Hessenliga

Hessen Dreieich hofft gegen Aufsteiger Hanau 93 auf ersten Heimsieg seit neun Monaten

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Der Hanauer Angreifer Salvatore Bari (links) wird die Dreieicher Defensive schwer beschäftigen.

Lange, lange, lange ist es her, das letzte Erfolgserlebnis des SC Hessen Dreieich im eigenen Stadion. Seit mehr als neun Monaten warten die Dreieicher auf einen Heimsieg.

Dreieich/Hanau – Ihr letztes Heimspiel gewonnen haben sie am 27. Oktober 2018, 2:1 gegen den FSV Frankfurt. Dieses 2:1 war mehr als glücklich und eigentlich nur einem Spieler zu verdanken, dem überragenden Pierre Kleinheider. Der Dreieicher Torwart hielt an diesem Tag (fast) alles, sogar einen Elfmeter in der 84. Minute. Nach dieser Glanzleistung verlängerten die Dreieicher den Vertrag mit dem 29-Jährigen um zwei Jahre. Doch der laut Fachmagazin kicker beste Regionalliga-Torwart der Saison 2018/19 wird in Dreieich nicht mehr eingesetzt. Kleinheider wurde schon vor Saisonbeginn vom Training und Spiel freigestellt. Die letztjährige Nummer zwei, Marcel Czirbus (21), stand zweimal im Kasten, konnte jedoch die nicht hessenligareife Defensive nicht stabilisieren. Sieben Gegentore in zwei Spielen - das ist eindeutig zuviel. Ein Abwehrverhalten wie in den ersten beiden Spielen darf sich der Regionalliga-Absteiger am Freitagabend (19. 30 Uhr) im Heimspiel gegen den sieglosen Aufsteiger FC Hanau 93 nicht erlauben.

Einer freut sich besonders auf das Spiel: Hanaus Kapitän Ljubisa Gavric spielte drei Jahre beim SC Hessen Dreieich. „Ich freue mich auf die Rückkehr. Es ist immer schön, gegen einen Ex-Verein zu spielen“, sagt der 28-jährige Innenverteidiger.

Fink mit großem Respekt

Sein neuer Trainer Michael Fink hat großen Respekt vor dem Gegner und lässt sich auch von der klaren 2:5-Niederlage der Dreieicher in Ginsheim nicht blenden. „Auch wenn sie viele Abgänge hatten, stehen immer noch sechs, sieben Akteure im Kader, die schon Regionalliga oder höher gespielt haben. Für mich ist das eine Mannschaft, die am Ende unter den ersten fünf Teams der Tabelle sein wird.“

Fink kündigt eine mutige Herangehensweise an. „Wir werden uns auch in Dreieich nicht verstecken. Wenn man ehrlich ist, hätten wir statt zwei auch schon vier oder sechs Punkte haben können“, meint der Mittelfeldspieler. Gegen Waldgirmes und auch gegen den FV Bad Vilbel brachte der HFC seine erarbeiteten Führungen nicht ins Ziel.

Typisches Lehrgeld für einen Aufsteiger, wenngleich die Kenntnis überwiegt, dass er auch in dieser Liga bestehen kann. „Das Mithalten in den ersten Partien war für das Selbstvertrauen meiner Jungs ganz wichtig“, unterstreicht Fink. In den ersten beiden Partien bot Fink exakt die gleiche Startelf auf, am Freitag wird er wohl zum Wechseln gezwungen sein, da sich Sascha Ries gegen Bad Vilbel eine Gehirnerschütterung zuzog und zwei Tage im Krankenhaus verbringen musste. HFC-Abteilungsleiter Giovanni Fallacara ist guter Dinge. „Ich habe ein gutes Gefühl. Die Mannschaft ist zwei Mal am Sieg vorbeigeschrammt, ich glaube am Freitag klappt es.“  

joko/fs

Quelle: op-online.de

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