Leistung der Dieburger war deutlich schwächer als beim Spiel in der Vorwoche

Nächstes 1:1 für die Hassia

Oft zu unpräzise kamen die Flanken von Mustafa Zeyrek (in Blau).
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Oft zu unpräzise kamen die Flanken von Mustafa Zeyrek (in Blau).

Dieburg (jd) ‐ Punkt gewonnen oder zwei verloren – diese Frage stellte sich dem SC Hassia Dieburg schon in der Vorwoche nach dem 1:1 beim VfR Fehlheim. Am Sonntag spielte der Fußball-Gruppenligist wieder 1:1 – diesmal bei der SG Dornheim, dem Abstiegskandidaten aus dem Groß-Gerauer Stadtteil. Wieder war das Resultat nicht Fisch und nicht Fleisch für die Blau-Weißen. Die Leistung aber war deutlich schwächer als beim Spiel in Fehlheim.

Vielleicht lag es daran, dass im Hinterkopf herumspukte, der Gegner sei ohnehin nicht auf Augenhöhe und die drei Punkte auch auswärts leichte Beute für den Sportclub. Schließlich hatte Dornheim in der Vorwoche mit 0:5 in Münster verloren und auch sonst noch nicht viel Angst und Schrecken verbreitet in dieser Spielzeit.

Vielleicht lag es auch an der von Trainer Michael Motz unglücklich gewählten Startformation. Aus unterschiedlichen Gründen ließ Motz die Stammspieler Salvatore Miseri, Mats Böttler und Pierre Kampka zunächst auf der Ersatzbank sitzen und brachte dafür Matthias Krause, Tobias Catta und Mustafa Zeyrek von Beginn an. Catta fand nie ins Spiel, musste zur Pause raus. Krause fing sich früh die Gelbe Karte ein, zeigte nur zeitweise seine Zweikampfstärke. Zeyrek bemühte sich, oft kamen seine Flanken aber unpräzise.

So kam es, dass Dieburg zwar das Spiel bestimmte, Chancen aber selten waren.

Lediglich ein fulminanter Lattenschuss von Torsten Schnitzer hätte das 1:0 für die Gäste bedeuten können (41. Spielminute). Ansonsten scheiterte nur Mark Braun per Kopf (8.) und verpasste Catta knapp (9.) – mehr gute Möglichkeiten hatte die Hassia gegen den bisher schwächsten Gegner nicht. Mit dem Pausenpfiff hätte Dornheim sogar in Führung gehen können, ließ aber seine beste Konterchance aus.

Im zweiten Abschnitt wurde es minimal besser im Spiel der Hassia, doch Dornheim steigerte sich in der Offensive ebenfalls leicht. Mit Wohlwollen drei Chancen erarbeiteten sich beide Teams jeweils – von Herausspielen konnte trotz des großen Platzes und genügend Raum an diesem Tag nicht die Rede sein. Auch der Kunstrasenplatz der SG taugte nicht als Ausrede – im Gegensatz zur Vorsaison fand die Partie diesmal auf dem wenig ansehnlichen Naturrasenplatz statt. Nachdem Schlussmann Sascha Krichbaum einen Ball aus dem Winkel gefischt hatte (65.), schien es doch noch zum Sieg zu reichen: Schnitzer verwertete aus 15 Metern eine Flanke des eingewechselten Miseri zum 1:0 (73.).

Ein unberechtigter Strafstoß brachte das 1:1: Matthias Krause, dem der schwache Schiedsrichter zumindest die Gelb-Rote Karte ersparte, spielte in der entsprechenden Situation klar den Ball. Dornheim nutzte durch einen Strafstoß-Lupfer in die Mitte des Tors das Geschenk auf – je nach Sichtweise – arrogante oder coole Art (81.).

Wegen Meckerns sah Alex Gerlitz kurz vor Schluss Gelb-Rot (88.), der Sieg gelang nicht mehr. Irgendwie wurde der Beobachter ob des unrunden Spiels der Dieburger aber das Gefühl nicht los, dass an diesem Tag drei Punkte für wenig Durchdachtes und Präzises auch zu viel des Guten gewesen wären.

Die Aufstellung des SC Hassia: Sascha Krichbaum – Matthias Krause, Gaetano Sirna, Maurice Fleck, Benjamin Kampka – Fatih Yakut, Alex Gerlitz, Torsten Schnitzer, Mustafa Zeyrek – Mark Braun, Tobias Catta (Pierre Kampka, Salvatore Miseri, Mats Böttler).

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