3. Liga: Letzten Wurf vergeben beim 30:30 gegen Germania Großsachsen

Rot für Weidinger bremst HSG Rodgau aus

Nieder-Roden - Auch nach dem zweiten Pflichtspiel in 2018 warten die Handballer der HSG Rodgau Nieder-Roden in der 3. Liga Ost weiter auf den ersten Sieg. Eine Woche nach der 26:30-Niederlage in Magdeburg trennten sich die Rodgauer von Germania Großsachsen 30:30 (15:15).

„Am Ende bin ich zufrieden, aber ich hatte mir mehr erhofft“, sagte Nieder-Rodens Trainer Jan Redmann: „Wir sind gut gestartet, haben dann aber die Chance verpasst, uns abzusetzen. Das Spiel war extrem ausgeglichen, insgesamt haben wir zu viele technische Fehler gemacht.“ Nieder-Roden, das auf den angeschlagenen Philipp Keller verzichten musste, legte mit einer 5:2-Führung vor 450 Zuschauern flott los, verlor dann aber im Angriff dreimal den Ball und kassierte nach Tempogegenstößen den 7:7-Ausgleich. Zwischenzeitlich lagen die Gastgeber sogar zurück, gingen dann aber wieder mit 15:13 in Führung, kassierten jedoch noch vor der Pause den Ausgleich.

In der zweiten Hälfte hatte Nieder-Roden zunächst meist mit einem Tor die Nase vorne, später auch mit zwei. Während aber die Gäste ihre Rote Karte für Jan Triebkorn (39., Foulspiel am Kreis) gut verkrafteten, warf der Platzverweis für Michael Weidinger (51., 3. Zeitstrafe) die Nieder-Rodener zurück. „Michi hat ein sehr gutes Spiel gemacht“, erklärte Redmann. So gaben die Hausherren ihren Vorsprung nochmals aus der Hand (29:30), glichen aber durch den zehnten Treffer von Timo Kaiser noch aus. Mit dem letzten Angriff trafen die Baden-Württemberger nur die Latte des HSG-Tores. Nieder-Roden kam zehn Sekunden vor Spielende nochmals in Ballbesitz, Alexander Weber warf aber knapp am Tor der Germania vorbei, so dass es beim Unentschieden blieb. „Großsachsen hat sich als abgezockte Mannschaft erwiesen, war ein sehr guter Gegner. Wir haben zum zweiten Mal 30 Gegentore kassiert, das ist zu viel. Dann reicht es nur zu einem Remis, nicht aber zu einem Sieg“, meinte Redmann.

Spielfilm: 1:0, 3:1, 5:2 (6.), 6:5, 7:8 (15.), 10:9 (18.), 15:13 (26.), 15:15 - 16:15, 23:21 (44.), 24:24 (46.), 26:24 (48.), 26:26 (50.), 29:30 (59.), 30:30

Zeitstrafen: 7:4 - Rote Karte: Triebskorn (Großsachsen, 39., Foulspiel), Weidinger (Nieder-Roden, 51., 3. Zeitstrafe) - 7m: 5/5 - 2/4

HSG Rodgau Nieder-Roden: Rhein (1.-38.), Friedrich (38.-60.); Weber (3), Henkel (3), Schmid (2), von der Au, Kohlstrung (3), Stenger (2), Weidinger (6), Hoddersen (1), Schopper, Müller, Kaiser (10/5) (leo)

Quelle: op-online.de

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