Jürgen Rödler und die „Herzensangelegenheit“ Hassia

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Anstoß in ein neues Hassia-Zeitalter? Die Trainer Jürgen Rödler, Daniel Rödler, Michael Motz sowie Vereins-Präsident Hans-Friedrich Busch (v. l.).

Dieburg - Jürgen Rödler wird ab der kommenden Saison den SC Hassia Dieburg trainieren: Dies gab der Kreisoberligist, der aktuell mit fünf Punkten Vorsprung auf Platz eins steht und damit kurz vor dem Aufstieg in die Gruppenliga, jetzt bekannt. Von Jens Dörr

Rödler wird dabei Mitglied eines Trainergespanns sein, dem weiterhin die jetzigen Trainer Michael Motz sowie Daniel Rödler - Jürgen Rödlers Sohn - angehören werden. „Innerhalb des Trainer-Teams wird er aber das letzte Wort haben“,erklärte Motz im Gespräch mit dem DA.

„Wir sind nicht größenwahnsinnig, dass wir bei der Hassia nun drei Trainer allein für die erste Mannschaft brauchen“,betont Vereins-Präsident Hans-Friedrich Busch. Vielmehr sei zukünftig eine ganzheitliche Ausbildung aller Hassia-Fußballer in Jugend und Aktivität geplant. Das neue Konzept werde demnächst vorgestellt, zunächst aber würden die internen Gespräche mit den anderen Trainern geführt. Mehr als 30 engagieren sich alleine im Jugendbereich bei den Blau-Weißen, wo 170 Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren Fußball spielen.„Da soll es um eine Philosophie gehen, die im Fußball eigentlich alt, für die Hassia aber noch neu ist“, erklärt Jürgen Rödler. Der 53-Jährige coacht aktuell noch den Kreisoberligisten TGS Jügesheim, den er auch als Vorbild nennt. Dort hört Rödler im Sommer auf und kehrt zurück zu dem Verein, wo er 23 Jahre lang spielte und auch als Spielertrainer fungierte. „Jügesheim war eine Top-Adresse“,sagt Rödler. „Doch die Hassia ist für mich eine Herzensangelegenheit. Hier kenne ich das Ganze, hier bin ich daheim.“Umfangreiche Trainer-Erfahrung kann Rödler, der auch in Dieburg wohnt und dessen anderer Sohn Timo ebenfalls bei der Hassia spielt, niemand absprechen: So war er bereits Coach bei Germania Ober-Roden, dem SV Erlenbach, Germania Pfungstadt, dem TSV Pflaumheim, dem TSV Langstadt und dem SV Zellhausen.

Die Kickschuhe schnürte er einst nicht nur für die Hassia, sondern auch für den FCA Darmstadt und in der Oberliga für Viktoria Aschaffenburg. Das Dreigestirn an der Spitze der ersten Mannschaft, das die „aktuell gute Arbeit intensivieren“ will, wird in der kommenden Runde nichtsdestotrotz um einen oder mehrere separate Trainer für die zweite Mannschaft ergänzt werden. Ob das weiterhin die aktuellen Übungsleiter Michael Hahn und Sascha Spross sein werden, entscheidet sich in den kommenden Tagen. „Gespräche mit den beiden wurden bereits geführt“ - mehr verrät Jürgen Rödler erst einmal nicht.

Was er dagegen verrät, sind die ersten beiden Neuzugänge für die kommende Runde - unabhängig davon, ob in der Kreisoberliga oder der Gruppenliga gespielt wird: Von seinem Ex-Verein SV Zellhausen kommen die beiden 20-Jährigen Toni Nietzschmann und Simon Kressel ans Wolfgangshäuschen. „Wir müssen den Kader vergrößern“, sind sich beide Rödlers sowie Motz einig. Dazu gehört auch, die jetzigen Spieler zu halten.

„Der größte Teil der Mannschaft hat für die kommende Runde bereits zugesagt“,erklärt dazu der noch amtierende Sportliche Leiter Thilo Falk, der das Amt demnächst an den gewählten Franz Christ abgibt und der an der Rückkehr Jürgen Rödlers zum Sportclub mitwirkte. Was aber sicher feststeht: Die ohnehin schon umtriebige Hassia hat für die Zukunft sehr viel vor. Dazu passt eine weitere erfreuliche Meldung: Definitiv wird es in der neuen Spielzeit wieder eine A-Jugend geben - wenn auch erst einmal „nur“ zusammen mit Viktoria Klein-Zimmern.

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