„So soll man uns nicht in Erinnerung behalten“

HSG Nieder-Roden setzt ihren Negativlauf gegen Leipzig fort 

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Die Leipziger David Heinig (links) und Sebastian Naumann stoppen Kai Feldmann von der HSG Rodgau Nieder-Roden.

Nieder-Roden - „So wie man sich im letzten Spiel vor einer Saisonpause präsentiert, so behalten einen die Zuschauer in Erinnerung. Von Patrick Leonhardt

Ich hoffe, ihr behaltet uns nicht so in Erinnerung, sondern so, wir wir normalerweise spielen können“, verabschiedete sich Alexander Hauptmann, Trainer der HSG Rodgau Nieder-Roden, nach dem 26:31 (15:13) im letzten Pflichtspiel des Jahres in der 3. Handball-Liga Ost gegen die SG LVB Leipzig von den Fans in die kurze Feiertagspause. Nach dem sensationellen Saisonstart mit 14:0 Zählern und der anschließenden Negativserie von 3:15 Punkten nehmen die Rodgauer weiterhin den sechsten Tabellenplatz ein. Noch aber stehen bis Heiligabend zwei Trainingseinheiten an, „die wir nutzen, um die Fehler zu analysieren“, meinte Hauptmann, der sich von den einem oder anderen Spieler mehr Biss erwartet hatte.

Dabei sah es gegen Leipzig lange Zeit gut für die Rodgauer aus, die nach ausgeglichenem Start (4:5) mit einem 5:0-Lauf auf 9:5 davonzogen. Dann folgte aber schon ein kleiner Bruch im Spiel der Hausherren, die auf den Einsatz von Alexander Weber (verletzte sich beim Warmmachen an der Leiste) verzichten mussten. „Am Ende mussten wir froh sein, dass wir zur Pause noch führen, hätten aber schon längst mit vier, fünf Toren vorne liegen können“, sagte Hauptmann. „Das Spiel ist so gelaufen wie viele Begegnungen in den vergangenen Wochen“, erklärte der HSG-Trainer. Auch gegen Leipzig vergaben die Nieder-Rodener im Endspurt einige freie Würfe und kassierten den Ausgleich. „Dann steigt die Nervosität, wir schließen unsere Angriffe überhastet ab, geraten in Rückstand und das Spiel ist gekippt“, erläuterte Hauptmann. Und anschließend fehlt die Zeit, das Ruder nochmals herumzureißen.

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So war es auch gegen die Sachsen. Bis zur 48. Minute führte Nieder-Roden mit 23:21, dann nutzte die HSG ihre Chancen nicht, lag nach einem 5:0-Lauf der Gäste mit drei Treffern in Rückstand und erholte sich davon nicht mehr. Selbst Gäste-Trainer Nils Kühr konnte nicht erklären, warum seine Mannschaft so deutlich gewonnen hatte. „Das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf nicht wider, aber wir nehmen die Punkte natürlich gerne mit.“

Spielfilm: 4:5 (10.), 9:5 (18.), 12:9 (23.), 14:11 (28.), 15:13 - 18:15 (38.), 18:17 (39.), 23:21 (48.), 23:26 (54.), 25:28 (57.), 26:31

Zeitstrafen: 6:6 - 7m: 2/3 - 2/2

HSG: Rhein, Hoppenstaedt; Seitel (1), Schmid (4), Zutic (2), Feldmann (2), Kohlstrung (2), Stenger, Christoffel (2), Heß, Weidinger (5), Kaiser (7/2), Keller (1)

Quelle: op-online.de

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