Abstieg auch bei Abbruch

Fußball im Kreis Offenbach mit Hin- und Rückrunde

Zuhören mit Abstand. Rund 70 Vereinsvertreter aus dem Kreis Offenbach kamen zum Meinungsaustausch mit dem Kreisfußballausschuss auf die Rosenhöhe.
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Zuhören mit Abstand. Rund 70 Vereinsvertreter aus dem Kreis Offenbach kamen zum Meinungsaustausch mit dem Kreisfußballausschuss auf die Rosenhöhe.

Rund 70 Vereinsvertreter trafen sich unter der Woche auf dem Sportgelände des Gruppenligisten SG Rosenhöhe zu einem Meinungsaustausch mit den Vertretern des Offenbacher Kreisfußballausschusses.

Offenbach - Am Dienstag, 11. August, findet in Steinberg bei Türkgücü Dietzenbach die Hinrundenbesprechung der Offenbacher Kicker statt, nach Rücksprache mit den Vereinen kann der Kreisfußballausschuss nun die Spielzeit 2020/2021 planen.

Demnach startet die Kreisoberliga mit 18 Mannschaften in die Saison. In den A-Ligen spielen jeweils 16 Mannschaften um Punkte, in den B-Ligen nur 13 beziehungsweise 14. Für die C-Liga haben sich 35 Teams gemeldet. Die Vertreter der C-Ligen sprachen sich mit 11:9 Stimmen für eine Saison mit Hin- und Rückrunde und somit gegen eine einfache Runde aus. Mit 14:11 stimmten die C-Ligisten für eine Einteilung der 35 Mannschaften in zwei Ligen und nicht in drei. Auch alle übrigen Offenbacher Klassen spielen eine Hin- und Rückrunde aus.

„Wir wissen nicht, ob wir die Saison zu Ende spielen können, oder ob sie durch Corona wieder abgebrochen wird“, warnte Kreisfußballwart Jörg Wagner. Sollte die Saison erneut durch die Pandemie vorzeitig beendet werden, steigen die Mannschaften auf den hinteren Plätzen ab. In der Kreisoberliga sind das drei oder vier, das hat der Kreisfußballausschuss noch nicht endgültig festgelegt. Aus den A- und B-Ligen steigt nur der Letztplatzierte ab. Die Punktrunde im Kreis Offenbach startet am Wochenende 5./6. September, nach der Winterpause (ab 14. Dezember) geht es am 7. März weiter, der letzte Spieltag ist für den 13. Juni 2021 terminiert. Während der Hessische Fußballverband ab der Kreisoberliga keine Aufstiegsrunden vorsieht, sprachen sich die Offenbacher Vertreter für eine Relegation auf Kreisebene aus.

Wichtiger Diskussionspunkt auf der Rosenhöhe war auch das neue Hygienekonzept des Hessischen Fußballverbandes, das an die Vereine eine Reihe von Herausforderungen stellt, wie etwa die Einteilung der Sportstätten in drei Zonen (Innenraum/Spielfeld, Umkleide- und Publikumsbereich). Auf die Vereine kommt ein deutlich erhöhter Zeitaufwand zu, außerdem wird mehr Personal benötigt (Reaktionen siehe unten auf dieser Seite). „Abstandsregeln und das Tragen von Masken sind weiterhin die wichtigsten Maßnahmen, um sich zu schützen“, betont der stellvertretende Kreisfußballwart Thomas Geiß. „Nutzt die Freundschaftsspiele, um die Vorgaben zu testen“, empfiehlt Geiß den Vereinen. Eine Änderung gab es allerdings bereits: Die festgelegte Zahl von 250 Beteiligten an einer Veranstaltung (Spieler, Offizielle, Schiedsrichter, Zuschauer) bezieht sich auf jedes einzelne Spiel, nicht auf eine einzelne Veranstaltung wie ein Turnier. „Und wenn Corona etwas gebracht hat“, schmunzelt Geiß, „dann die Abschaffung der Auswechselkärtchen.“ Denn die waren im Kreis Offenbach seit vielen Jahren ein Grund für reichlich Diskussionsstoff. Eines stellt Kreisfußballwart Wagner aber klar: „Ohne die Vorlage eines genehmigten Hygienekonzepts des Heimvereins, einen Hygienebeauftragten und die Teilnahme am Online-Seminar ,Sichere Rückkehr in den Spielbetrieb‘ sind keine Freundschaftsspiele möglich.“

(Von Patrick Leonhardt)

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