3. Handball-Bundesliga

SG Rodgau erwartet Elbflorenz II - Hanaus Maximilain Bergold muss Saison beenden

In der 3. Handball-Bundesliga hat sich einiges getan. Der Überblick.

Offenbach – Nach 1:5 Punkten aus den vergangenen drei Partien rutschten die Handballer der HSG Rodgau Nieder-Roden in der Tabelle der 3. Liga Mitte auf den dritten Platz ab. Die HSG Hanau ging aus den vergangenen drei Partien sogar ohne einen Punktgewinn heraus. Während Nieder-Roden nun vor eigenem Publikum vor einer lösbaren Aufgabe steht, erwartet die Hanauer auswärts eine hohe Hürde.

SG Leutershausen - HSG Hanau (Sa., 19 Uhr). Nächster personeller Rückschlag für die Grimmstädter: Maximilian Bergold verletzte sich bei der 25:31-Niederlage in Baunatal derart schwer an der Schulter, dass er sich einer Operation unterziehen muss und für den Rest der Saison ausfällt. „Bei der Physiotherapeutin waren mehr Spieler als bei mir“, verwies Hanaus Trainer Oliver Lücke mit Galgenhumor auf das Training am Montag, als ihm nur fünf Feldspieler zur Verfügung standen. Besonders dünn sieht es aktuell im Rückraum aus, Luca Braun (angeschlagen) und Marc Strohl (Meisterschule in Kaiserslautern) stehen unter der Woche nicht zur Verfügung.

„Das ist jetzt auch eine Charakterfrage“, blickt Lücke auf die Begegnung beim Tabellenzweiten in Leutershausen voraus. Handballerisch kann Lücke mit Blick auf seinen dünnen Kader nicht viel erwarten, der HSG-Ttainer setzt vor allem auf Leidenschaft. „In Großwallstadt etwa hat die Mannschaft davon sehr viel gezeigt. Dass müssen wir auch in Leutershausen. Und wenn die Kraft dann nur für 45 Minuten reicht, dann ist das eben so“, erklärt der Hanauer Trainer. Denn aller Schwierigkeiten zum Trotz wollen die Hanauer alles in die Waagschale werfen. „Wir haben uns gut vorbereitet und werden versuchen eine ordentliche Leistung auf das Parkett zu bringen“, sagt Lücke, „und wir wollen auf jeden Fall eine Reaktion auf das vergangene Spiel in Baunatal zeigen.“

Routinier Andreas Neumann aus der zweiten Mannschaft tritt die Fahrt nach Baden-Württemberg mit an, um die Alternativen im Rückraum ein wenig zu erhöhen. Das Hinrundenspiel hatten die Hanauer gegen Leutershausen mit 23:26 verloren.

HSG Rodgau Nieder-Roden - HC Elbflorenz II (Sa., 19.30 Uhr). Nach der 33:36-Niederlage in Northeim erwartet Nieder-Rodens Trainer Jan Redmann eine Steigerung in der Abwehr. „Aber auch nach vorne haben wir noch Möglichkeiten“, sagt er. Dazu setzt der HSG-Trainer auf die spielerische Komponente und das in der Regel sehr clevere Abwehrverhalten seiner Mannschaft. Um die nötige Erfahrung auf das Parkett zu bringen, hofft Redmann auf die Rückkehr von Routinier Philipp Keller, der zuletzt in Northeim angeschlagen pausiert hatte.

Und auch die beiden Rechtsaußen Magnus Hofferbert und Philip Wesp sollen in den Kader zurückkehren. „Beide haben vergangenen Donnerstag noch trainiert, kränkelten dann aber am Freitag. Heute sollen sie wieder im Training dabei sein.“ Damit würde das Kontingent der Linkshänder sprunghaft ansteigen, auch wenn Torjäger Henning Schopper nicht zur Verfügung steht. Er hatte sich in Groß-Bieberau verletzt, sein Einsatz in Northeim war für ihn „nicht förderlich“, stellte Redmann fest. Umso beruhigender, dass Timo Kaiser nach seiner langwierigen Verletzungspause schnell wieder zurückgefunden hat und aktuell nach Belieben trifft.

Gegen den Tabellenelften aus Dresden erwartet Redmann, dass seine Mannen vor eigenem Publikum mit Kampf und Leidenschaft dagegenhalten. Elbflorenz richtet den Blick in der Tabelle nach unten, holte allerdings am vergangenen Wochenende mit dem 32:30 gegen den TV Gelnhausen zwei wertvolle Punkte. Das Hinrundenspiel in Dresden gewannen die Nieder-Rodener deutlich mit 37:29 und würden auch am Samstag gerne mit einem ähnlich überlegenen Coup aufwarten. leo

Quelle: op-online.de

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