Hassia-Kicker unterliegen bärenstarkem VfB Ginsheim mit 0:5

Ihren Meister gefunden

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Mark Braun (in Blau) hatte im Spiel in Ginsheim einen schweren Stand.

Dieburg (jd) ‐ Nach einer 0:5-Niederlage gibt es selten zwei Meinungen: Der Sieger hat meist alles richtig und der Verlierer alles falsch gemacht. So allerdings darf man das 0:5 des SC Hassia beim VfB Ginsheim nicht analysieren: Wer das Spiel bei den Rheinhessen live miterlebte, wird den klaren Ausgang aus Dieburger Sicht nicht einseitig negativ bewerten. Eine Halbzeit lang befand sich der Sportclub auf Augenhöhe mit einer Mannschaft, die in den zweiten 45 Minuten dann hochklassigen Gruppenliga-Fußball zelebrierte und die Gäste auseinander nahm.

Auch ohne die Stammspieler Maurice Fleck und Matthias Krause (wurde später nur eingewechselt) bot Dieburg den ungeschlagenen Gastgebern zunächst Paroli. In der flotten Begegnung hätten Fatih Yakut und Pierre Kampka die Hassia in der ersten Viertelstunde in Führung bringen können, Glück hatte der Sportclub bei einem Pfostentreffer des VfB sowie einem Abseitstor, das aus Hausherrensicht umstritten war. Beide Mannschaften schenkten sich bei herbstlichen Witterungsbedingungen nichts, gingen mit einem gerechten 0:0 in die Pause.

Danach aber dominierte Ginsheim: Der VfB presste nun noch aggressiver, kam somit vermehrt in Ballbesitz und spielte schnörkellos auf seine schnellen Außen und in die Spitze. Folgerichtig fiel das 1:0 (50. Spielminute) – von da an spielten sich die Gastgeber in einen wahren Rausch.

Trotz weiterhin kämpferischer Einstellung – wobei die Hassia auf weitestgehend Undiszipliniertheiten verzichtete und nur einmal Gelb sah (Schnitzer, Meckern, 83.) – konnte Dieburg den Ginsheimer Angriffslauf nicht mehr stoppen. Das 2:0 bedeutete die Vorentscheidung (60.), nach dem 3:0 (68.) gab dann auch der optimistischste Hassia-Anhänger nichts mehr auf sein Team. Tobias Catta hätte das 1:3 erzielen können, traf aber den Ball nicht richtig (74.).

Stattdessen schlug der Gastgeber, der in dieser Form sicher unter den ersten Dreien der Tabelle landen dürfte, nochmals zum 4:0 (84.) und 5:0 (86.) zu. Sehenswert herausgespielt, dennoch am Ende um zwei Tore zu hoch.

Festzuhalten bleibt: Der SC Hassia machte in Ginsheim nicht viel falsch, fand aber seinen Meister. Zu den Top-Teams Walldorf (wo der SC mit 0:4 verlor) und Ginsheim fehlt schlicht noch die Klasse. Vom Aufstieg sollte in Dieburg daher auch niemand mehr reden – zumindest nicht in dieser Saison.

Die Aufstellung des SC Hassia: Sascha Krichbaum – Mats Böttler, Gaetano Sirna, Daniel Christ, Benjamin Kampka – Fatih Yakut, Torsten Schnitzer, Alex Gerlitz, Mark Braun – Salvatore Miseri, Pierre Kampka (Matthias Krause, Mustafa Zeyrek, Tobias Catta).

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