Fußball-Verbandsliga: Sportfreunde dürfen aber in Bad Vilbel nicht verlieren / Obertshausen das unfairste Team der Liga

Löhr glaubt noch an eine Aufstiegschance

Offenbach (dani) ‐ Die Fußballer der TGM SV Jügesheim sinnen in der Verbandsliga Süd gegen Usingen auf Revanche. Die Sportfreunde Seligenstadt schielen vor dem Spiel in Bad Vilbel noch nach oben. Und die Kickers aus Obertshausen sind die unfairste Mannschaft der Liga.

FV Bad Vilbel - Sportfreunde Seligenstadt (Fr., 19.30 Uhr). „Es ist ein richtungweisendes Spiel, ob wir noch mal nach oben schielen können“, sagt Seligenstadts Trainer Peter Löhr vor dem Spiel beim Tabellensiebten. Obwohl die Sportfreunde als Vierter bereits zwölf Punkte Rückstand auf den Aufstiegsrelegationsplatz zwei haben, will sich Löhr noch nicht geschlagen geben. Auch in den vergangenen Spielzeiten kamen die „Roten“ erst in der Endphase der Saison in Schwung und holten große Rückstände auf. Eine Niederlage in Bad Vilbel würde die Aufstiegsträume aber beenden. „Wir wissen, dass wir da gewinnen müssen, aber wir wollen einfach unsere Serie ausbauen“, sagt Löhr, dessen Team zuletzt drei Mal gewonnen und sogar fünf Mal nicht verloren hat. Allerdings fehlen die Defensivspieler Marko Corlija (Rotsperre) und Kai Althaus (angeschlagen).

Spvgg. 05 Oberrad - Spvgg. Dietesheim (So., 14.30 Uhr). Oberrad verschenkte beim 2:2 in Obertshausen zwei Zähler in der Schlussminute. Trainer Mustafa Fil war enttäuscht und kündigt Konsequenzen an: „Ich werde auf einigen Positionen Änderungen vornehmen.“ Auf welchen, ließ der Coach noch offen. Als Tabellenfünfter können die Hausherren trotzdem entspannt in die nächsten Spiele gehen.

Beim Tabellen-16. Dietesheim ist die Lage angespannter. Nach dem 1:2 gegen Ober-Roden ist die Stimmung „sehr gedrückt“, berichtet Trainer Thomas Marton. Sein Team wolle aber eine Trotzreaktion zeigen. „Wir haben in den letzten Spielen gezeigt, dass wir ebenbürtig sind, nur nichts Zählbares geholt“, meint Marton. Dietesheim verlor die vergangenen drei Spiele und ist seit über einem Monat ohne Punktgewinn. „Wir müssen an unsere Grenzen gehen und Oberrad auch in der Defensive beschäftigen. Wir dürfen nicht nur hinten drin stehen und warten“, fordert Marton. Sascha Jöst fehlt gesperrt.

Usinger TSG - TGM SV Jügesheim (So., 14.30 Uhr). An das Hinspiel haben die Jügesheimer keine guten Erinnerungen. Das 0:1 war der einzige Ausrutscher in einer starken Saison. „Warnen muss ich nun nicht mehr“, sieht Jügesheims Trainer Lars Schmidt darin auch etwas Gutes. Usingen habe zwei schnelle gute Stürmer, die es auf dem TSG-Kunstrasenplatz auszuschalten gelte. Marcel Kopp hat 15, Murat Kaya zwölf Saisontreffer erzielt. „Wir wollen natürlich drei Punkte holen“, sagt Schmidt, in dessen Team Michele Piarulli und Fabio Corso mit Sprunggelenksproblemen fraglich sind.

Spvgg. 03 Neu-Isenburg - KSV Klein-Karben (Sa., 14.30 Uhr). Die 03er können nach zwei Auswärtssiegen in Geinsheim (3:1) und Oberursel (2:1) entspannt in die Paarung gegen den Vorletzten gehen. Es liegen nun fünf Punkte zwischen der Spielvereinigung und der Abstiegszone. „Die Siege waren sehr wichtig“, weiß Trainer Peter Hoffmann, „jetzt wollen wir aber auch zu Hause nachlegen.“ Das Hinspiel in Klein-Karben gewannen die 03er 3:0. Hoffmann warnt jedoch: „Klein-Karben hat eine gute Mannschaft mit einigen oberligaerfahrenen Spielern.“ Zudem haben die 03er weiter Verletzungssorgen.

SV Geinsheim - Kickers Obertshausen (Sa., 14.30 Uhr). Die Kickers sind die Kartenkönige der Liga. Nicht nur im vergangenen Spiel, als drei Spieler vorzeitig duschen mussten, auch in der gesamten Saison ist Obertshausen laut Statistik die unfairste Mannschaft. In 20 Begegnungen mussten schon drei Spieler mit Rot vom Feld, neun mit Gelb-Rot. Am häufigsten erwischte es dabei Kapitän Dogan Kümetepe, der einmal Rot und dreimal Gelb-Rot sah. „Ich kenne diese Statistik, aber wir können das ja jetzt nicht mehr ändern“, sagt Kickers-Trainer Roland Gerhardt. Im vergangenen Spiel gegen Oberrad seien allerdings zwei Platzverweise „Lachnummern“ gewesen. „Im Abstiegskampf gilt es eben, über Kampf ins Spiel zu kommen, deshalb spielen wir so aggressiv“, erklärt Gerhardt.

Auch beim Schlusslicht in Geinsheim ist mit einem harten Spiel zu rechnen. Der Rasenplatz ist äußerst holprig und lässt nur selten schöne Kombinationen zu. „Wir sollten dort gewinnen“, sagt Gerhardt. Obertshausen belegt als 15. den ersten Abstiegsplatz. Mittelfeldspieler Kümetepe fällt wegen seiner Rotsperre aus.

Quelle: op-online.de

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