Handball

HSG Rodgau Nieder-Roden: Nach 181 Tagen wieder ein Pflichtspiel

„Endlich wieder Handball unter Wettkampfbedingungen“, freut sich nicht nur HSG-Trainer Jan Redmann, dass wieder gespielt wird. Allerdings müssen Johannes von der Au (links) und die Rodgauer Spieler weiter auf die Unterstützung von Zuschauern verzichten.
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„Endlich wieder Handball unter Wettkampfbedingungen“, freut sich nicht nur HSG-Trainer Jan Redmann, dass wieder gespielt wird. Allerdings müssen Johannes von der Au (links) und die Rodgauer Spieler weiter auf die Unterstützung von Zuschauern verzichten.

Die längste Pflichtspielpause aller Zeiten hat für die Drittliga-Handballer der HSG Rodgau Nieder-Roden am Samstag um 19.30 Uhr ein Ende. Im Ligapokal geht es dann zu Hause gegen die HSG Gensungen.

Nieder-Roden – Erstmals nach exakt 181 Tagen absolvieren die Drittliga-Handballer der HSG Rodgau Nieder-Roden wieder ein Pflichtspiel: Am Samstag, um 19.30 Uhr, stellt sich am ersten Spieltag des Ligapokals die ESG Gensungen/Felsberg, Meister der Oberliga Hessen in der Spielzeit 2019/20, in der Rodgauer Sporthalle an der Wiesbadener Straße vor.

„Wir freuen uns einfach, wieder unter Wettbewerbsbedingungen spielen zu können. Daher haben wir auch für den Ligapokal gemeldet“, sagt HSG-Trainer Jan Redmann, „und natürlich haben wir auch das Ziel, uns für den DHB-Pokal zu qualifizieren.“

Insgesamt 22 Drittligisten meldeten sich deutschlandweit für diesen Qualifikationswettbewerb an. Sieben Teams spielen in der Nordgruppe, acht in der Südgruppe. In der Gruppe Mitte treffen die Rodgauer auf sechs Mannschaften. Aus jeder Gruppe qualifizieren sich der Tabellenerste und Tabellenzweite für die erste Runde im DHB-Pokal.

Neben Gensungen/Felsberg messen sich die Baggerseepiraten mit den Drittliga-Rivalen HG Saarlouis, HSG Bieberau-Modau, TV Kirchzell, SV 64 Zweibrücken und TV Gelnhausen. Ob es zur erhofften Teilnahme am DHB-Pokal reicht, hängt von vielen Faktoren ab: „Es gab noch nie eine so lange Ruhepause ohne Wettkampf“, sagt Redmann, „keiner weiß, wo er steht und welche Spieler letztlich zur Verfügung stehen.“ Die Rodgauer müssen am Samstag in Philipp Keller (Weisheitszahn-Operation) und Michael Weidinger (private Gründe) zwei Stammspieler ersetzen. Auch spielt es für Redmann eine Rolle, ob der Gegner „nur des Spielens willen mitspielt, oder ernsthafte Ambitionen hat, den DHB-Pokal zu erreichen.“

Die Rodgauer haben in der Saison 2020/21 nur zwei Punktspiele bestritten, nach einem 27:25-Sieg bei der HSG Bergische Panther folgte eine 21:28-Heimniederlage gegen Longericher SC Köln. Aufsteiger Gesungen/Felsberg absolvierte in der Nord-Staffel, Gruppe West, immerhin vier Partien, erreichte dabei einen Sieg und verlor dreimal. Als leichter Favorit dieser Runde gilt die HG Saarlouis, die in der kurzen Saison in der Mitte-Staffel der 3. Liga vier ihrer fünf Spiele gewann. „Es überrascht mich, dass Saarlouis nicht für die Aufstiegsrunde zur 2. Liga gemeldet hat“, meint Redmann.

Zuschauer sind bei den Spielen nicht zugelassen, die Rodgauer hoffen aber, dass sich die Lage bis zum letzten Heimspiel dieser Siebener-Runde etwas entspannt und dann auch wieder einige Fans dabei sein können. „Wir sind auf alle Eventualitäten vorbereitet - auch auf ein Szenario mit Zuschauern“, erklärt HSG-Sprecher René Marzo. Und Redmann meint mit Blick auf Samstag: „Wir müssen die Begeisterung selbst aufbauen.“

Alle Spiele der Rodgauer sind auf sportdeutschland.tv im Livestream zu sehen. (Von Patrick Leonhardt)

TSG Bürgel hat fünf Aufstiegskonkurrenten

Sechs hessische Handball-Oberligisten bewerben sich für einen Aufstiegsplatz in die 3. Liga. Neben der TSG Bürgel haben die HSG Pohlheim, TSG Münster, HSG Kleenheim/Langgöns sowie die zweiten Mannschaften der HSG Hanau und der MT Melsungen für die Aufstiegsrunde gemeldet. Der hessische Handballverband (HHV) hat bisher allerdings weder Spielmodus noch Terminplan festgelegt. Denkbar wären zwei Dreier-Gruppen mit anschließendem Finale. Da die Saison am 30. Juni beendet sein muss und die Mannschaften vor Beginn der Aufstiegsrunde vier Wochen trainiert haben müssen, ist der Zeitrahmen sehr begrenzt. (leo)

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