3. LIGA Rodgauerinnen holen mit 21:18 gegen Ober-Eschbach erste Punkte

Mit Kampf und Emotionen zum Sieg

Flugeinlage im Rodgau: Laura Keller (vorne) steuerte drei Tore zum 21:18-Heimsieg der HSG Rodgau Nieder-Roden gegen die TSG Ober-Eschbach bei. Angela Petrovska (hinten) kann in dieser Szene nicht mehr eingreifen. Foto: eyßen

Nieder-Roden – Besser hätte das erste Drittliga-Heimspiel in der Historie der Handballerinnen der HSG Rodgau Nieder-Roden nicht laufen können: Gegen die TSG Ober-Eschbach feierten die Baggerseepiratinnen einen verdienten 21:18 (14:9)-Sieg. VON PATRICK LEONHARDT

„Das war eine richtig gut erste Hälfte“, freute sich Trainer Matthias Jünger, „wir waren sehr stark in der Abwehr.“ Und wenn die Gäste aus dem Bad Homburger Stadtteil doch mal eine Lücke fanden, stand da noch eine herausragende Julia Kretschmer zwischen den Nieder-Rodener Torpfosten. Im Angriff ließen die Gastgeberinnen allerdings einige Chancen aus, „zur Pause wäre sogar eine noch höhere Führung möglich gewesen“, meinte Jünger.

In der ausgeglichenen Startphase glich Nieder-Roden vor 120 Zuschauern viermal einen Rückstand auf, ehe Janina Hess den Aufsteiger in der zwölften Minute erstmals in Führung brachte. Bis zum 8:7 blieben die Gäste dran, dann setzte sich Nieder-Roden langsam ab. Wenige Sekunden vor dem Pausenpfiff erhöhte Jana Heßler auf 14:8, ehe Ober-Eschbach mit der Halbzeit-Sirene noch das 14:9 gelang.

Nach dem Seitenwechsel kämpften sich die Gäste mit einem 3:0-Lauf schnell wieder in die Partie. „Da waren wir nicht mehr ganz so sicher wie in der ersten Hälfte“ stellte Matthias Jünger fest. Die TSG nahm Nieder-Rodens Jana Heßler – mit sechs Treffern die erfolgreichste Torschützin der Rodgauerinnen in dieser Partie – in Manndeckung, „damit hatten wir ein bisschen Probleme“, gab der Nieder-Rodener Trainer zu. Doch nachdem Ober-Eschbach sechs Minuten vor Spielende auf 19:18 verkürzt hatte, ließ die HSG nichts mehr anbrennen, erzielte im emotionalen Schlussspurt noch zwei Treffer zum viel umjubelten ersten Saisonsieg. Da störte es auch niemanden, das Jugendspielerin Christine Burgard in der letzten Sekunde noch einen Siebenmeter vergab.

„Das war ein Spiel, das wir über die Emotionen und den Kampf gewonnen haben. Wir haben in der zweiten Hälfte viele technische Fehler und uns damit das Leben selbst schwer gemacht“, meinte Matthias Jünger. „Wichtig aber war, im ersten Heimspiel die ersten beiden Punkte zu holen.“ So kann es für den Aufsteiger in den kommenden Partien gerne weitergehen.

Dennoch ist der HSG-Trainer nicht unglücklich, dass seine Mannschaft erst in drei Wochen wieder gefordert ist. „Die Pause tut uns gut, da können wir in Ruhe nochmals auf die ersten beiden Partien zurückschauen“, sagt Jünger. Das Gastspiel der Nieder-Rodenerinnen beim HV Chemnitz wurde von Anfang Oktober auf Mitte November verlegt, sodass die HSG in der Begegnung gegen den SC Markranstädt am Samstag, 12. Oktober, erneut Heimrecht genießt.

Spielfilm: 2:2 (7.), 5:5 (13.), 7:5 (17.), 8:7 (21.), 11:7 (25.), 14:9 - 14:12 (38.), 16:15 (48.), 19:16 (53.), 19:18 (55.), 21:18

Zeitstrafen: 1:5 - 7m: 1/2 - 0/3

HSG Rodgau Nieder-Roden: Kretzschmer, Vogt, Neubauer; Burgard (1), Bretz (3), Portakal (1), K. Keller (2), Bulic, Gotta (1), Koss, Magnago (2), L. Keller (3), Stöhrer, Göbel (1), Hess (1) Heßler (6/1)

Quelle: op-online.de

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