„Zwei Mannschaften auf Augenhöhe“

HSG Rodgau muss im Derby gegen Hanau Reaktion zeigen

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Gerangel um den Ball: In dieser Szene aus dem Hinspiel erkämpft Hanaus Abwehrchef Marc Stohl den Ball vor dem Rodgauer Johannes von der Au. Links: Hanaus Torwart Sebastian Schermuly.

Offenbach – Derbyzeit in der 3. Handball-Liga Ost. Am Freitagabend um 20 Uhr erwartet die HSG Rodgau Nieder-Roden die HSG Hanau. Von Patrick Leonhardt 

Beide Mannschaften gehen mit ähnlichen sportlichen Voraussetzungen in die Partie. Nach einem furiosen Endspurt im vergangenen Jahr (Nieder-Roden mit 9:1 Punkten, Hanau mit 8:0), verloren beide ihr erstes Pflichtspiel im Jahr 2019; die Hanauer das Verfolgerduell gegen die SG Nußloch mit 24:28, die Nieder-Rodener nach indiskutabler Leistung in der ersten Hälfte mit 22:24 beim Tabellenletzten SG Leipzig II. Nieder-Roden verpasste den Sprung auf Platz zwei und ist mit 22:14 Punkten Vierter, Hanau nimmt mit 20:16 Zählern den achten Platz ein. Die Mannschaften liegen insgesamt eng beisammen, der Vorsprung des Tabellenzweiten Nußloch auf den Neunten HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II beträgt lediglich fünf Punkte.

Nach der Niederlage in Leipzig erwartet HSG-Trainer Jan Redmann von seiner Mannschaft gegen Hanau eine Reaktion, im Training hat er sie unter der Woche bereits gesehen: „Die Mannschaft hat verstanden, dass wir wieder mehr Tempo und Engagement in unser Spiel bekommen müssen. Das müssen wir jetzt auch am Freitag zeigen“, sagt er.

„Es treffen zwei Mannschaften aufeinander, die sich auf Augenhöhe bewegen“, blickt Hanaus Trainer Patrick Beer voraus, das ist für uns eine ordentliche Herausforderung. Nieder-Roden spielt eine super-aggressive 6:0-Deckung und hat sich im Zusammenspiel im Vergleich zur vergangenen Saison nochmals gesteigert.“

Jan Redmann meint: „Das ist für beide Seiten ein wichtiges Spiel, es geht darum, sich in der Tabelle zu positionieren. Wir wollen unsere Heimspiele gewinnen, gerade im Derby gegen Hanau ist das besonders wichtig.“ Mit acht Siegen und einem Unentschieden (gegen den TV Gelnhausen) sind die „Baggerseepiraten“ vor eigenem Publikum ungeschlagen. „Die Nieder-Rodener spielen aktuell zu Hause eine ähnliche Rolle wie wir in der vergangenen Saison“, meint Patrick Beer. In der Spielzeit 2017/2018 blieben die Grimmstädter in der Main-Kinzig-Halle bei 13 Siegen und zwei Unentschieden ungeschlagen.

Die Bilanz spricht im dritten gemeinsamen Drittliga-Jahr mit 3:2 Siegen für Nieder-Roden. Wobei die Grimmstädter ihre vergangenen beiden Heimspiele gegen die Rodgauer mit 25:20 und in dieser Saison mir 22:21 zu ihren Gunsten entschieden. „Das letzte Spiel in Nieder-Roden ist ein wenig ausgeartet“, erinnert sich Beer nur ungern an die von großen Emotionen in der ersten Hälfte begleitete 15:26-Pleite der Hanauer an der Wiesbadener Straße in der vergangenen Saison. „Aber beide Mannschaften haben bereits im Hinrundenspiel der laufenden Runde einiges getan, um das Derby ruhiger zu gestalten“, sagt Beer. „Ich hoffe, es wird ein schönes, spannendes und vor allem faires Spiel“, blickt der Hanauer Trainer voraus.

Beer war zu Wochenbeginn durch eine Grippe ebenso angeschlagen wie Abwehrchef Marc Strohl, der bereits am vergangenen Wochenende gegen die SG Nußloch hatte kurzfristig passen müssen, zu Beginn der Woche noch nicht trainiert hatte, im Derby aber dabei sein soll. Dagegen sind die Chancen für Michael Hemmer (multiple Blockade) auf einen Einsatz in Nieder-Roden auf Null gesunken. „Er hat große Schmerzen im Wirbelbereich, kann ohne Schmerzmittel nicht mal liegen. Bei ihm geht es auf keinen Fall“, bedauert Beer.

Bei den Nieder-Rodenern ist Linksaußen Michael Weidinger angeschlagen. „Seine Verletzung ist während der Winterpause nicht besser geworden, daher hat er zuletzt auch nicht so lange gespielt“, sagt Redmann. Vertreter Sam Hoddersen präsentierte sich allerdings bereits im Endspurt des vergangenen Jahres in guter Verfassung und erzielte auch in Leipzig drei Tore. Ansonsten schöpfen die Rodgauer personell aus dem Vollen.

Quelle: op-online.de

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