Amateurfußball

Hessenpokal: Widerstand gegen HFV-Vorschlag

Sasan Tabib, Vorsitzender des SV Pars Neu-Isenburg.
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Sasan Tabib, Vorsitzender des SV Pars Neu-Isenburg.

Die Fortsetzung des Fußball-Hessenpokals wird zum Streitfall. Ein Vorschlag des HFV wurde abgelehnt. Der SV Pars Neu-Isenburg unterbreitete einen Gegenvorschlag und droht schon mal mit juristischen Schritten.

Offenbach – Wie geht es mit dem Fußball-Hessenpokal weiter? Der Versuch einer einvernehmlichen Lösung ist gescheitert. Der Hessische Fußball-Verband (HFV) hatte in einer Videokonferenz mit den 16 Klubs die Optionen ausgelotet, wie der Wettbewerb zu Ende gespielt werden könnte. Die Probleme liegen auf der Hand: Im Achtelfinale stehen acht Klubs, darunter Verbandsligist SV Pars Neu-Isenburg, die seit November corona-bedingt nicht spielen konnten und deren Punktrunde beendet ist. Sie treffen alle auf Teams, die als Profiklubs in der Regionalliga (u.a. Kickers Offenbach) sowie der 3. Liga eingestuft wurden und im Spielbetrieb stecken. Da die Corona-Verordnungen bis 18. April gelten, ist ein Einstieg der Amateurklubs nicht mehr denkbar. Zumal die Finalisten bis zum DFB-Finaltag der Amateure am 29. Mai feststehen müssen.

Der Vorschlag des HFV war, die Amateurklubs aus dem Wettbewerb zu nehmen, ab dem Viertelfinale die Regionalligisten und den SV Wehen Wiesbaden (3. Liga) den Titelträger ermitteln zu lassen. Als Termine stehen der 27./28. April und der 12./13. Mai im Raum. Zur Entschädigung sollten Amateure die ohnehin fixen Prämien und auszuhandelnde weitere Entschädigungen erhalten.

Doch dagegen regte sich Widerstand. Hessenliga-Spitzenreiter SG Barockstadt Fulda-Lehnerz votierte dagegen, und auch der SV Pars. „Ich habe Verständnis für alle“, sagte dessen Vorsitzender Sasan Tabib: „Aber es geht um die Fairness. Man kann nicht Mannschaften, die sich qualifiziert haben, einfach ausschließen.“ Er sprach sich fürs Losen aus. Das geben die Statuten sogar her, der Verband sträubt sich dagegen aber. Tabibs Vorschlag: Die Klubs, die auf ihre Pokalchance verzichten, sollen im Hessenpokal 2021/22 fürs Achtelfinale gesetzt werden. Der HFV wird zeitnah entscheiden - und Tabib genau hinschauen, „ob es eine faire Lösung ist“. Ansonsten hält er sich den Klageweg offen. (Von Jörg Moll)

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