Nur ein 2:2-Remis gegen Schlusslicht DJK/SSG Darmstadt

SC Hassia blamiert sich

Pierre Kampka (in Blau) läuft seinem Gegner zwar weg, der Bestform momentan aber hinterher.
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Pierre Kampka (in Blau) läuft seinem Gegner zwar weg, der Bestform momentan aber hinterher.

Dieburg (jd) ‐ Das Wort „Blamage“ sollte man im Sport nicht allzu verschwenderisch benutzen. Immerhin degradiert es den Gegner und verkennt, dass jedes Duell erst einmal ausgetragen werden muss und kein Sieger schon vor dem Wettkampf feststeht.

Für das 2:2 des SC Hassia Dieburg am Sonntag gegen die DJK/SSG Darmstadt muss das Wort aber herhalten: Schließlich holte Darmstadt erst seinen zweiten Punkt überhaupt – und mit der gezeigten Leistung dürfte es auch der letzte in der Vorrunde bleiben. Denn Darmstadt war keineswegs besser, als es der Tabellenplatz aussagte. Die Gäste luden die Dieburger fast zum Toreschießen ein – die hielten sich aber zurück. Und besser als der Gegner war die Hassia am Sonntag auch nicht.

Die Gastgeber traten vor 150 Zuschauern am Wolfgangshäuschen so auf, wie es Skeptiker zuvor befürchtet hatten: Ohne den letzten Einsatz, das nötige Quäntchen Konzentration und Laufbereitschaft, dafür mit viel zu viel Sicherheit, die drei Punkte werde man schon im Vorbeigehen kassieren.

So war es nicht, weil die DJK/SSG zumindest im Spiel nach vorn in Ansätzen Tauglichkeit für die Gruppenliga nachwies. So gingen die Gäste nach 25 Spielminuten mit 1:0 in Führung – gar nicht einmal unverdient, immerhin schossen sie im ersten Abschnitt noch einen Foulelfmeter neben das erneut von Holger Sauerwein gehütete Hassia-Tor. Erst gegen Ende des ersten Abschnitts berappelten sich die Hausherren, hatten durch einen Kopfball von Fleck (38.) und Pierre Kampka (45.) Möglichkeiten. Dazwischen lag das 1:1 durch Torsten Schnitzer (43.).

In der zweiten Halbzeit schien sich dann alles etwas zu normalisieren: Schnitzer schoss zunächst zwar aus kurzer Distanz drüber (49.), mit etwas Dusel, dennoch nach dem schönsten Spielzug der Dieburger, fiel das 2:1 durch Salvatore Miseri (69.). Ein Rätsel, wieso ihn Trainer Michael Motz erneut erst auf der Bank ließ und dafür den momentan formschwachen Pierre Kampka stellte.

Lange durften sich die Blau-Weißen jedoch nicht freuen: Darmstadt glich zum 2:2 aus – wenn auch aus klarer Abseitsstellung (75.). Kapital schlug in der Schlussviertelstunde keins der Teams mehr aus den Unzulänglichkeiten des Gegenübers. Dafür verpasste sich die Hassia einen weiteren Nackenschlag: Maurice Fleck fing sich bei einer – harmlosen – Rangelei in der Schlussphase eine zu harte Rote Karte ein. Fleck wird mindestens zwei Spiele fehlen, dafür ist die Sperre von Tormann Sascha Krichbaum nun abgelaufen. Seine Vorderleute müssen so langsam aber wieder in die Spur finden – sonst holt der Sportclub in diesem Jahr keine Punkte mehr.

Die Aufstellung: Holger Sauerwein – Mats Böttler, Maurice Fleck, Matthias Krause, Daniel Christ – Fatih Yakut, Alex Gerlitz, Marcel Poth, Mark Braun – Pierre Kampka, Torsten Schnitzer (Salvatore Miseri, Gaetano Sirna).

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