Wie schon 2008 endete auch 2009 beim SC Hassia mit einem personellen Paukenschlag.

Klassenerhalt für beide Teams am realistischsten

Dieburg ‐ Welch Parallele zum Jahr davor - auch 2009 endete beim SC Hassia Dieburg wie schon 2008 mit einem personellen Paukenschlag: der Trennung zwischen dem Sportclub und Trainer Jürgen Rödler, auf die auch noch der Rücktritt von Coach Daniel Rödler folgte. Übrig vom Dreier-Gespann auf der Trainerbank blieb am Ende lediglich Michael Motz, der den Fußball-Gruppenligisten in der Rückrunde in alleiniger Regie betreuen wird (der DA berichtete). Von Jens Dörr

Ähnlich und doch wieder nicht – mit Karlheinz Pingel und Jürgen Rödler gingen zwar jeweils zwei erfahrene, angesehene Fußball-Trainer. Pingel indes hatte weniger Rückhalt verspürt in Mannschaft und Umfeld als Rödler. Die sportliche Lage Ende 2008 war mit einem Platz an der Tabellenspitze der Kreisoberliga zwar in Ordnung gewesen, die Leistungen und Spielweise insbesondere kurz vor der Winterpause hatten aber Anlass zur Sorge gegeben, der von fast allen als selbstverständlich betrachtete Aufstieg in die Gruppenliga könne vielleicht nicht gelingen. Tat er in der Rückrunde unter dem neu angetretenen Duo Daniel Rödler/Michael Motz dann aber, im Zuge dessen stabilisierten sich auch die Leistungen.

Neu angekommen in der Gruppenliga vollführte die Mannschaft des 1913 gegründeten Vereins nochmals eine ansehnliche sportliche Entwicklung – fast ohne Neuzugänge. Mit Platz sechs und satten 26 Punkten wurde in der Hinrunde der Saison 2009/2010 eine Basis für den Klassenerhalt gelegt, zwischenzeitlich ließ gerade die Heimstärke der Blau-Weißen sogar auf Relegationsplatz zwei hoffen. Der dürfte es in der Rückrunde nicht mehr werden, nach hinten ist zudem noch Aufpassen angesagt. Nichtsdestotrotz wäre inzwischen alles andere als der Klassenerhalt oder gar der einstellige Tabellenplatz eine Enttäuschung, auch für das kritische Hassia-Umfeld.

Einen Neuzugang wird es voraussichtlich geben in der Gruppenliga-Mannschaft, der aus derselben Spielklasse kommen soll. Zudem möchte Trainer Michael Motz in der Rückrunde drei A-Jugendlichen eine Chance im Kader geben, die jeweils 18 werden und dann spielberechtigt sind bei den Aktiven. Als Abgänge in der Winterpause stehen bislang nur Timo Rödler und Engin Can eindeutig fest. Stanislav Hubinsky könnte folgen, von ihm lag bis Weihnachten aber noch keine offizielle Abmeldung vor. Alle weiteren Vermutungen, wer vielleicht auch wegen der Trainerentscheidung des Hassia-Vorstands den Verein ebenfalls im Winter verlassen könnte, entbehren noch der letzten Sicherheit. Wohl wissend bei manchem Spieler, dass der Wechsel in der Winterpause auch an eine Freigabe durch den alten Verein geknüpft ist, ohne die ein Spieler zunächst nicht im Punktspielbetrieb eingesetzt werden darf.

Während sich in der ersten Mannschaft trotz des sportlichen Erfolgs gen Winterpause Spannungen aufbauten, machte die zweite Mannschaft des SC Hassia in der Kreisliga B mit fortschreitender Dauer einen immer harmonischeren Eindruck. Die Trainer Olaf Vogel und Mario Schmitgen konnten schließlich auch aus einem etwas größeren Spieler-Pool schöpfen als noch zu Saisonbeginn. Entsprechend sammelte das Team, im Sommer noch aus der A-Liga abgestiegen, vor allem im Herbst Punkt um Punkt. Nach unten dürfte nicht mehr viel passieren, zumindest auf Platz zwei schielt der eine oder andere Dieburger noch. Im Wissen, dass es am realistischsten ist, am Ende der Runde bei beiden Hassia-Mannschaften weder einen Aufstieg feiern zu dürfen noch einen Abstieg betrauern zu müssen.

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