Ringen beim AV könnte 2011 in der untersten Klasse fortgesetzt werden

Neuanfang in der Gruppenliga?

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Asse wie Schwergewichtler Tim Zewetzki (in Rot) wird man in Groß-Zimmern in der Gruppenliga kaum mehr zu sehen bekommen.

Groß-Zimmern (jd) ‐ Die schlechte Nachricht ist bereits im Umlauf und auch vom Verband bestätigt: Der Athletenverein (AV) Groß-Zimmern wird in der kommenden Saison keine Mannschaft in der Ringer-Oberliga stellen. Die Gemeinde wird damit – gerade im Hinblick auf mögliche Derbys gegen Dieburg und Münster - um einige sportliche Highlights pro Jahr ärmer (wir berichteten).

Die gute Nachricht: Es dürfte wohl dennoch eine Aktiven-Mannschaft geben. Das ließ Volker Rockel, Präsident des 185 Mitglieder zählenden Sportvereins mit den Sparten Ringen, Gewichtheben und Kraftdreikampf, nach der Mitgliederversammlung am Freitagabend in der Athletenhalle verlauten.

Entschieden ist das noch nicht, Rockel drückt die Chancen aber folgendermaßen aus: „Ich denke, das klappt, hundertprozentig fest steht es aber noch nicht.“

Die Frage, die im Umfeld des Vereins und in der hessischen Ringerszene am meisten interessiert, könnte so beantwortet werden: Der AV startet nach dem Oberliga-Rückzug mit einer Männermannschaft in der untersten Klasse, der Gruppenliga.

Sportlich wäre das ein Neuanfang für das Team von Steve Fernandes-Gomez, dessen Zukunft laut Rockel ebenfalls noch offen ist. Anfang 2010 scheiterten die Zimmerner in der Relegationsrunde zur Zweiten Bundesliga, hatten sich zuvor die Meisterschaft in der Oberliga Hessen gesichert und dabei Mannschaften wie den ASV Schaafheim hinter sich gelassen.

An Rockel und Konsorten liegt es nun, eine Mannschaft für die Gruppenliga zu basteln - zur Fortführung des Sportbetriebs gründeten die 32 anwesenden Mitglieder am Freitag einen Arbeitskreis.

Immerhin dürften die letztjährigen Oberliga-Ringer höhere sportliche Herausforderungen suchen und keinen Abstieg von drei Klassen mitmachen. Rockel setzt dabei unter anderem Hoffnungen auf Gespräche mit Ringern, die bei Vereinen aus der Oberliga oder Hessenliga nicht oder nur sporadisch zum Zug kommen. Aus der eigenen Jugend kann der AV Groß-Zimmern die Lücke nicht schließen.

Bis Ende März hat der Athletenverein nun Zeit, die Sportler aufs vereinseigene Gelände zu holen. „Namen habe ich bereits im Hinterkopf, im Ringen ist vieles aber bekanntlich auch eine Gewichtsfrage“, nennt Rockel eine weitere Herausforderung auf dem Transfer-Markt.

Anders als in der Abteilung Ringen, so konstatierte der Vorsitzende unterdessen, sehe es derzeit in der Abteilung Kraftdreikampf aus: Unter Ex-Weltmeister Olaf Nimmerfroh bilden 15 Aktive den Kern, hat der Verein eine der stärksten Jugendabteilungen des Bundeslandes.

Im Gewichtheben läuft es personell nicht ganz so rund – am deutlichsten im Fokus stand in den vergangenen 20 Jahren aber ohnehin zweifellos das Ringen, blickt Rockel zurück.

Ein weiteres Thema wird in den kommenden Wochen ebenfalls vorbereitet, in einer Arbeitsgruppe für die Mitgliederversammlung mit Wahlen, die voraussichtlich Ende März stattfinden wird: die Besetzung des neuen Vorstands. Rockel macht den Job in Groß-Zimmern bereits seit 21 Jahren – „irgendwann sind die Batterien leer“, meint er.

Ein Nachfolger insbesondere für sein Amt sei gewünscht, wenn der Langzeit-Präsident auch andeutet: Sollte kein neuer erster Mann für den AV Groß-Zimmern gefunden werden, ließe er den Verein wohl kaum hängen.

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