Kickers-Viktoria benötigt in Gelnhausen Sieg zum Titelgewinn

Gruppenliga: Mühlheimer Fans wollen im Bus feiern

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Edhem Simsek (links, hier gegen Hochstadts Nikola Mamic) und der SC 1960 Hanau haben den Klassenerhalt in der Gruppenliga noch nicht sicher.

Offenbach - In der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost sind die Entscheidungen im Abstiegskampf aus Sicht der heimischen Teams gefallen. Für die KV Mühlheim geht es am Wochenende – alle Partien werden am Samstag um 17 Uhr angepfiffen – hingegen noch um den direkten Aufstieg.

FC 03 Gelnhausen - KV Mühlheim. Mühlheim (2./71) kann sein Meisterstück machen und ist bei den schon abgestiegenen Gelnhäusern (15./31) klarer Favorit. Trainer Raduan Belaajel äußert sich trotzdem zurückhaltend: „Ich schätze Gelnhausen mit extraguten Spielern wie Miloloza und de Cicco stärker als seinen Tabellenplatz ein. Zudem schwingt in meiner jungen Mannschaft eine gehörige Portion Nervosität mit.“

Auch habe man „ein paar angeschlagene Spieler, doch im hoffentlich letzten Saisonspiel gibt es keine Ausreden“, glaubt der Coach, dass letztlich alle wichtigen Akteure auflaufen. An Unterstützung wird es der Kickers-Viktoria nicht mangeln: Sie fährt zusammen mit Fans in zwei Reisebussen nach Gelnhausen. „Es ist zwar noch keine Feier geplant -– doch allein, um uns auf der Rückfahrt nichts von frustrierten Anhängern anhören zu müssen, sollten wir den Aufstieg packen“, sagt Belaajel.

FC Dietzenbach - Germania Großkrotzenburg. Die Ausgangslage im Kampf um Platz eins ist klar: Großkrotzenburg (1. Platz/71 Punkte) wird wegen des besseren Torverhältnisses gegenüber der Kickers Viktoria Mühlheim in der offiziellen Tabelle derzeit zwar auf Platz eins geführt, hat den direkten Vergleich aber verloren und hätte bei Punktegleichheit nach dem letzten Spieltag das Nachsehen. Großkrotzenburg muss in Dietzenbach (9./46), das auf den gesperrten Stürmer Memnun Fejzulahi verzichten muss und seit vergangenen Samstag gerettet ist, gewinnen und zugleich auf einen Mühlheimer Punktverlust in Gelnhausen hoffen. Spielt die Germania nur remis, müsste Mühlheim sogar verlieren.

SG Altenhaßlau/Eidengesäß - SC 1960 Hanau. Um ein Haar hätten die drei Punkte Abzug bei Hanau (11./45) das Zünglein an der Waage im Abstiegskampf gespielt. So bleiben die Sechziger wohl drin. Schief gehen kann das nur noch, wenn die Hanauer in Altenhaßlau (13./42) höher als 1:6 verlieren und zudem Marköbel gegen die TGM SV Jügesheim gewinnt. Die Gastgeber wären im Falle einer Niederlage abgestiegen.

Germania Klein-Krotzenburg - Kickers Obertshausen. Mit diesen beiden Absteigern aus dem Fußball-Kreis Offenbach war vor der Saison nur bedingt zu rechnen. Aufsteiger Klein-Krotzenburg (14./39) kam gut aus den Startlöchern, schien Anfang April bereits durch, holte seither aber nicht mehr viele Punkte und muss nach nur einem Jahr wieder zurück in die Kreisoberliga. Ex-Verbandsligist Obertshausen (16./26) ging mit finanziellen Mitteln in die Runde, die zu den geringsten der Liga zählten, setzte auf eigene junge Spieler, was Gruppenliga-Ansprüchen schon im Winter nicht zu genügen drohte, die Verantwortlichen jedoch nicht von ihrem eingeschlagenen Weg abbrachte. Am Samstag geht es nur noch darum, sich würdevoll aus der siebten Liga zu verabschieden.

Remis im Topspiel zwischen Klein-Krotzenburg und Mühlheim

Spvgg. Dietesheim - TSV Höchst. Die Dietesheimer (10./46) wechselten im Winter den Trainer, holten für Michael Leisegang als neuen Coach Gernot Lutz, der den Auftrag Klassenerhalt am 33. Spieltag abschloss. Gegen Schlusslicht Höchst (18./11) winkt im Falle eines Sieges nun sogar noch der Sprung auf einen einstelligen Tabellenplatz. „Nach dem Höchst-Spiel wollen wir feiern“, kündigt Lutz an. „Auch mit der zweiten Mannschaft, die ebenfalls den Klassenerhalt geschafft hat.“

SG Marköbel - TGM SV Jügesheim. „Unsere Personalsituation lässt mich nicht den ganz großen Optimismus verbreiten“, sagt Jügesheims (4./56) Trainer Andreas Humbert vor dem Spiel in Marköbel (12./43) und spielt damit vor allem auf die wenigen zur Verfügung stehenden Defensivakteure an. Zu den Ausfällen der Vorwoche kommt eventuell noch der von Stürmer Khalid El Hirech hinzu.

SG Rosenhöhe - 1. FC 06 Erlensee. Die SGR (8./47) kann im Falle eines Sieges gegen Absteiger Erlensee (15./31) noch auf Platz sieben klettern, wozu allerdings die TGS Jügesheim ausrutschen müsste. Es ist das letzte Spiel von Interimscoach Sebastian Schneider – danach soll ein anderer Trainer übernehmen, der in Kürze bekannt gegeben werden dürfte.

TGS Jügesheim - Viktoria Nidda. Im Vergleich zweier spielstarker Mannschaften ist eine attraktive Begegnung ohne Zwänge zu erwarten. Die TGS (7./49) tut sich gegen Teams aus der Spitze gemeinhin leichter als gegen jene aus der Abstiegszone, wie sie es auch beim 2:2 in Mühlheim demonstrierte. Bei Nidda (3./65) wird sich Stürmer Jannik Jung (37 Treffer) den Titel des besten Torjägers sichern. Der erste Verfolger, Sebastian Popp (Großkrotzenburg), steht bei „nur“ 23 Toren.

jd

Quelle: op-online.de

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