Amateurfußball

JSK Rodgau wechselt im Sommer den Trainer

„Wir wollten schon immer mal zusammenarbeiten.“ Klaus Dörner ist ab Sommer Trainer des JSK Rodgau.
+
„Wir wollten schon immer mal zusammenarbeiten.“ Klaus Dörner ist ab Sommer Trainer des JSK Rodgau.

Überraschung beim Fußball-Verbandsligisten JSK Rodgau: Trainer Maik Rudolf wird seinen Vertrag aus privaten Gründen nicht verlängern. Der Nachfolger steht schon fest. In Klaus Dörner übernimmt ein alter Bekannter im Sommer.

Jügesheim – Nach eineinhalb Jahren und lediglich elf Pflichtspielen beendet Maik Rudolf (40) am Saisonende seine Trainertätigkeit beim Fußball-Verbandsligisten JSK Rodgau. Nachfolger wird Klaus Dörner (58), einst Oberliga-Torhüter und Trainer beim SV und der TGM SV Jügesheim.

„Wir hätten gerne mit Maik Rudolf verlängert, private Gründe standen diesem Wunsch aber entgegen“, erklärt Andreas Humbert, Sportlicher Leiter beim aktuellen Tabellendritten, der mit 17 Punkten aus neun Partien herausragend in die zweite Verbandsliga-Saison gestartet war. Nach einem Wechsel des Arbeitgebers im Herbst vergangenen Jahres „habe ich das aus beruflichen und familiären Gründen so für mich beschlossen“, nennt Rudolf die Gründe für die Beendigung seiner Tätigkeit in Rodgau. Rudolf hatte im Winter der Saison 2019/20 die Nachfolge von Andreas Humbert angetreten. Nach zwei Siegen in den ersten beiden Partien nach der Winterpause stoppte die Corona-Pandemie allerdings den Jügesheimer Höhenflug.

„Ich ziehe die Saison bis zum Ende durch und bin Feuer und Flamme, die Runde zu Ende zu spielen, zumal wir auch sehr gut dastehen. Allerdings fehlt mir die Fantasie, dass wir noch einmal spielen können. Es wird immer wieder Unterbrechungen bei einzelnen Vereinen durch Coronafälle geben“, erklärt Rudolf und blickt voraus: „Ich werde dem Fußball treu bleiben, aber der zeitliche Aufwand wird nicht mehr der sein wie aktuell.“

Somit kehrt im Sommer Klaus Dörner nach Jügesheim zurück. Der Fußballlehrer (ehemals Regionalliga-Trainer bei Borussia Fulda, Co-Trainer unter Dieter Müller bei Kickers Offenbach, Trainer unter anderem beim FV Bad Vilbel, Rot-Weiss Frankfurt und der SG Bad Soden), war in der Spielzeit 1998/99 für ein halbes Jahr als Torhüter beim SV Jügesheim eingesprungen, nachdem sich Muzafer Dolovac verletzt hatte. Nach dem krankheitsbedingten Ausfall von „Django“ Mann trainierte er die Jügesheimer in der Saison 2001/02 zudem einige Wochen lang interimsmäßig. Beim VfR Meerholz („Dem Verein bin ich sehr verbunden, ich habe dort zehn Jahre lang gespielt“) war Dörner noch 2019 in der zweiten Mannschaft als Feldspieler aktiv. „Als Feldspieler habe ich tatsächlich noch viel gelernt, auf einmal hatte ich auch Spieler hinter mir“, schmunzelt Dörner.

„Andreas Humbert und ich kennen uns schon lange, Mitte der 90er Jahre hat er bei mir die B-Lizenz gemacht. Wir wollten schon immer mal zusammenarbeiten, jetzt hat es geklappt“, sagt Klaus Dörner, dem gerade im Umgang mit jungen Spielern ein sehr gutes Händchen nachgesagt wird. Das ist er schließlich gewohnt: Dörner, der seit knapp 30 Jahren in Neuberg wohnt, ist seit 2006 Sportlehrer an der Hohen Landesschule in Hanau, dort gibt es seit vielen Jahren Sportklassen mit den Schwerpunkten Basketball, Fußball und Sport allgemein. „Das macht viel Spaß, auch weil wir erfolgreich sind“, sagt er. Das soll ab Sommer auch beim JSK der Fall sein.

Von Patrick Leonhardt

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare