Mit mehr Leidenschaft gegen den Tabellenführer

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Kreisläufer Dirk Etzel will sich auch gegen den Tabellenführer HSG Gensungen/Felsberg durchsetzen.

Nieder-Roden ‐ Vor einer großen Herausforderung steht die HSG Nieder-Roden am Samstagabend (19.30 Uhr) in der 3. Handball-Liga. Von Patrick Leonhardt

Mit dem ehemaligen Zweitligisten HSG Gensungen/Felsberg (vier Spiele, vier Siege) stellt sich der noch verlustpunktfreie Tabellenführer in der Sporthalle an der Wiesbadener Straße vor. Gegen den besten Angriff der Liga (im Schnitt 37 Tore pro Spiel) steht vor allem die Nieder-Rodener Defensive und damit die Torhüter im Blickpunkt.

Bei der HSG stehen Marco Rhein, Jens Rhein und Ingo Höschler zwischen den Pfosten. Die Rhein-Brüder sind die beiden Stammtorhüter und stehen unter besonderer Beobachtung. „Ich bin ihr größter Fan, aber auch ihr größer Kritiker“, sagt Vater Joachim Rhein (53), gleichzeitig Torwarttrainer des Rodgauer Drittligisten. Er sagt: „Die Torhüter in der 3. Liga sind generell wesentlich stärker als in der Oberliga und spielen auch mit deutlich besseren Abwehrreihen zusammen.“ Dass Nieder-Roden bisher viermal verlor, führt Rhein, der als Trainer einst die Damen des PSV Heusenstamm von der A-Liga bis in die Oberliga führte, nicht auf die Leistungen der Torhüter zurück. Denn die bewertet er bisher als gut. „Wir wussten, dass wir vor einem schweren Jahr stehen. In den ersten zwei, drei Partien hatten wir die Chancen, zu gewinnen, haben aber viele Möglichkeiten ausgelassen. Wir müssen auch auswärts die Leidenschaft zeigen, die wir etwa im Heimspiel gegen den TV Gelnhausen bewiesen haben.“

In Köthen beim 23:31 zeigten diese Leidenschaft zuletzt nur die Gastgeber - und Nieder-Roden ging in der zweiten Hälfte unter. „Es war keiner da, der die junge Mannschaft führen konnte“, stellte Reinhard Pietschmann, bei der HSG zuständig für das Sponsoring, fest. Weder Kapitän Christian Breiler, noch die erfahrenen Freddy Lang oder Christopher Prinz. Wobei Prinz angeschlagen nur die ersten 15 Minuten durchspielte.

Gegen Gensungen/Felsberg wollen die Nieder-Rodener wieder deutlich leidenschaftlicher agieren. „Wobei Gesungen seit dem Abstieg aus der 2. Liga immer oben mitgespielt hat, eine eingespielte Mannschaft hat und zurecht dort oben steht. Das ist sicherlich keine Eintagsfliege“, sagt Reinhard Pietschmann.

Quelle: op-online.de

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