Gruppenliga

„Die Meisterschaft ist noch nicht entschieden“

Muhammed Kayaroglu von den Sportfreunden Seligenstadt (hier links im Duell mit Gökhan Öztas) gelang ein Tor beim 6:1 gegen den SV Pars. Foto: ey
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Muhammed Kayaroglu von den Sportfreunden Seligenstadt (hier links im Duell mit Gökhan Öztas) gelang ein Tor beim 6:1 gegen den SV Pars.

Die Sportfreunde Seligenstadt haben in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost mit einem 6:1 über Tabellenführer SV Pars Neu-Isenburg für einen Paukenschlag gesorgt.

Offenbach – Die gerupften Neu-Isenburger blieben aber vorn, da Germania Dörnigheim im Verfolgerduell den Tabellenzweiten VfB Oberndorf 4:1 bezwang. Der SVG Steinheim rehabilitierte sich mit einem 3:1 in Nieder-Roden für die jüngsten Heimschlappen. Auch die SG Rosenhöhe (5:1 gegen Wenings) und Kickers Obertshausen (2:0 in Oberau) sind wieder auf dem Vormarsch. Im Tabellenkeller wird die Luft für Türk Gücü Hanau langsam dünn. Bei der SG Marköbel unterlag die Elf von Spielertrainer Tim Müller durch einen Gegentreffer kurz vor Schluss mit 0:1.

Sportfreunde Seligenstadt - SV Pars Neu-Isenburg 6:1 (1:0). Die Gastgeber überraschten den SV Pars mit forschem Pressing. Bereits in der sechsten Minute gelang Philipp Traut so der Führungstreffer. Muhamed Kayaroglu hätte in der 34. Minute erhöhen können, traf aber nur den Pfosten Tores. Nach dem Seitenwechsel erwischten wiederum die „Roten“ den besseren Start. Erneut war Philipp Traut erfolgreich (50.). Das 3:0 von Kayaroglu sechs Minuten später bedeutete schon die Vorentscheidung. Nach guter Vorarbeit über außen markierte der diesmal offensiver eingesetzte Manuel Krapp das 4:0. Pars-Torjäger Manuel Profumo verkürzte im Gegenzug. Spielbestimmend blieben aber die Seligenstädter. Hatte der eingewechselte Marvin Leppin mit einem Lattentreffer noch Pech, so erhöhten Patrick Hofmann und Seiya Gotanda mit ihren Treffern schließlich auf 6:1. Wie schon auf der Rosenhöhe musste Meisterschaftsanwärter Pars Neu-Isenburg eine deftige Niederlage einstecken. In Hälfte zwei machte sich allerdings auch ein gewisser Kräfteverschleiß bemerkbar, das Hessenpokalspiel gegen Eintracht Stadtallendorf drei Tage zuvor schien noch in den Knochen zu stecken. „Bei meiner Mannschaft läuft es derzeit rund. Der Sieg war auch in dieser Höhe verdient. Wir haben ein klares Signal an die Liga gesendet. Vor wenigen Wochen hatte man noch den Eindruck, Pars sei schon Meister, doch das ist nicht so“, erläuterte Sportfreunde-Coach Thomas Epp.

Seligenstadt: Thummerer - Schüßler, Milankovic, T. Leppin, Kayaroglu (67. M. Leppin), Marton, Hertrich, Knecht (82. Marino), Krapp, Hofmann, P. Traut (77. Gotanda)

Pars: Ivkic - Topcagic, Stoleru, Idrissi, Ruggeri (46. Hagelmüller), Öztas, Kapoor, Profumo, Bentaayate, Musli (34. Kristo), Namavizadeh (69. Avdic)

Tore: 1:0, 2:0 P. Traut (6., 50.), 3:0 Kayaroglu (57.), 4:0 Krapp (67.), 4:1 Profumo (68.), 5:1 Hofmann (80.), 6:1 Gotanda (83.)

Sportfreunde Oberau - Kickers Obertshausen 0:2 (0:0). Kickers Obertshausen ist zurück in der Erfolgsspur. Das 2:0 in Oberau war hart erarbeitet, denn beide Mannschaft neutralisierten sich zunächst gut und schenkten sich nichts. Obertshausen war insbesondere bei Standardsituationen gefährlich und erspielte sich nach und nach ein leichtes Übergewicht. Innerhalb von zwei Minuten entschieden die Kickers die Partie: Zunächst erzielte Frank Egerer nach einem Pass in die Schnittstelle der Viererkette aus gut elf Metern das 0:1 (61.) und nur eine Minute später verlängerte Luca Dickhardt eine Flanke unglücklich zum 0:2 ins eigene Tor. Die Gastgeber mühten sich um Anschluss, nutzten die sich bietenden Torchancen aber nicht.

Obertshausen: Raponi - Fischer, König, Christ, Dindorf (85. Höf), Prechtel, Arnold, Roth (46. Lippolis), Egerer, Krikser (89. Höbel), Davulcu

Tore: 0:1 Egerer (61.), 0:2 Eigentor Dickhardt (62.)

SG Marköbel - Türk Gücü Hanau 1:0 (0:0). Auf dem durch die Regenfälle schwer bespielbaren Hartplatz entwickelte sich eine chancenarme Partie. Eine Viertelstunde vor Ende brachte Marköbels Torhüter Felix Sticher einen Foulelfmeter nicht im Tor unter. Als sich die Zuschauer schon auf ein torloses Remis eingestellt hatten, schlugen zwei Marköbeler Joker zu: Nach Pass von Maximilian Vogler war Johannes Maisch mit dem umjubelten 1:0 zur Stelle. „Am Ende ist der Sieg natürlich glücklich, doch er war nicht unverdient, weil wir die besseren Chancen hatten“, resümierte Marköbels Sprecher Leon Völke.

Türk Gücü: Tok - Dilki, Shima, Nuri, Dikmen, Korkmaz, Yücel, Jakicevic, Mustafa, Müller, Pauna

Tor: 1:0 Maisch (90.) - Besonderes Vorkommnis: Marköbels Sticher scheitert mit einem Foulelfmeter an Hanaus Torwart Tok

SG Nieder-Roden - SVG Steinheim 1:3 (1:1). Völlig verdient entführte der SVG Steinheim die Punkte. Die Gastgeber fanden von Anfang an keinen rechten Zugriff auf die Partie und schienen von der Zweikampfstärke der Gäste überrascht zu sein. „Mir ist unbegreiflich, wie Steinheim zuvor hat zweimal so hoch verlieren können. Für uns war es schwierig, denn sie sind aufgetreten wie ein angeschlagener Boxer“, meinte Nieder-Rodens Sportchef Matthias Dries. Dabei lief zunächst alles nach Plan für seine Elf: Benedikt Ring erkämpfte sich die Kugel, drang in den Strafraum ein und traf zum 1:0 (13.). Doch auch dieser Rückstand beeindruckte die zweifellos angeschlagenen Steinheimer nicht. Der verdiente Ausgleich fiel kurz vor der Pause, als Payam Khederzadeh mit einem Schuss aus der zweiten Reihe den Ball in den Winkel setzte - ein herrliches Tor. In der zweiten Hälfte wurde die Überlegenheit der Steinheimer noch deutlicher. Gefällig kombinierte sich die Baier-Elf durchs Mittelfeld. Abel Silsehi markierte in der 58. Minute das 1:2, während Khederzadeh in der 67. Minute den Sack zumachte. „Es war eine einseitige Sache, heute war ich das erste Mal von unserer jungen Mannschaft etwas enttäuscht“, gab Dries zu Protokoll.

Nieder-Roden: Piesker - Wähner, Ternay, Fehlberg, Ring (80. Kiefer), Demirtas, Friedrichs, Nikolov, Roth, Gashi (68. Acikel), Wagner (74. Sinan)

Steinheim: Lopez - Lang, Kovacevic (74. Busch), Brighache, Camara, Sileshi (88. Kale), Bacher, Ucar, Kimmel (80. Hartmann), Khederzadeh, Balzer

Tore: 1:0 Ring (13.), 1:1 Khederzadeh (44.), 1:2 Sileshi (58.), 1:3 Khederzadeh (67.)

SG Rosenhöhe - VfR Wenings 5:1 (2:1). Die SG Rosenhöhe leistete sich zunächst einige Nachlässigkeiten, eine davon führte zum 0:1 (12.). Bakary Sidibe glich in der 26. Minute aus. Kurz vor der Pause durfte Robin Weber jubeln, nachdem er in zwei Szenen zuvor nach guten Einzelaktionen noch gescheitert war. Auch nach dem Seitenwechsel war Weber hellwach und erzielte das wichtige 3:1. Für die Gäste kam es nun knüppeldick. Zunächst musste Torwart Philipp Wolf verletzt raus und durch Feldspieler Metzdorf ersetzt werden. In der 73. Minute schoss zudem Constantin Toba einen Foulelfmeter über die Latte. Wenig später sorgten Sidibe und Christian Rüger mit einem Doppelschlag (76., 79.) für klare Verhältnisse.

SG Rosenhöhe: Läpple - Curth, Muhadzeri, Hermanci, Zindros, Müller (81. Leva), Karatepe, Sidibe (78. Baha), Weber, Gallus (73. Bock), Rüger

Tore: 0:1 Metzdorf (12.), 1:1 Sidibe (26.), 2:1, 3:1 Weber (43., 50.), 4:1 Sidibe (76.), 5:1 Rüger (79.)

FSV Bad Orb - 1. FC Langen 1:0 (0:0). Der 1. FC Langen handelte sich beim FSV Bad Orb eine völlig unnötige Niederlage ein. „Wir haben in der ersten Halbzeit den Gegner an die Wand gespielt und müssen eigentlich nach einer Viertelstunde schon 3:0 führen“, haderte FCL-Sportchef Pedram Navidi mit einer schludrigen Chancenverwertung. Die Hausherren fanden erst spät zu ihrem Spiel und verstärkten nach dem Führungstreffer von Mirza Becirovic (54.) noch mehr ihre Defensivbemühungen. „Wir haben in Hälfte zwei auch nicht mehr so druckvoll gespielt“, kritisierte Navidi.

1. FC Langen: Steinbrecher - Frank, Keoseoglu (80. Westerkamp), Kirnig, Ries, Beckmann, Mossavi (60. Weidmann), Stoytchev, Boskovic, Loncarevic, Seibel (80. Betz)

Tor: 1:0 Becirovic (54.)  fs

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