Taktische Marschroute beim 4:0 gegen Alzenau perfekt umgesetzt

SC Hessen Dreieich belehrt Bommer eines Besseren

+

Dreieich - Nach dem überzeugenden 4:0-Sieg gegen Bayern Alzenau führt der SC Hessen Dreieich die Tabelle der Fußball-Hessenliga mit elf Punkten Vorsprung an.

Und mit einem Sieg am Sonntag im Nachholspiel gegen Lohfelden können die Dreieicher sich noch weiter absetzen, den die „Verfolger“ Eintracht Stadtallendorf und Bayern Alzenau befinden sich bereits in der Winterpause. Dabei hatte Rudi Bommer, Trainer des SC Hessen, vor dem Spiel einige Bedenken, weil er mit der Trainingsleistung nicht ganz zufrieden war. „Ich hatte den Eindruck, dass wir in den vergangenen drei Partien nicht so auf der Höhe gewesen sind. Und taktisch hat im Training einiges nicht gepasst, immer kam einer einen Schritt zu spät oder lief zu spät los. Ich habe der Mannschaft gesagt, wenn sie so gegen Alzenau spielt, bekommen wir fünf Stück. Die Jungs haben mich aber eines Besseren belehrt“, sagte Bommer, der die Taktik leicht verändert hatte. Die Dreieicher starteten ihr Pressing nicht so weit vorne wie üblich, sondern erst kurz vor der Mittellinie. Mit Erfolg, Alzenau machte im Aufbau viele Fehler, die Dreieich in Ballbesitz brachten. „Und dann haben wir zum richtigen Zeitpunkt die Tore geschossen“, zeigte sich Rudi Bommer zufrieden.

Allerdings bezahlten die Gastgeber den Sieg mit einer Verletzung teuer: Toni Reljic schied bereits nach 19 Minuten nach einem Foulspiel von Markus Auer mit einer Knieverletzung aus. „Er hatte das Gefühl, dass ihm die Kniescheibe herausgesprungen ist“, berichtete Bommer. Welche Verletzung der Mittelfeldspieler wirklich davontrug, werden die Untersuchungen in en nächsten Tagen zeigen. Für den 23-jährigen Kroaten wurde Routinier Youssef Mokhtari eingewechselt. „Er kam kalt ins Spiel, war aber sofort da“, lobte Bommer, der bereits vor dem Anpfiff eine Umstellung im Vergleich zum 3:0 in Urberach vorgenommen hatte und an Stelle von Daniele Fiorentino Loris Weiss auf die linke Außenbahn beordert hatte. „Loris hat im Training bereits angedeutet, dass er sich in einer guten Verfassung befindet und hat das gegen Alzenau auch sehr gut gemacht“, meinte Bommer.

Bilder: SC Hessen gewinnt Spitzenspiel

Angetan zeigte sich der Ex-Profi vor allem aber von der Defensivleistung seiner Mannschaft. „Ein großes Kompliment, wie die Mannschaft im Verbund keine echte Torchance der Alzenauer zugelassen hat“, sagte Bommer. Dabei fehlte in Niko Opper erneut der Kapitän, wurde aber von Danny Klein als rechter Außenverteidiger wieder gut vertreten. Opper wurde bereits am Donnerstag erfolgreich am Meniskus operiert und schaute sich die Partie gegen Bayern Alzenau vor Ort an.

Mit der Zusammenstellung der Mannschaft für die Regionalliga habe der Verein noch Zeit, hatte Bommer im Vorfeld der Partie gesagt. im Umfeld werde aber bereits eifrig an der Zusammenstellung der Unterlagen für die Regionalliga-Bewerbung gearbeitet. Nach dem überzeugenden Sieg gegen Bayern Alzenau kann der SC Hessen seine Bemühungen weiter intensivieren. (leo)

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare