Handball-Bundesliga: 25:34 beim Überraschungsteam / „Sehr enttäuschend“

Magdeburg beherrscht TVG

Großwallstadt (sp) ‐ Was für eine Enttäuschung für den TV Großwallstadt und vor allem für Trainer Michael Biegler. Ausgerechnet an der alten Wirkungsstätte Bieglers beim SC Magdeburg hatte das Team einen schwarzen Tag erwischt und das Spiel der Handball-Bundesliga deutlich mit 25:34 (11:20) verloren. Es war die erste Niederlage des TVG nach zuvor zwei Siegen in dieser Saison.

„Das war sehr enttäuschend“, sagte Biegler, „so darf man sich nicht präsentieren.“ Dem TVG hatte es vor 4855 Zuschauern in der Bördelandhalle an allem gefehlt, was für ein gutes Handballspiel nötig ist. Die Torhüter Mattias Andersson und Marcus Rominger bekamen kaum einen Ball zu fassen, auch weil sie von ihrer Abwehr im Stich gelassen wurden. Im Angriff fehlte wie schon in der Vorwoche beim knappen Heimsieg gegen Wetzlar ohne den gesperrten Nationalspieler Steffen Weinhold die Durchschlagskraft. Stefan Kneer warf wie Michael Spatz immerhin noch fünf Tore, viel mehr aber bekamen die Großwallstädter aus dem Rückraum nicht zustande. „Bei uns hat heute viel gefehlt, Aggressivität, auch das gewohnte Deckungsverhalten“, schimpfte Biegler, „und unser Angriffsspiel war nicht gut genug, um die leidenschaftliche Abwehrarbeit der Magdeburger zu gefährden.“

Die Magdeburger dagegen, die schon zum Saisonauftakt mit ihrem 33:29-Sieg in Flensburg überrascht und anschließend beim Meisterschaftsanwärter HSV Hamburg 27:32 verloren hatten, zeigten, dass von ihnen in dieser Saison mehr zu erwarten ist als in der vorigen. „Es war zu sehen, dass alle Spieler zeigen wollten, dass sich in Magdeburg etwas verändert hat. Das war schon beeindruckend“, sagte SCM-Trainer Frank Carstens, „wir haben das Tempo hoch gehalten, den Gegner in Angriff und Abwehr unter Druck gesetzt und das Spiel über die gesamte Zeit dominiert.“

Nur in den ersten Minuten bis zum 3:3 (6.) konnten die Großwallstädter in Magdeburg Paroli bieten. Dann setzte sich der Gegner, der in der vergangenen Saison mit 15 Punkten weniger als der TVG nur auf Rang elf gelandet war, über 7:3, 9:4 und 11:5 auf 14:6 ab und später vom 15:10 auf 20:10.

Spielfilm: 1:0, 3:3 (6.), 7:3 (11.), 9:4, 11:5 (15.), 14:6 (19.), 14:8, 15:10, 20:10, 20:11 - 20:12, 24:14 (37.), 27:15 (42.), 27:18, 32:21 (52.), 32:24 (57.), 34:24, 34:25

Zeitstrafen: 5:3 - 7m: 0/1 - 3/4

SC Magdeburg: Eijlers (10 Paraden/34 Prozent), Quenstedt (3/33%); Weber (8), Jurecki (7), Natek (7), van Olphen (4), Wiegert (3), Grafenhorst (2), Doborac (2), Balogh (1), Tönnesen, Coßbau, Meschke

TV Großwallstadt: Andersson (9 Paraden/28 Prozent), Rominger (1/9%); Kneer (5), Spatz (5/3), Tiedtke (2), Larsson (2), Schnäpsmeier (2), Kunz (2), Köhrmann (2), Kossler (2), Jakobsson (1), Szücs (1), Reuter (1)

Quelle: op-online.de

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