Nieder-Roden II nervös und ängstlich

Offenbach (hes) - Aus dem Dreikampf um die Tabellenspitze der Handball-Landesliga Süd der Männer ist ein Zweikampf geworden. Der Tabellendritte, die HSG Maintal, unterlag überraschend beim Elften SKG Bonsweiher und hat nun sechs Minuspunkte mehr als das Spitzenduo.

Spitzenreiter HSG Hanau (26:4 Punkte) nahm bereits am Freitag den Tabellenvierten HSG Nieder-Roden II (4. /19:11) mit 35:21 auseinander. Nur die SG Rot-Weiß Babenhausen, die 29:26 beim TV Fränkisch-Crumbach gewann, hält mit den Hanauern mit, hat bei 24:4 Punkten ein Spiel weniger absolviert.

HSG Hanau – HSG Nieder-Roden II 35:21 (19:9). Obwohl er kurzfristig Ausfälle verkraften musste und zwei A-Jugendliche nominierte, hatte Andreas Knaf vor der Partie beim Tabellenführer ein gutes Gefühl: „Die Jungs waren gut drauf und wirkten nicht nervös, aber mit dem Anpfiff bot sich ein ganz anderes Bild“, erklärte der Nieder-Rodener Spielertrainer, „wir waren unsicher, statisch, hatten kein Tempo im Spiel, die Laufbereitschaft hat gefehlt und auf einmal stand es 7:1, zur Halbzeit 19:9.“

„Da war das Spiel schon entschieden“

„Da war das Spiel schon entschieden“, meinte Martin Coors, Trainer der HSG Hanau. „Nieder-Roden hatte auf Dauer keine Chance, weil sie kaum zu Tempogegenstößen kamen. Im Positionsangriff taten sie sich schwer gegen unsere Abwehr“, sagte er.

Schwer wiegen wird für die HSG Nieder-Roden der Ausfall von Damian Ignacy, bei dem sich die erste Diagnose eines Kreuzbandrisses bestätigte. Mit 49 Treffern ist der Linksaußen drittbester Torschütze, wird der HSG dieses Jahr nicht mehr zur Verfügung stehen.

TV Fränkisch-Crumbach - SG Rot-Weiß Babenhausen 26:29 (15:11). In einem sehr harten Spiel musste die SG Rot-Weiß Babenhausen „neun Mann besiegen“, sagte Trainer Christian Seliger in Anspielung auf zahlreiche fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen. Seliger beklagte viele verdeckte Fouls und teilweise brutales Einsteigen der Gegner. „In der zweiten Halbzeit wäre das Spiel fast ausgeartet“, so Seliger. Sein Team steigerte sich, stand kompakter in der Abwehr und drehte das Spiel. „Durch übertriebene Zeitstrafen- und Siebenmeter-Entscheidungen kam Fränkisch-Crumbach nochmal auf 26:27 ran. Mit einem gehaltenen Siebenmeter hat Markus Breidenbach dann das Spiel entschieden“, lobte Seliger seinen Torhüter.

Quelle: op-online.de

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