Team bleibt weitgehend zusammen

KSV Urberach hofft auf ruhige Saison

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Emil Husser (rechts), Spielertrainer des KSV Urberach, im Zweikampf mit Massimo Buonomo von der Turnerschaft Ober-Roden. Husser bleibt dem KSV erhalten, hofft auf eine ruhige Saison.

Rödermark - Im Tabellenkeller der Fußball-Kreisliga A Dieburg war der KSV Urberach zuletzt Stammgast. Immer wieder retteten sich die Rödermärker in letzter Sekunde. Diesmal muss der Verein aber absteigen, immerhin bleibt die Mannschaft wohl weitgehend zusammen. Von Sascha Eyßen

Der vorletzte Platz bedeutete gemeinsam mit Harreshausen den Gang in die B-Liga. Nach der 0:8-Pleite am letzten Spieltag in Spachbrücken war der KSV mit 25 Punkten abgestiegen. Wobei die Urberacher seit Saisonbeginn große Sorgen hatten. Das Team um Spielertrainer Emil Husser verlor die ersten zehn Spiele, sechs davon mit fünf oder mehr Gegentoren. Das erste Erfolgserlebnis gab es mit dem 3:3 bei Viktoria Urberach II erst am 15. Oktober. „Abgestiegen sind wir sicher in den ersten zehn Spielen“, sagt Emil Husser, der selbst wegen eines Kreuzbandrisses lange fehlte, dennoch mit elf Toren bester Schütze seines Teams war. „Vor allem, wenn man sieht, dass uns zu Viktoria Urberach II und dem TSV Altheim am Ende zwei Punkte gefehlt haben.“

Im Herbst kam der KSV in Schwung. Der 2:1-Erfolg beim TSV Altheim am 22. Oktober war der erste Saisonsieg, in den noch folgenden vier Spielen bis zur Winterpause blieb man ungeschlagen. Dadurch war der KSV wieder in Schlagdistanz zur Konkurrenz. Dabei blieb es bis zum Saisonende, auf einen Nichtabstiegsplatz retteten sich die Urberacher aber nicht mehr. Zwar gab es Achtungserfolge, wie beispielsweise bei den Unentschieden gegen die Spitzenmannschaften TS Ober-Roden II und FSV Groß-Zimmern (jeweils 3:3). Beim FV Eppertshausen, in der Rückrunde lange Zeit die Mannschaft der Stunde, gab es sogar einen 5:4-Sieg. Es gab allerdings auch immer wieder Niederlagen – wie etwa das 1:2 gegen den direkten Konkurrenten TSV Altheim.

Husser, der bereits in der Jugend beim KSV spielte und nach einer Zeit bei der TG Ober-Roden 2010 nach Urberach zurückkehrte, bleibt in der B-Liga Spielertrainer. Zumindest einen Platz unter den ersten Fünf hat er sich mit seiner Mannschaft zum Ziel gesetzt. Der direkte Wiederaufstieg ist kein Muss. „Wir wissen, dass es schwieriger ist aufzusteigen, als die A-Liga zu halten“, sagt Husser. „Wir wollen eine ruhige Saison spielen und vielleicht auch mal ein paar Spiele hintereinander gewinnen und dadurch auch wieder mehr Spaß am Fußball zu haben.“

Die Mannschaft bleibt weitgehend zusammen. „Das ist schon ein Vorteil, andere Mannschaften brechen nach einem Abstieg ja auseinander“, so Husser, der im Juli 31 wird und sicher noch ein paar Jahre als Spielertrainer aktiv sein kann. Bislang hat nur Stefan Milenkovic (Germania Ober-Roden II) seinen Abschied angekündigt. Alisan Bayraktaroglu (Viktoria Urberach II) kehrt zum KSV zurück. Routinier Dominik Kafier macht weiter. Zudem werden wohl einige Spieler aus der A-Jugend aufrücken.

Sportschau des KSV Urberach

Da aus der Jugend weitere Spieler in den Aktivenbereich wechseln, kann der KSV nach einer Pause auch wieder eine Reserve stellen, die in der D-Liga spielen wird. Insgesamt ging es nach zwischenzeitlich schweren Zeiten mit der Jugendarbeit beim KSV in den vergangenen Jahren wieder aufwärts. Husser selbst trainiert zusätzlich zu seinem Spielertraineramt bei der ersten Mannschaft auch die D-Junioren des Vereins.

Quelle: op-online.de

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