Mit Geduld durchgesetzt

Dapp geht als Stütze der U19 in seine letzte Jugendsaison

Offenbach - Sein Vorbild ist der Schalker Bundesligaprofi Max Meyer – auch wenn er nicht mehr auf dessen Position im offensiven Mittelfeld spielt. Sein Lieblingsklub ist der SV Werder Bremen, den er am Samstag mit seinem Vater als Fan in Hoffenheim unterstützt. Von Holger Appel 

Einen Tag später will Jonas Dapp die U19 der SG Rosenhöhe zum Auftaktsieg in der Fußball-Hessenliga führen. Dapp spielt seit 2006 für den Klub aus dem Offenbacher Südwesten, geht nun in seine fünfte Hessenligasaison in den vergangenen sechs Jahren. Vor drei Jahren zog ihn der damalige Trainer Frank Laber schon im jüngeren Jahrgang mit in die U17. „Jonas war oft körperlich unterlegen, hatte aber immer die nötige Geduld und hat sich letztlich durchgesetzt. In der U19 saß er zunächst auch nur auf der Bank, in der Rückrunde war er dann Stammspieler und absoluter Leistungsträger. Jetzt geht er als Stütze der Mannschaft in die neue Saison“, berichtet Abteilungsleiter Patrick Ihlefeld vor dem Auftakt der U19 an diesem Sonntag beim FC Erlensee (11 Uhr).

„Ja, ich will einer der Führungsspieler sein“, versichert Dapp, dessen Großeltern aus Bremerhaven stammen, ihn früh mit dem Werder-Virus infiziert sowie mit Trikots von Miro Klose und Mesut Özil beglückt haben. Früher habe er wie der kleine und wendige Max Meyer mehr im zentralen Mittelfeld gespielt. Da er aber nicht ganz so robust sei, habe ihn Trainer Steven Kessler im 4-4-2-System auf der rechten Außenbahn eingesetzt. Dapp spricht für sich von einer „guten Alternative“. Dort fühlt er sich wohl und kann seine Stärken besser ausspielen. „Ich bin gut im Dribbling und sicher im Passspiel“, verrät er, gibt aber zu, dass ihm „vor dem gegnerischen Tor leider noch etwas die Kaltschnäuzigkeit fehlt“. In der vergangenen Saison erzielt der Schüler des Offenbacher Albert-Schweitzer-Gymnasiums nur zwei Treffer.

Für die neue Spielzeit hat er sich keine Quote vorgenommen, ist aber überzeugt, dass die SG Rosenhöhe eine ordentliche Runde spielen wird. „Wir haben insgesamt eine gute Qualität im Team, es sollte eine ruhigere Saison werden“, meint er. Bedeutet: Er will nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben und hofft auf einen Platz im gesicherten Mittelfeld.

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Und danach? Abteilungsleiter Ihlefeld hat genaue Vorstellungen. „Ich habe wenig Jugendspieler in jetzt bald 30 Jahren auf der Rosenhöhe erlebt, die so höflich, gut erzogen und angenehm sind wie Jonas. Es war auch immer mein persönliches Ziel, dass Jungs wie er bei uns in der ersten Mannschaft in der Frankfurter Gruppenliga spielen. Ich hoffe, das klappt bei ihm.“

Dapp freut sich zwar über diese Aussage, kann und will dem Abteilungsleiter dieses Versprechen aber noch nicht geben. „Ich gehe hier in Offenbach noch ein Jahr zur Schule, will nach dem Abitur aber studieren - am liebsten Wirtschaftsingenieurwesen. Wenn möglich hier in der Region, aber das ist alles offen. Ich habe ja zum Glück noch ein bisschen Zeit“, sagt er und freut sich auf sein letztes Jugendjahr bei der SG Rosenhöhe.

Quelle: op-online.de

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