Amateurfußball

Noch ein Spiel fehlt für Wertung der Kreisoberliga Offenbach

Bereit für das letzte Spiel zur Wertungsgrundlage? Frank Cholewa spielt mit der TSG Neu-Isenburg am Donnerstag in Götzenhain. Links: Moussa Yachou (KV Mühlheim).
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Bereit für das letzte Spiel zur Wertungsgrundlage? Frank Cholewa spielt mit der TSG Neu-Isenburg am Donnerstag in Götzenhain. Links: Moussa Yachou (KV Mühlheim).

Im Fußballkreis Offenbach wird morgen darüber entschieden, ob in der Kreisoberliga die Winterpause vorgezogen wird. In einigen Klassen liegen die Voraussetzungen bereits vor, um die Saison im Falle eines pandemie-bedingten Abbruchs zu werten.

Offenbach – Inmitten der seit Wochen drastisch ansteigenden Inzidenzzahlen haben die meisten hessischen Fußballer am Wochenende die Hinrunde beendet. Könnte die Saison damit auch bereits gewertet werden, falls wie im vergangenen Jahr wieder eine Zwangspause wegen der Pandemie ansteht? In der einen oder anderen Liga schon. „Wenn 75 Prozent der Mannschaften 50 Prozent der Spiele absolviert haben, besteht eine Wertungsgrundlage mit Auf- und Abstieg, falls die Saison erneut abgebrochen werden muss“, berichtet Offenbachs Kreisfußballwart Jörg Wagner von der Verbandsvorgabe.

Bedeutet: Die Offenbacher Kreisligen A, B und C haben die Wertungsgrundlage erreicht. Das gilt auch für die Kreisligen A und C Dieburg sowie für die Kreisliga A Hanau.

In allen anderen regionalen Ligen fehlt in dieser schwierigen Pandemie-Phase noch das eine oder andere Nachholspiel, um zumindest die Wertungsgrundlage zu schaffen. In der Gruppenliga Frankfurt Ost kann das mit den für Mittwochabend angesetzten Partien Türk Gücü Hanau gegen FCA Gedern und SG Bruchköbel gegen FSV Bad Orb gelingen. Ebenso in der Kreisoberliga Offenbach mit dem für Donnerstagabend geplanten Nachholspiel zwischen der SG Götzenhain und der TSG Neu-Isenburg.

Die zweigeteilte Hessenliga (insgesamt 22 Mannschaften) mit dem SC Hessen Dreieich und dem FC Hanau 93 hinkt bei den Aktiven noch deutlich hinterher. Sie kann erst nach der Gruppenphase gewertet werden, bevor es in Auf- oder Abstiegsrunde geht. Da fehlen somit noch zwei, beziehungsweise drei Spieltage.

Die Offenbacher Kreisligen mit jeweils nur 16 Vereinen sind seit diesem Wochenende bereits in der Winterpause. Jörg Wagner kann sich angesichts der hohen Inzidenzzahlen vorstellen, dem Beispiel des Hochtaunuskreises zu folgen und in der 18 Vereine starken Kreisoberliga die Winterpause vorzuziehen. Die Entscheidung fällt morgen Abend. Wagner hat mit Klassenleiter Günter Korth, seinem Stellvertreter Thomas Geis und den Vertretern der Kreisoberligisten eine Videokonferenz angesetzt. Falls die Entscheidung zugunsten der sofortigen Winterpause fällt, würde Wagner aber vorschlagen, dass die beiden dann noch ausstehenden Nachholspiele (TuS Froschhausen gegen DJK Sparta Bürgel, TSG Neu-Isenburg gegen FC Dietzenbach) wenn möglich am Wochenende stattfinden.

Im Offenbacher Jugendfußball steht am Wochenende der letzte Spieltag 2021 an, den würde Kreisjugendwartin Vanessa Körper gern noch laufen lassen. „Der Jugendbereich ist durch Corona kaum betroffen, aktuell kann man die Fälle des letzten halben Jahres an einer Hand abzählen. Im Spiel selbst ist die Ansteckungsgefahr sehr gering, sodass sich die einzige Sorge auf die Kabinensituation beschränkt. Da appellieren wir an die Vereine, dass sie möglichst genügend Räumlichkeiten für die Mannschaften stellen oder die Kinder schon umgezogen zum Spiel kommen. Und dass sie dann eben auch zu Hause duschen, was sie ja meist sowieso schon machen. Ich bin mir sicher, wenn wir darauf achten, werden wir auch den letzten Spieltag gemeinsam meistern“, sagt Körper.

Mit Blick auf den Hallensport spricht Jörg Wagner, seit wenigen Monaten auch Offenbachs Sportkreisvorsitzender, von einer „ganz schwierigen Konstellation“ angesichts der prognostizierten 2G-Regel für die Aktiven. In diesem Fall möchte er zunächst aber die neuen Auslegungshinweise des Landes abwarten. Ob Handballer, Basketballer oder Volleyballer ihre Saison durchziehen können, erscheint angesichts der aktuellen Lage fraglicher denn je.

Von Holger Appel

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