3. LIGA HSG Rodgau verspielt 23:19-Führung

Kein Sieger beim Henkel-Comeback

Den einen Punkt gegen die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II hatten die Rodgauer vor allem Torwart Marco Rhein zu verdanken. Foto: eyßen

Nieder-Roden – „Das war ein sehr komplizierter Tag“, meinte Jan Redmann, Trainer beim Handball-Drittligisten HSG Rodgau Nieder-Roden nach dem 23:23 (11:11) gegen die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II. Mit 5:1 Punkten bleiben die Nieder-Rodener in der 3.

Liga Mitte aber ungeschlagen und mischen weiterhin in der Spitzengruppe mit.

Weil Philip Wunderlich und Philipp Keller (krankheitsbedingt) nicht zur Verfügung standen, saß Routinier Tim Henkel (obwohl gesundheitlich angeschlagen) knapp vier Monate nach seinem Karriereende wieder auf der Bank der Gastgeber – und musste nach der Roten Karte für Benjamin von Stein (51., dritte Zeitstrafe) tatsächlich wieder ran. „Das war von null auf 100 und wieder auf null“, erklärt Redmann, dass das Comeback des Linkshänders eine einmalige Sache war.

Und trotz aller Personalsorgen lag für die Baggerseepiraten der dritte Saisonsieg greifbar nahe, denn vier Minuten vor Spielende sahen die Nieder-Rodener bei einer 23:19-Führung schon wie der sichere Sieger aus. Doch im Endspurt trafen die Gastgeber das Tor nicht mehr, die Mittelhessen, mit nur acht Feldspielern im Kader nach Nieder-Roden gekommen, glichen noch aus. In der Schlussminute vergaben beide Seiten noch eine Großchance, „am Ende müssen wir froh sein, dass uns Marco Rhein den Punktgewinn festhält“, sagte Redmann.

Ganz zufrieden war der HSG-Trainer allerdings nicht: Wir waren kopfmäßig nicht so da, wie in den vergangenen Wochen. Und wir haben unsere Torchancen nicht gut genutzt.“ beim 18:16 vergaben die Nieder-Rodener vier Konterchancen hintereinander – die Wetzlarer Bundesliga-Reserve traf in dieser Phase allerdings auch das Tor nicht – und damit eine mögliche Vorentscheidung. Wobei die Mittelhessen in Anadin Suljakovic, 2019 mir der katarischen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Deutschland und Dänemark im Einsatz, einen Torhüter der Extraklasse zwischen den Pfosten hatten. „Das Unentschieden ist letztlich ein gerechtes Ergebnis, denn wir haben gegen seinen sehr disziplinierten und guten Gegner gespielt“, meinte Redmann.

Spielfilm: 1:2 (4.), 3:2 (9.), 4:5 (15.), 7:5 (18.), 9:9 (25.), 11:11 – 16:14 (35.), 18:18 (46.), 20:19 (51.), 23:19 (56.), 23:23

Zeitstrafen: 5:4 - 7m: 2/3 – 2/4 – Rote Karte: von Stein (Nieder-Roden, 51., 3. Zeitstrafe), Werth (Dutenhofen, 51., 3. Zeitstrafe)

HSG Rodgau Nieder-Roden: Rhein, Weiß; Henkel, Wesp (1), von der Au (1), Schultheis, Kohlstrung (5/2), Stenger (2), Hofferbert (4), von Stein (2), Hoddersen (4), Schopper (2), Sinnecker (2)  leo

Quelle: op-online.de

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