Spielrhythmus entscheidet das Finale

Kreispokal: „Tolle Atmosphäre“ am Buchenbusch erwartet

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Ein Bild aus der Halbfinal-Partie zwischen der TSG und den Sportfreunden Seligenstadt.

Neu-Isenburg - Seit dem 2:0 Pokaltriumph der TSG Neu-Isenburg gegen den Hessenligisten Sportfreunde Seligenstadt am 19. März gibt es in Neu-Isenburg kein anderes Thema mehr: Das Kreispokalfinale zwischen der TSG und der Spielvereinigung 03, die sich bereits einen Tag vorher für das Endspiel qualifiziert hatte.

 Heute, 20 Uhr, stehen sich beide Neu-Isenburger Mannschaften am Buchenbusch gegenüber. Ein Spielort mit Vergangenheit – für beide Vereine. Bereits 1948 wurde dort ein neuer Rasenplatz fertiggestellt – und war fortan die sportliche Heimat der 03er, ehe das Gelände in den 70er Jahren an die Stadt verkauft wurde. Fortan ging die Spielvereinigung im Sportpark auf Torejagd. Später kickte die TSG am Buchenbusch und baute dort in den 90er Jahren auch ihr neues Vereinsheim.

Lesen Sie dazu auch das Interview mit den beiden Kapitänen.

Einer der wohl größten Augenblicke am Buchenbusch: 1957 erreichten die 03er gegen den späteren DFB-Pokalsieger Bayern München in der ersten Qualifikationsrunde ein 2:2 nach Verlängerung, das Rückspiel verloren sie mit 0:4. Nun will der Verbandsligist an alter Wirkungsstätte an alte Erfolge anknüpfen und den Kreispokal holen. „Das ist mit Sicherheit kein Zwei-Klassen-Unterschied“, sagt 03-Trainer Peter Hoffmann mit Blick auf den Offenbacher Kreisoberliga-Spitzenreiter. „Ich erwarte eine tolle Atmosphäre, entscheidend wird sein, wer zuerst zu seinem Spielrhythmus findet.“ Personell haben die 03er alle Mann an Bord, auch der wiedergenesene Fabian Büttner ist dabei.

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„Die Nervenstärke wird eine große Rolle spielen“, blickt TSG-Trainer Roland Gerhardt voraus. „Die Chancen sind ausgeglichen, meine Jungs sind hochmotiviert. Das Finale ist jedenfalls eine tolle Sache - für die ganze Stadt.“ Neben Artur Klooz (Kreuzbandriss) und Alexander Brandt (siehe Story links) droht auch Marius Titsch-Rivero mit einer Schulterverletzung auszufallen, die er sich am vergangenen Sonntag beim 4:1-Sieg in Nieder-Roden zugezogen hat.

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Während sich die am Wochenende spielfreien 03er ganz auf den Pokal konzentrieren können, muss die TSG am Sonntag in der Kreisoberliga gegen TuS Froschhausen ran. An den Rhythmus Pokal-Meisterschaft hat der Kreisoberligist keine guten Erinnerungen: Drei Tage nach dem Pokaltriumph gegen die Sportfreunde Seligenstadt verloren die Gerhardt-Schützlinge im Punktspiel bei der SG Egelsbach mit 1:3. Das soll der TSG auf keinen Fall nochmal passieren. So schön, wie das Pokalspiel gegen den „großen Bruder“ auch ist – „die Meisterschaft hat für uns absoluten Vorrang“, sagt Roland Gerhardt.

leo

Quelle: op-online.de

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