HSG Nieder-Roden

Kollektiver Blackout nach der Pause

Köthen (leo) ‐ Nach einem Einbruch Mitte der zweiten Hälfte bezogen die Handballer der HSG Nieder-Roden in der 3. Liga mit dem 23:31 (14:11) bei der HG 85 Köthen am fünften Spieltag erstmals eine deutliche Niederlage. „Wir haben eine sehr junge Mannschaft, da kann das passieren“, nahm Nieder-Rodens Spielertrainer Alexander Hauptmann seine Truppe allerdings in Schutz.

Denn nach leichten Startschwierigkeiten glichen die Nieder-Rodener nach 20 Minuten zum 8:8 aus, gingen dann, bedingt durch eine herausragende Leistung von Torhüter Marco Rhein, dessen Rotsperre abgelaufen war, sogar in Führung. „Von der Körpersprache her hätte ich nicht gedacht, dass Köthen nochmals zurückkommt“, sagte Hauptmann. Doch plötzlich legten die Sachsen-Anhaltiner eine Leidenschaft und kämpferische Einstellung an den Tag, die die HSG spürbar überraschte. „Köthen war aggressiver in der Abwehr, wir haben zu oft quer gespielt“, erkannte Hauptmann. „Wir waren nach der Pause nicht mehr in der Lage, das Spiel in die Hand zu nehmen. Das war ein kollektiver Blackout.“ Mit fünf Tempogegenstößen zogen die Hausherren von 20:20 auf 26:20 davon, anschließend gaben sich die Nieder-Rodener auf. Von den folgenden fünf Angriffen brachte die HSG nur einen zum Abschluss, viermal ging der Ball verloren, Torhüter Marco Rhein war in dieser Phase ganz auf sich alleine gestellt.

Als Rückschritt wertete Hauptmann die Niederlage nicht, stellte aber fest: „Das ist ein Spiegelbild unserer bisherigen beiden Auswärtsspiele. Wir haben immer in Führung gelegen.“ Doch gerade in Köthen fehlte spürbar ein Spieler, der das Heft in die Hand nimmt und die junge Mannschaft führt. Weiteres Manko: Aus dem Rückraum ging fast gar nichts, die Tore fielen vor allem über die Außen. Stefan Seitel und Timo Kaiser erzielten 18 der 23 Nieder-Rodener Tore.

Spielfilm:2:2 (5.), 4:2 (10.), 6:4 (15.), 8:8 (20.), 9:12 (26.), 11:12 (29.), 11:14 - 15:15 (36.), 17:19 (41.), 20:20 (44.), 26:20 (51.), 28:21 (55.)

Zeitstrafen: 7:4 - 7m:2/2 - 4/6

HSG:M. Rhein (1. - 52.), Höschler (52. - 60.); Seitel (7), Kegelmann (1), Schmid (2), Weidinger, Etzel, Breiler, Lang, Kaiser (11/4), Rinschen, Keller (1), Prinz (1), Christoffel

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare