GRUPPENLIGA Nieder-Rodens Trainer Tevfik Kilinc freut sich auf seinen Ex-Klub SG Rosenhöhe

„Jungs haben sich Spitzenspiel verdient“

Die Richtung, die Trainer Tevfik Kilinc bei der SG Nieder-Roden vorgibt, stimmt. 19 Punkte holte die SGN aus den vergangenen sieben Partien. Die bedeuten Platz vier. Nun geht es gegen Kilincs Ex-Klub SG Rosenhöhe.
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Die Richtung, die Trainer Tevfik Kilinc bei der SG Nieder-Roden vorgibt, stimmt. 19 Punkte holte die SGN aus den vergangenen sieben Partien. Die bedeuten Platz vier. Nun geht es gegen Kilincs Ex-Klub SG Rosenhöhe.

Offenbach – Im März dieses Jahres beschloss Fußball-Gruppenligist SG Rosenhöhe, neue Reize setzen zu wollen, um doch noch irgendwann einmal den verflixten Aufstieg in die Verbandsliga Süd zu meistern. Daher trennten sich nach sechsjähriger Zusammenarbeit die Wege der SGR und von Trainer Tevfik Kilinc. Der langjährige Verbandsliga-Spieler heuerte beim Liga-Rivalen SG Nieder-Roden an, die Offenbacher verpflichteten das Trainerduo Ralf Weber/Sebastian Schneider.

Die SG Rosenhöhe ist auch auf einem guten Weg, liegt aktuell mit einem Punkt Rückstand auf Kickers Obertshausen auf Tabellenplatz zwei, hat aber eine Partie weniger als die Schwarz-Weißen absolviert. Am Mittwoch (19.45 Uhr) steht für die SGR ein schweres Auswärtsspiel an. Beim Tabellenvierten SG Nieder-Roden. Mit Trainer Tevfik Kilinc.

„Das Spiel haben sich die Jungs verdient“, sagt Kilinc mit Blick auf die jüngsten Leistungen der Sportgemeinschaft. Sechs Siege aus sieben Begegnungen, dazu ein Unentschieden gegen die Sportfreunde Seligenstadt. „Wir waren in den vergangenen Wochen sehr gut unterwegs“, ist Kilinc zufrieden. Persönlich sieht er in seiner ruhigen Art dem Knallerspiel gegen seinen Ex-Kub entspannt entgegen: „Ich hatte dort schöne sechs Jahre und weiterhin Kontakt zu einigen Spielern.“ Am Mittwoch aber ruht für 90 Minuten die Freundschaft, da will er mit der Sportgemeinschaft die nächsten drei Punkte holen – was den Ambitionen der Offenbacher einen gewaltigen Dämpfer versetzen würde.

„Das ist schon ein anderes Kaliber als die, die wir meist in den vergangenen Wochen hatten“, stellt Kilinc die Rosenhöhe mit den Sportfreunden Seligenstadt auf eine Stufe: „Das sind die beiden Meisterschaftsfavoriten.“

Die Nieder-Rodener freuen sich auf das Flutlichtspiel unter der Woche. „Wir werden sicherlich wieder einige Veränderungen vornehmen“, erklärt Kilinc, „das hat nichts mit der Leistung, sondern mit der Belastungssteuerung zu tun“. So saßen beim jüngsten 2:1-Sieg in Langen in Nicolai Ermert (nach einer Stunde eingewechselt) und Matei Demirtas (80.) etablierte Kräfte lange Zeit auf der Bank. Personell schöpft die Sportgemeinschaft nahezu aus dem Vollen. „Das ist ein echtes Luxusproblem“, meint Kilinc. Und das ist so groß, dass Pascal Schwäbe zuletzt in der zweiten Mannschaft kickte – auf dem Spielberichtsbogen der ersten war kein Platz mehr frei.

Punktgleich mit den Nieder-Rodenern liegen die Sportfreunde Seligenstadt auf Platz drei. In einem weiteren Kreisderby erwarten die Seligenstädter am Mittwoch bereits um 19.30 Uhr den VfB Offenbach, der nach der 2:5-Heimpleite gegen Gedern etwas gutzumachen hat. Seligenstadts Abteilungsleiter Sven Kittler sagt: „Wir werden den VfB nicht unterschätzen, auch wenn die Offenbacher gerade keinen guten Lauf haben. Ich denke, dass wir wieder alle Mann an Bord haben, wir wollen die drei Punkte an der Aschaffenburger Straße behalten. Die Freundschaft zu Andreas Griesenbruch ruht für 90 Minuten, dann hoffe ich aber noch auf zwei, drei gesellige Stunden hier bei uns in Seligenstadt.“ Der 54 Jahre alte Griesenbruch, der Vorsitzende des VfB Offenbach, stand in der damaligen Landesliga Süd viele Jahre im Tor der „Roten“ und hat immer noch einen sehr guten Draht in die Einhardstadt.

Und noch ein drittes Offenbacher Kreisderby steht zur gleichen Zeit an: Der 1. FC Langen erwartet Spitzenreiter Kickers Obertshausen. nach drei Auswärtsspielen hintereinander (sechs Punkte) genießt die junge Club-Mannschaft zum zweiten Mal hintereinander Heimvorteil. Favorit aber sind die Kickers, die nach dem jüngsten 3:0-Sieg gegen den SVG Steinheim weiter ganz oben auf der Erfolgswelle schwimmen. „Das ist eine ganz schwere Aufgabe“, sagt FCL-Trainer Marco Betz, „das Kickers-Team ist über Jahre zusammengewachsen. Defensiv war es schon immer gut, jetzt schießt es auch noch Tore.“ Mit aktuell zwölf Punkten sieht er seine Mannschaft „im Soll. Die Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich besser“, erkennt Betz Fortschritte.

Die Partie gegen Obertshausen ist für den FCL aber eher ein Zubrot, im Oktober folgen dann die wichtigen Begegnungen: Nicht nur gegen die Tabellennachbarn VfB Oberndorf und SG Marköbel, sondern auch gegen die Kellerkinder aus Gedern und Nidda sowie gegen die Hessenliga-Reserve des FC Hanau 93. Dann muss der FCL die nötigen Punkte holen, um einen entscheidenden Schritt in Richtung Klassenerhalt zu machen. „Im Oktober können wir uns von den unteren Plätzen absetzen oder sind schnell wieder unten mit dabei. Da werden die Weichen gestellt“, sagt Betz.  leo/app

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