberliga.“ Eine Sondergenehmigung hätte nur dann Sinn gemacht, wenn alle acht Aufstiegsaspiranten davon profitiert hätten und wieder in das Mannschaftstraining zurückgekehrt wären.

Unabhängig davon laufen in Hessen die Planungen für die neue Spielzeit auf Hochtouren, der Arbeitskreis Spieltechnik hat dem Präsidium sein Konzept für die Runde 2021/22 vorgelegt. „Das sind nur Überlegungen, eine finale Entscheidung steht noch aus“, sagt HHV-Geschäftsführer Andreas Hannappel, „in der aktuellen Situation erscheint das aber die sinnvollste Lösung.“

Denkbar wäre demnach eine Teilung der Oberliga Hessen in zwei Staffeln mit jeweils acht Mannschaften, die dann eine Hin- und Rückrunde absolvieren. Geklärt werden muss noch die Frage nach den Auf- und Absteigern. Der Aufsteiger in die 3. Liga könnte etwa über ein Final-Four-Turnier mit den jeweils beiden besten Mannschaften aus beiden Staffeln ermittelt werden. Auch in Sachen Abstieg wäre ein Turnier mit vier Mannschaften denkbar. Saisonstart wäre erst nach den Herbstferien, am letzten Oktoberwochenende (30./31.). „Dann hätten wir auch eine kleine Chance, dass wieder Zuschauer mit dabei sein dürfen“, hofft Andreas Hannappel mit Blick auf die aktuell sinkenden Inzidenzzahlen.

Manfred Leber, Bezirkswart des Bezirks Offenbach-Hanau, sagt über eine mögliche Zweiteilung der höheren Spielklassen und dem Saisonbeginn Ende Oktober: „So hätten wir eine gewisse Flexibilität.“ Wie die Spielklassen in seinem Bezirk aussehen, kann er noch nicht sagen: Meldeschluss für die Mannschaften, die an der kommenden Runde teilnehmen wollen, ist erst Mitte Juni. „Ende Juni sind dann die Klassen eingeteilt“, ergänzt Bezirksspielwart Lutz Holzmann. Der Dietzenbacher bringt einen interessanten Vorschlag in Sachen Aufstieg ins Spiel: Bei einer möglichen Zweiteilung einer Spielklasse „würde ich die ersten Drei einer jeden Gruppe den Meister ausspielen lassen. Und die Mannschaften würden die Punkte aus den Vorrundenspielen gegeneinander mit in die Meisterrunde nehmen.“ Denn das hat schließlich auch bei den großen Handball-Turnieren der deutschen Nationalmannschaft wie Olympia, Europa- und Weltmeisterschaften seit vielen Jahren Tradition. (Von Patrick Leonhardt)

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