Viktoria setzt sich hohe Ziele und ist auf dem besten Weg

Ende der Komfortzone in Klein-Zimmern

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Marvin Bernhard, Torjäger der Viktoria.

Klein-Zimmern - Vor der Saison hatte Mark Schierenberg, der gemeinsam mit Timo Rödler den Fußball-A-Ligisten Viktoria Klein-Zimmern trainiert, forsche Töne angeschlagen. Von Sascha Eyßen 

„Irgendwann sind wir reif für den Aufstieg“, meinte Schierenberg im August und gab Platz eins bis drei als Saisonziel aus. Der ehemalige Profi von Wattenscheid 09, Schalke 04 und Mainz 05 (17 Bundesliga-, 25 Zweitligaeinsätze) scheint mit seiner Truppe Wort zu halten. Nur Spitzenreiter SG Raibach/Umstadt, der nach 17 Spielen mit 38 Punkten einen Zähler mehr als Klein-Zimmern auf dem Konto hat, steht besser da.

Für Schierenberg ein Beweis dafür, dass es richtig war, ambitionierte Ziele auszugeben. „In den Jahren zuvor haben wir eher ein wenig tiefgestapelt und sind keinen Schritt vorangekommen. Jetzt machen wir eine Flucht nach vorne und bauen Druck auf.“ Die „Komfortzone Klein-Zimmern“ sei ein Stück weit abgeschafft. Der Druck auf die Mannschaft sei auch dadurch aufgebaut worden, dass er nur noch in Notfällen selbst spiele. „Jetzt müssen die Jungs selber klarkommen“, sagt der 42-jährige Schierenberg.

Das scheint ganz gut zu klappen, es gab erst zwei Niederlagen. Nur die Spiele gegen die FSV Münster am zweiten Spieltag (2:5) und in Heubach (1:3) Anfang September wurden verloren. Danach gab es zwölf Spiele ohne Niederlage. Diese Serie soll für die Klein-Zimmerner natürlich auch noch weitergehen, wenn am 1. März mit dem Derby beim FSV Groß-Zimmern die Winterpause endet.

Auch im taktischen Bereich fit

„Die Jungs sind gefestigter und haben viel dazugelernt. Auch im taktischen Bereich, fit waren wir schon immer. Es waren einige Spiele dabei, die wir früher noch verloren hätten. In dieser Runde haben wir die Partien aber gedreht“, erzählt Schierenberg. Auch die Leistungsträger hätten noch einmal einen Schritt nach vorne gemacht, berichtet der Trainer. Stürmer Marvin Bernhard belegt mit 21 Toren hinter Mohammed Hakimi (27, TG Ober-Roden) und Mohammed Majdalawi (23, FSV Münster) den dritten Platz in der Torschützenliste. In der Vorsaison waren es am Ende sogar 37 Treffer für Bernhard. „Er hat sich extrem weiterentwickelt“, lobt Schierenberg. Jan Müller („Mit der wichtigste Spieler bei uns. Jeder Verein würde sich wünschen, so einen Sechser zu haben“) und Mittelfeldmann Björn Stroh („Unwahrscheinlich wichtig für die Mannschaft“) bekamen ebenfalls ein Sonderlob. Marvin Bernhard traut Schierenberg zu, dass er auch in deutlich höheren Ligen Tore schießen würde.

Den Klein-Zimmernern kommt zu Gute, dass die Liga in dieser Saison in der Spitze ausgeglichener ist. „Wir haben nicht mehr wie in der vergangenen Runde zwei extrem starke Mannschaften wie Sickenhofen oder Reinheim“, hat Schierenberg beobachtet. Neben Raibach/Umstadt hat er noch den Tabellendritten FSV Münster auf der Rechnung. Im Lager der Viktoria ist man aber optimistisch, dass am Ende der Saison der Aufstieg steht, zur Not auch als Tabellenzweiter über die Relegation.

In Zugang Üna Senel (Hassia Dieburg), dem lange verletzten Timo Sauerwein und dem zuletzt im Ausland weilenden Moritz Herberg stoßen jetzt noch drei Spieler zur Mannschaft, die die Qualität sicher weiter erhöhen werden.

Remis im Topspiel zwischen Münster und Klein-Zimmern

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Quelle: op-online.de

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