TVG nur noch selten in der alten Heimat

Großwallstadt (sp/dpa) ‐ Der Vorstand des TV Großwallstadt hat sich entschieden: In Zukunft werden alle Heimspiele in der Handball-Bundesliga aus wirtschaftlichen Gründen in der Frankenstolz-Arena in Aschaffenburg ausgetragen.

In die alte Heimat Elsenfeld zieht der TVG nur noch zu nationalen oder internationalen Pokalspielen um. „Dieser Schritt ist uns nicht leicht gefallen“, sagt Vorstand Georg Ballmann, „jedoch müssen wir in unsere Entscheidung die Hallenkapazität sowie die veränderten Rahmenbedingungen mit einbeziehen. Diese logischen Überlegungen haben für die Zukunft keine andere Möglichkeit zugelassen.“  Die Halle in Aschaffenburg fasst 4200 Zuschauer, die in Elsenfeld nur 2.600. Dass der TVG wirtschaftlich auf dem richtigen Weg ist, hat ihm gestern auch der Verband der Handball-Bundesliga (HBL) bestätigt, als er den Mainfranken die Lizenz für die kommende Spielzeit ohne Auflagen erteilt hat.

Das vorletzte Heimspiel dieser Saison gegen die HSG Wetzlar wird heute Abend (19.45 Uhr) auch in Aschaffenburg ausgetragen. Es wird ein Wiedersehen mit dem ehemaligen Trainer Michael Roth, der seit Saisonbeginn bei den Mittelhessen arbeitet. „Ich freue mich riesig, alte Bekannte zu treffen“, sagt Roth, der zuvor vier Jahre beim TVG unter Vertrag stand. Während für die Wetzlaer die Saison im Grunde gelaufen ist, geht es für Großwallstadt noch darum, die kleine Chance auf einen Europapokalplatz zu nutzen. „Deshalb müssen wir Wetzlar unbedingt schlagen“, sagt Teammanager Uli Wolf. Im Hinspiel hatten sich beide Teams nach einem dramatischen Spiel 26:26 getrennt.

Neben dem TVG haben auch alle anderen Bundesligisten die Lizenz erhalten, doch drei der 18 Vereine sind vom unabhängigen Gutachterausschuss des Ligaverbandes zur Nachbesserung verdonnert worden. So müssen der Europapokal-Finalist VfL Gummersbach sowie die HSG Wetzlar und GWD Minden noch Bedingungen erfüllen. Die Lizenz gilt erst dann als erteilt, wenn diese Auflagen fristgerecht und vollständig bis zum 4. Juni 2010 nachgewiesen sind. Als einzigem Club unter den insgesamt 50 Erst- und Zweitligisten wurde Concordia Delitzsch die Lizenz für die 2. Bundesliga Süd verweigert. Delitzsch hat jedoch bereits Einspruch gegen diese Entscheidung angekündigt.

Quelle: op-online.de

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