Mehr als Siege auf der Matte

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Die jungen Ringer (von links) Nikolai Strubel, Dominik Sattler, Ole und Paul Nimmerfroh mit Trainer Kai-Oliver Görisch (hinten).

Groß-Zimmern ‐ Am Sonntag starteten vier Nachwuchsringer des Athletenvereins (AV) Groß-Zimmern auf dem mit 97 Teilnehmern stark besetzten Bezirksturnier in der AV-Halle.

Drei von ihnen gaben bei brütender Hitze ihr Debüt. In der Klasse bis 20 kg startete der sechsjährige Ole Nimmerfroh, der achtjährige Dominik Sattler zeigte sein Können in der Klasse bis 26 kg und Nikolai Strubel startete mit seinen neun Jahren in einer vergleichsweise schweren Gewichtsklasse bis 35 kg.

Der zehnjährige Paul Nimmerfroh in der Klasse bis 30 kg ist da schon fast ein „alter Hase“. Ole Nimmerfroh, ein eigentlich sehr selbstbewusster Bursche, ließ sich von der Atmosphäre des Turniers beeindrucken. Ungewohnt sacht ging er an die Sache. Doch in all seinen vier Kämpfen zeigte er in mindestens einer Runde, welch großes Talent in ihm steckt. Trotz der schon sehr ausgefeilten Technik machte ihm die Konzentration einen Strich durch die Rechnung. Er verlor zwar alle seine Kämpfe, gewann aber mit seiner Art ganz viele Herzen.

Sattlers Schüchternheit beeindruckte

Sattler zeigte allerhöchsten Respekt vor dem, was auf und um die Matte herum passierte. Aber nicht nur mit seiner plötzlichen Schüchternheit beeindruckte er die Menschen, die ihn kennen, darunter auch den Jugendtrainer des AV, Kai Oliver Görisch. Denn er legte eine unglaubliche Zähigkeit an den Tag und schaffte es immer wieder, sich aus eigentlich unmöglichen Situationen zu befreien oder von zwei Minuten Kampfzeit eine Minute und vierzig Sekunden in der gefährlichen Lage zu verharren. Auch Sattler verlor alle seine Kämpfe, aber er gewann jede Menge Respekt.

Strubel, ein eher verträumter und etwas langsamer Kämpfer, musste auch noch auf Grund seines Gewichtes gegen Kinder ringen, die diese Sportart schon länger betreiben und ein bis zwei Jahre älter sind.

Strubels letzter Gegner hatte noch weniger Lust aufs Ringen

Er verlor die ersten drei Kämpfe innerhalb weniger Sekunden und war jedes Mal völlig perplex, wenn sein Gegner praktisch mit dem Pfiff des Unparteiischen loslegte.

Nach dem dritten Kampf wollte er eigentlich gar nicht mehr ringen, doch dann entschied er, dieses Turnier mit Anstand zu beenden und wurde auf ungewöhnliche Art belohnt. Sein letzter Gegner hatte tatsächlich noch weniger Lust zu Ringen als Nikolai und gab kampflos auf.

Von Paul Nimmerfroh ist das Publikum bereits Siege auf Bezirksturnieren gewohnt und so überraschte er nicht wirklich mit seinem ersten Platz, den er sich souverän mit schönen Aktionen und toller Technik erkämpfte.

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