3:5 gegen Flieden / Am Mittwoch Regionalpokal-Endspiel

Launische Urberacher mit vielen Fehlern

Viktoria-Torwart Lazar Kacarevic kann es nicht fassen: Schon wieder hat Buchonias Alexander Reith (hinten) ein Tor für Flieden erzielt.
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Viktoria-Torwart Lazar Kacarevic kann es nicht fassen: Schon wieder hat Buchonias Alexander Reith (hinten) ein Tor für Flieden erzielt.

Urberach (leo) ‐ Im ersten Hessenliga-Jahr 2008/2009 kassierte Viktoria Urberach die gesamte Saison über drei Heimniederlagen, in der Saison 2009/2010 waren es sogar nur zwei. In der aktuellen Runde spielten die Urberacher bisher sechsmal vor eigenem Publikum - und kassierten mit dem 3:5 (0.2) gegen Schlusslicht Buchonia Flieden bereits die vierte Heimpleite.

„Wir haben zum dritten Mal eine gute Ausgangsposition in den Sand gesetzt“, war Urberachs Trainer Thomas Epp enttäuscht. Nach vier Niederlagen zum Rundenauftakt patzte die Viktoria nach vier Siegen hintereinander mit dem 1:2 gegen den 1. FC Schwalmstadt, nun nach zwei Auswärtssiegen hintereinander gegen Flieden. Das Schlimme: Alle Gegentreffer fielen nach schweren individuellen Fehlern. In der ersten Hälfte patzte Mario Gotta, in der zweiten Marco Betz. „Wir sind eine sehr launische Mannschaft“, stellte Epp vor dem Finale im Darmstädter Regionalpokal gegen den Gruppenligisten TSV Höchst (Mittwoch, 19 Uhr, beim SV Sickenhofen) fest.

Den ersten groben Schnitzer leisteten sich allerdings nach nur 120 Sekunden die Gäste, nach einem Fehlpass von Dominik Noll verpasste Horst Russ allerdings den Ball und damit das mögliche 1:0 für die Urberacher. Die Viktoria offenbarte deutliche Schwächen im Spielaufbau, vernachlässigte das Flügelspiel komplett. Und auf die langen Bälle auf Russ hatte sich Fliedens Dreierkette gut eingestellt. Die Gäste spielten schnell und schnörkellos, nach zwei Kontern in der siebten und 38. Minute stand es 0:2.

In der 58. Minute wechselte Epp seinen lange verletzten Kapitän Naser Selmanaj ein. 60 Sekunden später erhöhte die Buchonia auf 0:3, wiederum 60 Sekunden später köpfte Russ das 1:3. Mit Selmanaj lief das Spiel der Urberacher auf einmal besser, wurden auch die Flügelspieler eingesetzt. Wobei Domenico Di Rosa (erste Hälfte auf links, zweite auf rechts) völlig neben sich stand.

Im Urberacher Lager keimte dennoch nochmals Hoffnung auf einen Zähler, doch nach einem Fehler von Betz traf Flieden zum 1:4 und antwortete auch auf den zweiten Treffer der Viktoria mit einem weiteren Tor. Die letzten zehn Minuten agierten die Rödermarker nun noch zu zehnt, nachdem Sebastian Schwab mit Knieproblemen das Spielfeld verlassen, die Viktoria aber schon dreimal gewechselt hatte. „Fünf Gegentreffer in einem Heimspiel, das ist fahrlässig“, sagte Thomas Epp.

Viktoria Urberach: Kacarevic - Gross (58. Selmanaj), Rhein, Gavric, Schwab - Betz - Gotta (46. Grundler), Ekiz, Di Rosa - M. Dillmann (70. Talijan), Russ

Buchonia Flieden: Ritzel - Pfeiffer, Braun, Noll - Rother (70. Birkenbach), Schaaf, Drews, Hose - Reith - Gies (73. Gaul), John (77. Mulfinger)

Tore: 0:1 John (7.), 0:2, 0:3 Reith (38., 59.), 1:3 Russ (60.), 1:4 Reith (67.), 2:4 Russ (72.), 2:5 Reith (77.), 3:5 Talijan (84.) -Schiedsrichter: Günsch (Battenberg) - Zuschauer: 120

Quelle: op-online.de

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