2:2 gegen Rot-Weiß Darmstadt II

Hassia sitzt im Mittelfeld fest

Mark Braun (in Blau) setzte gegen Darmstadt nur wenig Impulse im Offensivspiel der Hassia.
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Mark Braun (in Blau) setzte gegen Darmstadt nur wenig Impulse im Offensivspiel der Hassia.

Dieburg (jd) ‐ Weder nach vorn noch nach hinten scheint für den SC Hassia Dieburg in der Fußball-Gruppenliga Darmstadt etwas zu passieren – die Blau-Weißen haben sich im Mittelfeld eingenistet.

Wenn man sich am Sonntagnachmittag beim Spiel gegen Rot-Weiß Darmstadt II auf der Tribüne umhörte, hätte man aber meinen können, die Dieburger stecken bereits im dicksten Abstiegskampf. In der Tat boten die Hausherren beim 2:2 gegen den Aufsteiger wenig Erbauliches, haben aber immer noch ein Punktepolster und sind – wenn es der Klassenerhalt sein soll – mit 19 Punkten mehr als im Soll. Denn die Hassia hat in der Vorrunde noch drei Spiele, darunter gegen den Letzten DJK/SSG Darmstadt und den Vorletzten Riedrode. Die Hälfte der für den Klassenerhalt nötigen 40 Punkte sollte bis zum Winter also mehr als geschafft sein.

Dennoch hatten die Kiebitze auf der Tribüne nicht ganz Unrecht mit ihrer deutlich geäußerten Kritik: Gegen die Darmstädter Hessenliga-Reserve lief nicht viel zusammen bei den Gastgebern. Dabei hätte das Führungstor von Maurice Fleck (19. Spielminute) für Beruhigung und Sicherheit sorgen können, doch nur fünf Minuten später glichen die Gäste aus (24.).

Im Tor vertrat Holger Sauerwein den für zwei Spiele gesperrten Schlussmann Sascha Krichbaum. Sauerwein machte seine Sache gut, dirigierte von hinten heraus. Bei den Gegentoren war er machtlos, ebenso gelang es ihm nicht, eine gewisse Lethargie aus dem Spiel seiner Vorderleute herauszubekommen. Wobei die erste Hälfte noch die bessere war aus Dieburger Sicht. Gerade in der letzten Viertelstunde vor der Pause gab es Möglichkeiten hüben wie drüben, die etwas besseren für Darmstadt. Die ersten Minuten nach dem Seitenwechsel sah es so aus, als wolle die Hassia entschlossener den Führungstreffer erzwingen. Nachdem Pierre Kampka aber freistehend eine gute Kopfball-Chance vergeben hatte (55.), wurden die Aktionen der Dieburger immer mehr von Fehlern geprägt. In einer Partie, in der auch die Gäste mit mehreren erfahrenen, aber laufschwachen Spielern angetreten waren, blieb echter Spielfluss Mangelware – Tore fielen aber noch: Zunächst brachte Dominik Lewis die Gäste mit 2:1 in Front (70.). Nach einem Remis sah es danach nicht mehr aus, bei der besten Hassia-Möglichkeit schoss Torsten Schnitzer weit drüber (78.). In der 89. Minute war er doch noch zur Stelle – eine wunderbare Hackenvorlage von Salvatore Miseri hatte ihn in Position gebracht. Schnitzer brachte den Ball zum 2:2-Endstand im Tor der Gäste unter.

Am kommenden Sonntag wartet um 15 Uhr eine zugleich leichte und schwere Aufgabe auf den Sportclub: Dann kommt der Letzte von der DJK/SSG Darmstadt. Gegen das Team, das erst einen Punkt auf dem Konto hat, kann sich Favorit Dieburg im Prinzip nur blamieren.

Die Aufstellung des SC Hassia: Holger Sauerwein – Mats Böttler, Maurice Fleck, Matthias Krause, Daniel Christ – Fatih Yakut, Mark Braun, Alex Gerlitz, Torsten Schnitzer, Mustafa Zeyrek – Pierre Kampka (Salvatore Miseri, Marcel Poth).

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