Zwischen Uni und Nationalelf

Pavlina Kodrou verstärkt die TSG Neu-Isenburg

Pavlina Angeliki Kodrou von der TSG Neu-Isenburg
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Prominenter Zugang: Pavlina Kodrou (rechts) sprintet im Testspiel gegen die Spvgg. Greuther Fürth mit ihrer Kollegin Rania Müller dem Ball hinterher. Sie will mit der TSG den Klassenerhalt schaffen.

Pavlina Kodrou hat ein Stück Geschichte geschrieben. Denn die 18-jährige Innenverteidigerin ist die erste aktive Nationalspielerin bei der TSG.

Neu-Isenburg – Mit zwölf Jahren hat sie angefangen, Fußball zu spielen, mit 14 Jahren kam sie mit ihrer Familie aus Griechenland nach Deutschland – und seit Sonntag ist sie mit 18 Jahren die erste aktive Nationalspielerin im Trikot der TSG Neu-Isenburg. Im Interview spricht die U19-Nationalspielerin über ihr neues Team, ihren Wechsel und ihre Ziele.

Frau Kodrou, Sie sind die erste Nationalspielerin der TSG Neu-Isenburg. Wie können Sie der Mannschaft weiterhelfen?
Als Innenverteidigerin arbeite ich viel mit meinem Körper und will mit meiner robusten Spielweise dazu beitragen, dass wir so wenige Gegentore wie möglich kassieren und den Klassenerhalt schaffen.
Stichwort Klassenerhalt: Was haben Sie sich mit der TSG vorgenommen?
Wir wollen in der Liga bleiben. Das wird natürlich nicht einfach. Vor allem in der Regionalliga Süd.
Wieso?
Ich habe ja vorher beim 1. FC Saarbrücken in der Regionalliga Südwest gespielt. Und das ist schon ein großer Unterschied. In der Regionalliga Süd spielen viele starke Mannschaften wie der SC Freiburg II, SC Sand II, Eintracht Frankfurt III und dadurch ist die Konkurrenz größer. Aber ich bin bereit, diese Herausforderung anzunehmen.
Und wieso sind Sie gewechselt?
Ich habe im Sommer mein Abi gemacht und fange jetzt an, in Frankfurt Jura zu studieren. Aktuell wohne ich mit meinem Vater in Mörfelden und habe mich umgeschaut, welche Vereine nicht so weit weg sind und in der Regionalliga spielen. Dann habe ich Ronny Hartmann-Meinecke, den Sportlichen Leiter der TSG angerufen und habe ein Probetraining gemacht.
Und dann haben Sie sich für die TSG entschieden.
Genau. Ich habe mich hier direkt wohlgefühlt. Hier geht es sehr familiär zu und die Spielerinnen waren alle gleich freundlich zu mir und haben viel mit mir geredet. Auch wenn ich sie noch nicht kannte. Das hat mir gut gefallen.
Welche Ziele haben Sie langfristig?
Ich will langfristige Kontakte und neue Freunde finden. Also lebenslange Freundschaften. Da sehe ich hier eine gute Chance.
Und sportlich?
Das lasse ich komplett offen. Ich habe mir früher oft Stress gemacht, indem ich mir Ziele gesteckt habe. Das mache ich nicht mehr. Natürlich will ich mit der Mannschaft den Klassenerhalt schaffen, würde gerne irgendwann höherklassig spielen, A-Nationalspielerin werden und mein Studium schaffen. Aber ein festes Ziel setze ich mir da nicht. Schließlich passiert alles aus einem Grund.

Das Gespräch führte Lars Herd

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