Trotz Trainerappell verliert der SC Hassia in Ober-Beerbach

Mittendrin im Abstiegsschlamassel

Dieburg (jd) ‐ Gefahr erkannt, und doch nicht gebannt: Unter der Woche sprachen die Gruppenliga-Fußballer des SC Hassia Dieburg intensiv mit Trainer Michael Motz, wieso es in den vergangenen Wochen nicht so recht klappen wollte mit dem Siegen. Und wie man sich denn nun im Abstiegskampf präsentieren wolle, der sich schon nach dem 2:2 gegen die DJK/SSG Darmstadt anbahnte.

Seit Sonntag und der 2:3-Niederlage bei der SKG Ober-Beerbach stecken die Blau-Weißen endgültig im Schlamassel, auch wenn Platz zehn noch recht komfortabel klingt. Im Gegenteil: Denn zu Platz 14 ist es lediglich ein Punkt Differenz, der Vorletzte Riedrode (den die Hassia am kommenden Sonntag um 14.30 Uhr am Wolfgangshäuschen empfangen wird), hat nur sechs Zähler weniger. Und Platz 14 würde unter Umständen die Abstiegsrelegation bedeuten. Trainer Motz versprüht dennoch weiterhin Optimismus: „Die Mannschaft ist aber gewillt, dass hat sie trotz der Niederlage in Ober-Beerbach gezeigt.“

Der Appell hätte durch Fakten untermauert werden können, nach Meinung von Motz gar müssen. Denn die schnellen ersten Treffer der Gastgeber zum 1:0 (8. Spielminute) und 2:0 (11.) machten die Dieburger durch Tore von Pierre Kampka (13.) und Salvatore Miseri (32.) recht bald wett. Mehr noch: Vor der Pause hätten die Hassia führen müssen – doch Torsten Schnitzers Strafstoß kam zu schwach, so dass Ober-Beerbachs Schlussmann hielt (43.).

Miseri zu fahrlässlig mit seinen Chancen

Auch ohne die verletzten Tobias Catta, Mustafa Zeyrek, Christian Frisch sowie die gesperrten Maurice Fleck und Benjamin Kampka hätte der Sportclub im zweiten Abschnitt den dritten Treffer erzielen können: Vor allem Miseri ging aber zu fahrlässig mit seinen Chancen um. Coach Motz war zuletzt unzufrieden mit Miseris seltener Anwesenheit im Training gewesen, ließ ihn daher gegen Darmstadt zunächst auf der Bank schmoren und baute erst im Spiel in Ober-Beerbach wieder auf ihn. Dort bereicherte er zwar die Angriffsreihen, es sollte aber bei seinem einen Treffer aus der ersten Halbzeit bleiben.

Am Ende wurde es noch nicht einmal ein Punkt für die Dieburger Gäste, bei denen Torwart Sascha Krichbaum nach Ablauf seiner Sperre zurückgekehrt war: Die SKG schoss zehn Minuten vor Schluss noch zum 3:2-Siegtreffer – allerdings aus klarer Abseitsposition, wie nicht nur Motz erkannte: „Selbst die Ober-Beerbacher Zuschauer haben es zugegeben“, so der Trainer.

Benjamin Kampka ist für längere Zeit gesperrt

Recht hat am Ende aber immer der Schiedsrichter, und die Hassia blieb ohne Punkt. Zudem kann sie in dieser Saison nicht mehr auf ihren Linksverteidiger Benjamin Kampka bauen: Er erhielt 20 Spiele Sperre für sein Verhalten nach dem Münster-Spiel. Dort geriet er mit einem Münsterer Zuschauer aneinander, soll außerdem wenig schmeichelhafte Worte für die Leistung des Unparteiischen gefunden haben. Für Trainer Motz kein Grund, mit Kampka zu brechen: „Er ist ein Ur-Hassianer und kann gern weiter für den Verein am Ball bleiben.“

Die Aufstellung des SC Hassia: Sascha Krichbaum – Alex Gerlitz, Gaetano Sirna, Matthias Krause, Daniel Christ – Fatih Yakut, Marcel Poth, Torsten Schnitzer, Mark Braun – Salvatore Miseri, Pierre Kampka (Mats Böttler, Gustav Mockenhaupt).

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