Hassia wendet das Unheil ab

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Helden der Arbeit: Salvatore Miseri (in Blau, vorn) war stärkster Hassianer gegen Lampertheim. Pierre Kampka (hinten) gelang ein „Hattrick“.

Dieburg (jd) ‐ Zuhause bleibt der SC Hassia Dieburg eine Macht: Auch ein 0:2-Rückstand gegen den TV Lampertheim warf den Fußball-Gruppenligisten am Sonntag nicht aus der Bahn – am Ende stand ein verdienter 5:2-Sieg.

Die Mannschaft von Michael Motz demonstrierte: Wenn es nach ganz oben auch nicht langen dürfte, so reicht die Qualität des Teams doch aus, mindestens zwei Drittel der Gruppenligisten in Schach zu halten. Lampertheim stand in der Tabelle knapp hinter den Dieburgern, der Aufsteiger hatte bislang erst zweimal verloren. Vor allem in der zweiten Halbzeit überrollte die Hassia das Team von der Bergstraße. Mit Platz sechs befindet man sich aktuell im Soll: Coach Motz hatte vor der Runde einen Platz unter den ersten Sieben als Ziel ausgegeben.

Nach 20 Minuten hätten aber nur wenige der 120 Zuschauer am Wolfgangshäuschen noch einen Pfifferling auf ihren Sportclub gegeben: Nach zwei blitzsauberen Toren (2. und 19. Spielminute) stand es früh 2:0 für die – zunächst – laufstarken Gäste, die den Aufstieg erst über die Relegation geschafft hatten. Dann aber biss sich die Hassia ins Spiel hinein: Die Innenverteidigung mit Maurice Fleck und Daniel Christ, die bei den Gegentoren nicht optimal stand und die Treffer in der Zentrale zuließ, festigte sich. Zudem ackerte in der Offensive vor allem Salvatore Miseri für Zwei. Miseri traf noch vor der Pause dank großem Einsatz zum wichtigen 1:2 (41.) und verdiente sich das Prädikat „Bester Spieler des Tages“. Ausgerechnet Miseri, der bei seinem ersten Engagement in Dieburg wegen disziplinarischer Gründe nach kurzer Zeit wieder gehen musste. Beim zweiten Anlauf wirkt Miseri nun aber gereift, setzt sich vorbildlich für die Mannschaft ein. Vom technischen Vermögen und seiner Schnelligkeit ist der frühere Spieler von Germania Ober-Roden ohnehin eine Verstärkung.

Nach oben schielen verbietet sich

Ab der 46. Minute dominierte ganz klar die Hassia, die schon im ersten Abschnitt Chancen von Torsten Schnitzer (26.), Mats Böttler (31.) und Mark Braun (35.) hatte liegen lassen. Der eingewechselte Matthias Krause schoss das 2:2 (54.) – da schien fast schon klar, dass die Hassia das Spiel endgültig würde drehen können. Das gelang durch eine Brüder-Connection: Pierre Kampka verwertete per Kopf eine Flanke von Benjamin Kampka – das 3:2 (66.). Bis dahin war Pierre Kampka wenig bis nichts gelungen, nun sollte er noch für Schlagzeilen sorgen: Der Angreifer legte auch das 4:2 (82., nach genialem Pass von Zeyrek) und das 5:2 (90., nach Vorlage von Braun) nach. Der „Hattrick“ war perfekt. Auch von der verletzungsbedingten Auswechslung Matthias Krauses beim Stand von 3:2 ließ sich die Hassia nicht aus dem Tritt bringen – an diesem Sonntag passte am Ende alles.

Weiter nach oben zu schielen, weil Walldorf überraschend nur Unentschieden spielte, verbietet sich aber ob der klaren Niederlagen in den bisherigen Spielen gegen die Spitzenteams.

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