Aufstieg in Fußball-Kreisoberliga größter Erfolg

Nach 40 Jahren: Sportclub Buchschlag löst sich auf

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Sascha Stroh von der SG Götzenhain/Buchschlag (links) im Kreisoberliga-Spiel gegen die Spvgg. Seligenstadt. Die Spielgemeinschaft bleibt noch bis Saisonende bestehen.

Buchschlag - Nach 40 Jahren wird der 1975 gegründete Sportclub Buchschlag aufgelöst. Der Vorstand empfahl den Mitgliedern, sich dem Nachbarn SG Götzenhain anzuschließen. Die aktuelle Spielgemeinschaft in der Fußball-Kreisoberliga wird bis zum Saisonende bestehen. Von Rolf-Joachim Rebell

Ein Blick auf eine wechselhafte Historie zwischen Auf- und Abstieg. Die Gründungsversammlung fand am 31. Oktober 1975 statt. „Damals stimmten fünf von neun Gründungsmitglieder für den Namen Sportclub Buchschlag, vier votierten für einen FC Buchschlag. Nur wenig später wurde eine Tischtennisabteilung gegründet, die einige Jahre erfolgreich am Spielbetrieb teilnahm“, erinnert sich Ehrenvorsitzender Herbert Salomon, der Anfang der 80er Jahre zum Sportclub stieß. Fußballerisch griff der SC erstmals in der Saison 1976/77 in der B-Klasse West ins Geschehen ein, die damals die unterste Klasse war. Die Heimspiele trug der Sportclub auf dem Platz des HSV Götzenhain aus. Die erste Partie endete mit 1:8 gegen die Sportfreunde Offenbach, den Premieren-Treffer erzielte Walter Rehm. Bis zum ersten Erfolgserlebnis musste der Sportclub bis zum siebten Spieltag warten. Gegen den SC Steinberg gab es ein 3:3. Von 19 Mannschaften belegte Buchschlag am Saisonende Rang 15, doch aufgrund der erstmaligen Einführung der C-Liga stiegen die sechs letzten Mannschaften ab.

In den vergangenen 40 Jahren pendelten die Buchschlager zumeist zwischen den beiden untersten Spielklassen. Fünf Aufstiegen stehen vier Abstiege gegenüber. Dreimal feierte der Sportclub die Meisterschaft, 1992, 2002 und 2010 jeweils in der Kreisliga B-West. Den größten Erfolg der Vereinsgeschichte errangen die Buchschlager 2012, als man Vizemeister in der A-Liga wurde und den Aufstieg in die Kreisoberliga über die Relegation erreichte. Anfang der 80er Jahre stand der Wechsel an die Lettkaut an, die neu gebaut wurde. „Damals gab es nur einen Hartplatz und eine Holzhütte als Umkleidekabine“, sagt Herbert Salomon. „Das Cafe Buchschlag war unsere erste Vereinsgaststätte. Es sollte nur eine Übergangslösung sein, doch es dauerte am Ende fast sechs Jahre, bis wir unser eigenes Clubhaus auf dem Sportgelände hatten.“

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Ohne Clubhaus kein Clubleben

Pünktlich zu den Feierlichkeiten des 25-jährigen Vereinsjubiläums wurde der Bau des eigenen Vereinshauses an der Lettkaut begonnen und im Jahr 2001 abgeschlossen. Auch die Nachwuchsarbeit wurde forciert, so stellte der Club zwischenzeitlich Jugendteams in allen Jahrgängen. Außerdem nahm einige Jahre eine dritte Mannschaft am Spielbetrieb teil. Mit der Meisterschaft in der B-Liga und dem damit verbundenen Aufstieg 2010 unter Trainer Elmar Stroh begannen die letzten Buchschlager Jahre. Drei Jahre später wurde diese erfolgreiche Zeit mit dem Aufstieg in die Kreisoberliga gekrönt - mit dem faden Beigeschmack, die Spielstätte „An der Lettkaut“ verlassen zu müssen.

Buchschlag und Jügesheim steigen auf

Trotz einer zwischenzeitlich komfortablen Tabellenführung musste sich Buchschlag mit Trainer Aronas Vaitkus am Ende mit der Vizemeisterschaft zufrieden geben. Der Aufstieg als größter Erfolg in der Vereinsgeschichte gelang jedoch in der Relegation. Und nur vier Tage nach dem Triumph wurde bekannt, dass der Sportclub und die SG Götzenhain für die kommenden Punktrunden eine Spielgemeinschaft bilden. In der Kreisoberliga schaffte die SG als Zwölfter und 13. der Tabelle zweimal ohne große Mühe den Klassenerhalt. In der dritten gemeinsamen Saison „überwintert“ die Mannschaft unter Trainer Andreas Haffner auf dem achten Rang.

Quelle: op-online.de

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