Nikolaos Gkogkos hält Unentschieden bei Turnerschaft fest

Verbandsliga: SC 1960 Hanau verliert mit Remis weiter an Boden

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Nicht entkommen lassen: Paul Wolf (links) und Serkan Kozlu von der TS Ober-Roden verfolgen Baris Özdemir vom SC 1960 Hanau. Das 2:2 war ein Erfolg für die Rödermarker.

Während Spitzenreiter FC Hanau 93 (2:0 gegen Unter-Abtsteinach) und Verfolger Rot-Weiß Walldorf (3:1 gegen Vatanspor Bad Homburg) ihre Partien in der Fußball-Verbandsliga Süd gewonnen haben, ließ der SC 1960 Hanau beim 2:2 bei der TS Ober-Roden erneut Federn.

Offenbach – Viktoria Urberach kletterte mit einem 4:1-Sieg gegen die Usinger TSG auf den vierten Platz. Dagegen muss Germania Ober-Roden nach der – abgesehen vom kampflosen 3:0-Sieg gegen Altwiedermus – jahresübergreifend fünften Niederlage hintereinander den Blick noch einmal auf die Abstiegsränge richten.

FC Hanau 93 - SG Unter-Abtsteinach 2:0 (1:0)

„Das war ein zähes Ringen“, beschrieb Hanaus Pressesprecher Hans Jung die erste Hälfte. Die Gäste zogen sich weit zurück und lauerten auf Konter. Bereits nach neun Minuten hob Hanaus Kapitän Kahraman Damar den Ball mit dem schwächeren rechten Fuß über das Tor. Ansonsten gab es keine nennenswerten Torchancen.

„Das 1:0 war eine Erlösung“, sagte Jung zum Führungstreffer durch Sascha Ries drei Minuten vor der Pause. Nach dem Wechsel spielte Unter-Abtsteinach etwas offensiver, ohne aber Torgefahr auszustrahlen. Nach dem 2:0 durch einen strammen 17-Meter-Schuss von Patrick Gischewski war die Begegnung nach 57 Minuten bereits entschieden, weil der Aufsteiger einfach zu harmlos war, um die gute Hanauer Defensive ernsthaft in Verlegenheit zu bringen.

FC Hanau 93: Westenberger; Ries, Muratoglu, Kohl, Gschwender, Gogol (65. Amani), Sekeric, Gischewski, Velemir (58. Bicakci), Damar, Crews (61. Raafat)

Tore: 1:0 Ries (42.), 2:0 Gischewski (57.)

TS Ober-Roden - SC 1960 Hanau 2:2 (1:1)

„Mit dem 2:2 sind wir auf jeden Fall zufrieden. Beide Mannschaften hätten gewinnen können. Hinten heraus hat Hanau viel Druck gemacht, nach dem 2:2 hat unser Torwart Nikolaos Gkogkos noch zweimal sehr gut gehalten, da hatten wir auch ein bisschen Glück. Wenn wir andererseits zuvor unsere Kontersituationen besser ausspielen und das 3:1 erzielen, gewinnen wir. Ich denke, mit dem Punkt können beide gut leben“, sagte TSO-Trainer Bastian Neumann. Ein bisschen traurig war dagegen Hanaus Sportlicher Leiter Okan Sari. „Leider nehmen wir nur einen Punkt mit“, sagte er mit Blick auf die Schlussphase.

Hanau – aufgrund der Personalsorgen in der Defensive mit Angreifer Semih Aydilek als zweitem Innenverteidiger neben Markus Hofmeier – hatte, vor allem in der zweiten Hälfte, mehr Ballbesitz und forderte nach einem Foul an Torjäger Baris Özdemir bereits nach zehn Minuten Strafstoß. Den gab es nicht, dafür erzielte Berk Kocahal mit einem gefühlvollen Schlenzer nach einer Viertelstunde das 0:1.

Nur vier Minuten später allerdings glichen die Hausherren durch einen Strafstoß nach Foul an Max Hesse durch Mario Gotta aus. Gotta war es auch, der die Ober-Rodener mit einem Traumtor direkt hoch von halblinks ins lange Eck – nach einer Stunde in Führung brachte.

Hanau drängte auf den Ausgleich und wurde in der 83. Minute belohnt, als Sercan Demir ebenfalls aus der Distanz erfolgreich war. Anschließend rettete Gkogkos der Turnerschaft mit zwei Glanztaten den Punktgewinn. „Die Hanauer Offensive ist sensationell. Wir haben sie zu großen Teilen aus dem Spiel genommen, aber über 90 Minuten kannst du das gegen die nicht verteidigen“, erklärte Bastian Neumann.

TS Ober-Roden: Gkogkos; Wolf, T. Barak (90. Kalzu), Henkel, Jung, Hesse, Kriegsch, Kozlu, Gotta, Veisoglu (78. Schöppner), Sitter (69. Klingler)

SC 1960 Hanau: Pellowski; Wehner (69. Gültekin), Mastilovic, Kocahal, Hofmeier, Aydin (85. Gaadaoui), Itoi, Albayrak, Demir, Özdemir (80. Erdogan), Aydilek

Tore: 0:1 Kocahal (15.), 1:1, 2:1 Gotta (19./FE, 60.), 2:2 Demir (83.)

Archivbilder:

Bilder: TS Ober-Roden gewinnt gegen Hanau

Viktoria Urberach - Usinger TSG 4:1 (2:0)

„Mit dem Ergebnis sind wir sehr glücklich“, sagte Urberachs Trainer Lars Schmidt. Denn die Urberacher hatten in der Defensive unerwartet viele Probleme, Torwart Ole Schickedanz musste beim Stand von 1:0 sogar einen Strafstoß von Marco Weber abwehrten (15.). So aber führten die Hausherren nach einem schnellen Tor von Marco di Maria (7.) und einem Freistoßtreffer von André Schneider in der Nachspielzeit der ersten Hälfte zur Pause mit 2:0.

Usingen verkürzte zwar auf 2:1, doch im Endspurt machten die Gastgeber in Überzahl mit einem Handelfmeter von Michele Piarulli (85.) und einem weiteren Tor von Giuseppe Serra alles klar. Zuvor hatte Usingens René Gilles nach einer Notbremse gegen Sinisa Alempic die Rote Karte gesehen. „Das war ein enges Spiel mit einem deutlichen Ergebnis“, meinte Lars Schmidt.

Viktoria Urberach: Schickedanz; Filipovic, Piarulli, Serra, Purcell, Schneider, S. Yildirim, Alempic, Malkiewicz (89. Celayir), Czerwinski (56. M. Yildirim), di Maria (81. Hochstein)

Tore: 1:0 di Maria (7.), 2:0 Schneider (45.+1), 2:1 Pelka (64.), 3:1 Piarulli (85./Handelfmeter), 4:1 Serra (90.+4) - Bes. Vork.: Schickedanz (Urberach) hält Foulelfmeter von Weber (15.) - Rote Karte: Gilles (Usingen, 83., Notbremse)

Rot-Weiss Frankfurt - Germania Ober-Roden 5:2 (2:2)

Nach ausgeglichener Startphase verhalf Ober-Roden den Gastgebern mit haarsträubenden Fehlpässen und Ballverlusten im Spielaufbau zu Torchancen und einer 2:0-Führung. Doch auch die Rot-Weissen hatten eine schwache Phase und die Germania glich noch vor der Pause aus. Nach dem 3:2 durch Hasan Demir hatte Frankfurt leichtes Spiel, Ober-Roden wehrte sich kaum noch und kassierte nach einem eigenen Eckball einen Konter und den vierten Gegentreffer. (leo)

Germania Ober-Roden: Weinreich; Friess, Marweg (46. Nessen), Lehnert, Feuchtner, Dapp, Firat (73. Ermert), Bidou, Özgün, Bäcker (66. Hakimi), Christophori-Como

Tore: 1:0 Brkic (22.), 2:0 Pauna (24.), 2:1 Christophori-Como (33.), 2:2 Dapp (38.), 3:2 Demir (54.), 4:2 Burcu (74.), 5:2 Keskin (75.)

Quelle: op-online.de

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