Auch Müllers Paraden bringen keine Wende

HSG Rodgau unterliegt Elbflorenz 20:30

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Christian Schmid (rechts) war mit sieben Treffern mit Jonas Müller bester Schütze der HSG Rodgau Nieder-Roden. Das reichte gegen die starken Dresdner um Torwart Henrik Ruud Tovas und Nils Kretschmer (hinten rechts) bei weitem nicht für Zählbares.

Nieder-Roden - Die Vorfreude war groß, die Ernüchterung ebenfalls. Die Handballer der HSG Rodgau Nieder-Roden waren beim 20:30 (9:14) in der 3. Liga Ost gegen den neuen Tabellenzweiten HC Elbflorenz chancenlos. Einzig positive Erkenntnis: Ersatztorwart Benedikt Müller machte nach seiner Einwechslung ein starkes Spiel.

Der Rückenwind nach dem 26:25-Coup bei der MSG Groß-Bieberau/Modau im ersten Spiel dieses Jahres schien groß. Doch geholfen hat es gegen die laut HSG-Sprecher René Marzo „kompletteste Mannschaft der Liga neben Eintracht Hildesheim“ gar nichts. „Ich hatte nicht das Gefühl, dass meine Mannschaft an den Sieg geglaubt hat“, meinte Trainer Alexander Hauptmann: „Das war etwas schade.“ Nur einmal, beim 1:1 durch Christian Schmid (1. Minute), schaffte die HSG einen Gleichstand. Die Gäste aus der sächsischen Metropole Dresden legten schnell eine Vier-Tore-Führung (7:3/11. Minute) vor, die Hauptmann zur ersten Auszeit und zu Korrekturen zwangen. Torwart Marco Rhein, in Groß-Bieberau noch der umjubelte Derbyheld, fand gar nicht ins Spiel und machte Benedikt Müller Platz.

Viel besser wurde es bis zur Pause aber nicht. Die Gäste waren hochkonzentriert, nutzten fast jede Chance, lagen nach 26 Minuten schon 14:7 vorne, ehe die Rodgauer bis zur Pause den Rückstand auf fünf Treffer reduzierten.

Nach dem Wechsel hielt Benedikt Müller (Hauptmann: „Er hat es stark gemacht.“) die Rodgauer etwas besser im Spiel. Näher als auf drei Tore kamen sie aber nicht heran. „Gegen so eine Mannschaft muss alles passen, wenn du eine Chance haben willst“, konstatierte Hauptmann. Das war aber am Samstagabend vor der überraschend kleinen Kulisse von 350 Zuschauern nicht der Fall. Ein Beispiel dafür: Beim 15:18 (40.) durch Michael Weidinger schien Nieder-Roden wieder zurück im Spiel. Doch es folgte eine Zeitstrafe für Tim Henkel, die die Gäste prompt zum 19:15 nutzten. Spätestens nach dem 16:20 (43.) war der Glaube an eine Wende endgültig dahin. „Danach haben wir uns zu sehr aufgegeben“, monierte Hauptmann.

Bilder: HSG Rodgau chancenlos gegen Elbflorenz

Allzu lange hadern über die Niederlage gegen die Sachsen, die ihre imponierende Serie auf 26:2 Punkte in Folge ausbauten, werden die Rodgauer nicht. „Wir müssen zusehen, dass wir dann in Coburg Punkte holen“, richtete Hauptmann den Blick schnell auf den kommenden Sonntag.

7m: 1:1 / 2:1 - Zeitstrafen: 2 / 2

HSG Rodgau Nieder-Roden: Rhein (1.-10.), Benedikt Müller (11.-60.); Weber (1), Henkel, Weis, Schmid (7), Kohlstrung (1), Stenger, Weidinger (2), Schopper, Jonas Müller (7), Kaiser (2/1), Keller

jm

Quelle: op-online.de

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