Mit Thomas Werner auf dem Weg in die Kreisliga A Dieburg

KSV Urberach führt Tabelle dank Treffsicherheit des Zugangs an

Thomas Werner (Zweiter von links), hier im Zusammenspiel mit Farugie Arieja, hat bereits 16 Tore für den KSV Urberach erzielt. Christian Mohr (hinten) und Florian Tekin sind mit Kickers Hergershausen in der Verfolgerrolle. J   Foto: Eyßen
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Thomas Werner (Zweiter von links), hier im Zusammenspiel mit Farugie Arieja, hat bereits 16 Tore für den KSV Urberach erzielt. Christian Mohr (hinten) und Florian Tekin sind mit Kickers Hergershausen in der Verfolgerrolle.

Rödermark -  Der KSV Urberach ist in der Fußball-Kreisliga B Dieburg als Spitzenreiter in die Winterpause gegangen. Da der Tabellenzweite Kickers Hergershausen nur einen Punkt zurückliegt und zudem eine Partie weniger absolviert hat, geht es sehr eng zu. Die Chancen auf den direkten Wiederaufstieg in die A-Liga stehen für Urberach dennoch gut. Von Sascha Eyßen

Einen ordentlichen Anteil an der starken Saison des KSV hat Thomas Werner, mit 16 Treffern bester Torschütze der Mannschaft. Lediglich Sickenhofens Adam Michalczenia (17) hat in der B-Liga mehr Tore erzielt. Und das, obwohl Thomas Werner quasi einen Kaltstart hingelegt hat und wegen einiger Verletzungen von den 18 Spielen nur 13 absolviert hat. „Wenn er spielt, dann trifft er oft auch doppelt“, sagt KSV-Spielertrainer Emil Husser.

Eine Saisonvorbereitung hat Thomas Werner nicht absolviert. Der 32-Jährige, der früher in Rheinland-Pfalz Bezirksliga spielte und in Hessen für Viktoria Griesheim II aktiv war, hatte mehr als eineinhalb Jahre Fußballpause gemacht. Im Oktober vergangenen Jahres war er nach Urberach gezogen. Eigentlich wollte er gar nicht mehr spielen, aber Arbeitskollege Daniel Kötting, der mittlerweile für die Reserve des KSV aufläuft, ermunterte ihn im vergangenen Sommer zu einem Trainingsbesuch. Kurz darauf gab Werner am ersten Spieltag der D-Liga sein Debüt in der zweiten Mannschaft des KSV. Es blieb sein bislang einziger Auftritt in dieser Klasse, denn KSV-Spielertrainer Emil Husser benötigte den neuen Mann in der ersten Mannschaft in der Kreisliga B.

Ohne Vorbereitung wurde Werner gleich zum Leistungsträger in der ersten Mannschaft. Und das nicht nur ohne Saisonvorbereitung, sondern auch noch auf einer für ihn ungewohnten Position. In seiner bisherigen Laufbahn im Mittelfeld beheimatet, wurde Thomas Werner von Emil Husser zum Stürmer umfunktioniert. Mit durchschlagendem Erfolg.

„Vor der Saison hatte ich mir vielleicht zehn Tore zum Ziel gesetzt“, erinnert sich Werner. Diese Quote hat er bereits jetzt deutlich übertroffen, auch wenn es zwischendurch mal am Knöchel und an der Leiste zwickte. Wenig verwunderlich, bei fast komplett fehlender Vorbereitung. „Daher freue ich mich auf die Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte. Unser Ziel ist es jetzt natürlich, vorne zu bleiben“, berichtet Thomas Werner. Die Voraussetzungen seien gut, in der Mannschaft stimme es. „Wir sitzen auch nach dem Spiel noch zusammen und maulen uns auch nicht an, wenn es mal nicht läuft“, ergänzt er.

Im guten Klima innerhalb der Mannschaft sieht Spielertrainer Emil Husser, der bislang zehn Treffer erzielte, ebenfalls eines der Erfolgsgeheimnisse. „Die Stimmung ist auch im Training top, die Spieler sind mit Spaß bei der Sache“, berichtet der KSV-Trainer.

Die Urberacher, so ihr Trainer, haben noch keinen Platzverweis kassiert. 14 seiner 18 Spiele hat der KSV, der in den vergangenen Jahren in der Kreisliga A immer gegen den Abstieg kämpfte, gewonnen. Niederlagen gab es nur am zweiten Spieltag beim 1:3 beim TSV Klein-Umstadt sowie im letzten Spiel vor der Winterpause beim 1:3 beim Tabellendritten SG Niedernhausen/Rohrbach. „Wir haben bislang eine gute Runde gespielt. Das haben uns wenige zugetraut, die meisten hatten andere Favoriten auf dem Schirm“, ist Emil Husser zufrieden.

Die Mannschaft sei stärker besetzt als zuletzt in der A-Liga, meint der Trainer, der unter anderem die Zugänge Alisan Bayraktaroglu (Viktoria Urberach II) und Mergim Zekaj (TS Ober-Roden II) hervorhebt. Für die zweite Saisonhälfte hat sich der KSV weiter verstärkt. Von Ligakonkurrent TG Ober-Roden kommt Ibrahim Colak, der auch bereits elf Tore erzielt hat, zum KSV.

Bilder: Urberach besiegt Spitzenreiter Hergershausen

Die Urberacher freuen sich, dass sie endlich mal Erfolge am Stück feiern können. Sie haben jetzt schon so viele Punkte wie in den vergangenen beiden Spielzeiten in der Kreisliga A zusammen. „Klar ist unser Ziel nun, aufzusteigen, und vielleicht auch Meister zu werden“, berichtet Emil Husser. Vieles deutet auf einen Zweikampf zwischen Urberach und Hergershausen bis zum Saisonende hin, auch wenn Husser auch Niedernhausen/Rohrbach bei acht Punkten Rückstand im Meisterschaftskampf nicht abgeschrieben hat. Wahrscheinlicher ist aber ein echtes „Endspiel“ am letzten Spieltag am 26. Mai: Dann treffen Kickers Hergershausen und der KSV Urberach aufeinander. Das Hinspiel gewann Urberach knapp mit 2:1.

Quelle: op-online.de

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