Kampkas Tore fallen zu spät

Dieburg (jd) ‐ Der SC Hassia Dieburg tritt in der Fußball-Gruppenliga auf der Stelle – zumindest im Hinblick auf die Tabellensituation.

Mit regelmäßigen Heimsiegen und regelmäßigen Punktverlusten auf fremdem Platz wird es am Ende bestenfalls auf den von Trainer Michael Motz angepeilten siebten Tabellenplatz hinauslaufen, mit dem im Verein aber die meisten auch zufrieden wären. Und dennoch wird man das Gefühl nicht los, der Sportclub vergebe gerade auswärts immer wieder eine noch bessere Platzierung. Auch am Sonntag gab es mit dem 2:3 beim FC Fürth eine Niederlage jenseits des Wolfgangshäuschens. Im Odenwald zeigte das Motz-Team zwar eine bessere Leistung als beim 1:1 in Dornheim, konnte im Torabschluss aber nicht an das gute 5:2 gegen Lampertheim anknüpfen.

Von Beginn an war wenig davon zu sehen, dass Fürth in dieser Saison erst einmal verloren hat und in der Rangliste vor der Hassia steht. Dieburg machte das Spiel, war in den Augen von Sprecher Hans-Joachim Enders „klar die bessere Mannschaft“. Im ersten Abschnitt hätte Pierre Kampka für die Führung sorgen können, zudem wurde ein Kopfball von Maurice Fleck von der Linie geklärt. „Fürth hat fast nur gemauert und immer mit fünf, sechs Leuten hinten drin gestanden“, beschrieb Enders die weitestgehend destruktive Spielweise des FC. Auf dem Kunstrasenplatz, der die Naturrasen gewohnten Dieburger jedoch nicht vor Probleme stellte, spielte den Fürthern zudem die frühe 1:0-Führung nach nur fünf Minuten in die Karten. „Der Gegner hat das danach unansehnlich, aber mit Erfolg gemacht“, so Enders.

Die Dieburger Moral wurde am Ende nicht belohnt

Was sich auch im zweiten Abschnitt nicht änderte: Die Odenwälder erhöhten nach einem Konter auf 2:0 (57. Spielminute), später gar auf 3:0 (81.). Selbst dann gaben sich die Dieburger aber nicht auf: Zunächst verkürzte Pierre Kampka auf 1:3 (85.), anschließend gelang dem Stürmer noch das 2:3 (88.). Die Moral wurde zwar nicht mehr belohnt, weil die Fürther im entscheidenden Moment immer wieder ein Bein zwischen Tor und Ball bekamen. Die gute Einstellung bei einem Gegner aus dem erweiterten Spitzenkreis wollte Sprecher Enders den Blau-Weißen aber nicht absprechen.

Der zur Pause ausgewechselte Innenverteidiger Daniel Christ wird in der nächsten Partie gegen Germania Pfungstadt (Sonntag, 15 Uhr, auf dem Sportgelände am Wolfgangshäuschen) wieder auflaufen können. Er musste nach 45 Minuten wegen Magenproblemen vom Spielfeld. Mit Pfungstadt kommt ein dicker Brocken nach Dieburg: Die Germania blieb bisher insgesamt zwar hinter den Erwartungen zurück, schlug am Sonntag jedoch den SV Münster mit 7:2. Münster ist der übernächste Gegner des SC Hassia – diese Partie findet bereits an einem Samstag (9.10.) am Münsterer Mäusberg statt.

Die Aufstellung des SC Hassia: Sascha Krichbaum – Mats Böttler, Maurice Fleck, Daniel Christ, Benjamin Kampka – Mark Braun, Alex Gerlitz, Torsten Schnitzer, Mustafa Zeyrek – Salvatore Miseri, Pierre Kampka (Gaetano Sirna, Mehmet Yakut).

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