Handball

HSG Rodgau hat es in der eigenen Hand

In Timo Kaiser (rotes Trikot) könnte der langjährige Torjäger der HSG Rodgau Nieder-Roden am Samstag in den Kader zurückkehren.
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In Timo Kaiser (rotes Trikot) könnte der langjährige Torjäger der HSG Rodgau Nieder-Roden am Samstag in den Kader zurückkehren.

Im Handball-Ligapokal steht für Drittligisten HSG Rodgau Nieder-Roden am Samstag das Spitzenspiel gegen Zweibrücken an. Ein Sieg bedeutet die Qualifikation für den DHB-Pokal.

Nieder-Roden – „Wir wollen das Ding am Wochenende entscheiden“, sagt Jan Redmann, Trainer beim Handball-Drittligisten HSG Rodgau Nieder-Roden, vor dem Ligapokal-Heimspiel am Samstag (18 Uhr) gegen den SV 64 Zweibrücken.

Die Rheinland-Pfälzer gewannen unter der Woche das Nachholspiel gegen den TV Gelnhausen überlegen mit 35:26 und zogen nach Punkten (7:1) mit Spitzenreiter Nieder-Roden gleich. Die Topteams sind die einzigen beiden Mannschaften, die noch ungeschlagen sind, nachdem die ESG Gensungen/Felsberg ebenfalls unter der Woche gegen die HG Saarlouis (19:24) nach drei Unentschieden die erste Niederlage kassierte. Bereits bei einem Unentschieden gegen Zweibrücken wäre Nieder-Roden einer der ersten beiden Plätze so gut wie nicht mehr zu nehmen, die Qualifikation für die erste Runde im DHB-Pokal wäre geschafft. Doch darauf wollen sich die Rodgauer nicht verlassen und streben daher im fünften Spiel den vierten Sieg an.

„Wir haben es in der eigenen Hand. Wenn wir gewinnen, haben wir 9:1 Punkte und müssen nicht danach schauen, wie die anderen spielen. Allerdings erwartet uns eine sehr spielstarke Mannschaft“, blickt Redmann voraus. Eine, die ihre Leistungsstärke mit vier Siegen in fünf Begegnungen eindrucksvoll unterstrich. Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Pfälzer ist Spielmacher Tim Götz, mit 27 Treffern in vier Partien auch der erfolgreichste Torschütze des Sportvereins.

Um nichts dem Zufall zu überlassen und um im gewohnten Rhythmus zu bleiben, schoben die Nieder-Rodener den Feiertag beiseite und absolvierten am Donnerstagvormittag eine Trainingseinheit.

Die HSG steigerte sich im Ligapokal von Spiel zu Spiel, aus anfangs 20 guten Minuten beim 29:29 gegen Felsberg/Gensungen wurden 60 überzeugende bei den jüngsten Siegen gegen Saarlouis (35:20) und in Kirchzell (33:23). Daran wollen die Rodgauer auch am Samstagabend gegen Zweibrücken anknüpfen. „Wir wollen den nächsten Schritt nach vorne machen, daran haben wir die ganze Woche gearbeitet“, erklärt Redmann, der auch im Spitzenspiel „die jungen Leute reinbringen“ will. Und natürlich auf die Routine der „Alten“ setzt. Wie Torhüter Marco Rhein, der zuletzt in Kirchzell zu den Besten gehörte, ebenso wie Stand-by-Spieler Benjamin von Stein. Der Kreisläufer steuerte fünf Treffer zum Auswärtssieg in Unterfranken bei. Mit Timo Kaiser könnte der langjährige Torjäger der HSG in den Kader zurückkehren, ansonsten setzen die Rodgauer auf die Mannschaft, die am vergangenen Wochenende in Kirchzell gewann. (Von Patrick Leonhardt)

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