OFC-U17 unterliegt in der Bundesliga Eintracht Frankfurt mit 2:6

Klassenunterschied im Derby

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Fast immer einen Schritt schneller: Eintracht-Kapitän Sahverdi Cetin (Mitte) zieht am Offenbacher Jakob Lemmer vorbei. Am Boden: Okan Erdogan. Weitere Motive in der Galerie.  

Offenbach - Das Wiedersehen mit seinem Ex-Verein hatte sich Leonard Caic anders vorgestellt. Der neue Trainer der U17 der Offenbacher Kickers und sein Team wollten die Frankfurter Eintracht im Bundesliga-Derby ärgern. Doch noch dem Spiel war es Caic, der sich ärgerte. Von Christian Düncher 

Der Rahmen passte. Rund 250 Zuschauer waren an den Wiener Ring gekommen, um sich das vorerst letzte Duell der U17-Mannschaften von Kickers Offenbach und Eintracht Frankfurt anzusehen. Geboten bekamen sie unter anderem acht Tore, aber ungleich verteilt. Nach der 0:5-Pleite aus dem Hinspiel kam der OFC auch im zweiten Duell unter die Räder, verlor mit 2:6 (1:4) und bleibt damit abgeschlagener Letzter. In der Hessenliga geht es dann kommende Saison nur noch gegen die U16 der Eintracht.

Leonard Caic, als Spieler einst selbst für die Eintracht aktiv, war nach seinem zweiten Pflichtspiel als OFC-Trainer die Ernüchterung anzumerken. „Schade, wir waren auf einem guten Weg“, sagte er mit Blick auf die 1:3-Niederlage bei 1899 Hoffenheim, als man beim Stand von 1:2 einen Elfmeter vergeben und erst in der letzten Minute das 1:3 kassiert hatte. Im Derby waren die Kickers nun allerdings meilenweit von einem Punktgewinn entfernt.

„Die Eintracht war Herr in unserem Haus. Am Ende hätten sie uns sogar abschießen können“, bilanzierte der Kickers-Trainer. Einen Sieg hatte Caic zwar nicht erhofft, aber mehr Gegenwehr. „Wir wussten, dass wir nicht deren Qualität haben. Daher war es unser Ziel, ihnen in den Zweikämpfen wehzutun und sie zu ärgern“, betonte er. Die Mannschaft sei vor dem Spiel auch „sehr motiviert“ gewesen. „Auf dem Platz sah es anders aus. Wir haben ihnen die ersten drei Tore geschenkt.“

Bilder zum Spiel:

OFC verliert deutlich gegen Eintracht Frankfurt: Bilder

Beim 0:1 spazierte der vor der Saison vom OFC zur Eintracht gewechselte Mischa Häuser unbedrängt durch die Abwehr. Beim 0:2 patzte Torwart Marvin Gärtner (wie auch später beim 1:6) und beim 0:3 ließen die Kickers Sahverdi Cetin gewähren. Die Hoffnung nach dem 1:3 von Jakob Lemmer währte auch nur kurz, weil drei Minuten später das nächste Gegentor fiel. „Ich werde in der Halbzeit selten laut, diesmal bin ich es aber geworden“, sagte Caic. „Die zweite Hälfte war zwar besser, aber wir haben einfach nicht die Einstellung zum Spiel gefunden. Ich weiß nicht, warum. Der Faschingsdienstag sollte eigentlich frei sein, ist es jetzt aber nicht mehr. Wir haben einiges aufzuarbeiten. Das war in gewisser Weise ein Klassenunterschied.“

OFC: Gärtner - Nopp, Schäfer (58. Filipovic), Veleanu (67. Wehner), Lau, Yilmaz - Erdogan (48. Hein), Garic, Klopstock (23. Krasniq), Lemmer - Limani

Eintracht: Stirl - Amoah, Burger (69. Weinhardt), Safaridis - Azaouaghi, Aral, Cetin (55. Siebert), Neves - Häuser (55. Karaahmet), Finger, J. Kabuya (61. Barlik)

Tore: 0:1 Häuser (14.), 0:2 J. Kabuya (21.), 0:3 Cetin (27.), 1:3 Lemmer (32.), 1:4 J. Kabuya (35.), 1:5 Karaahmet (56.), 1:6 Oliveira (66.), 2:6 Krasniq (70.)

Die Fotos zum Hinspiel:

Eintracht Frankfurt gewinnt deutlich gegen OFC: Bilder

Quelle: op-online.de

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