Obertshausen fehlt es an Qualität

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Der Neu-Isenburger Offensivmann Amdom Ghebru (rechts) scheitert an Torwart Dennis Fromm von Rot-Weiss Frankfurt. Die 03er müssen in Anspach den Abstiegskampf annehmen.

Offenbach (dani) - In der Fußball-Verbandsliga Süd greifen die Mannschaften der Umgebung alle erst am Sonntag ins Geschehen des 15. Spieltags ein. Dabei gastiert der Fünfte aus Ober-Roden im Verfolgerduell beim FC Bensheim.

Zudem tritt Kickers Obertshausen beim FC Alsbach an und will den Abstand nach oben zumindest nicht größer werden lassen. Dies hängt in erster Linie von Spitzenreiter Seligenstadt ab, der nach zuletzt drei Niederlagen beim SV Darmstadt 98 II wieder zurück in die Spur finden will.

FC Bensheim – TS Ober-Roden (So., 15 Uhr). Ober-Roden hat aktuell mit der mangelnden Chancenverwertung zu kämpfen. In den letzten drei Spielen traf die Mannschaft von Trainer Zivojin Juskic nur ein Mal ins Netz. Die spielerische Leistung sei absolut in Ordnung, „es fehlt nur in manchen Situationen an der nötigen Kaltschnäuzigkeit“, findet der Trainer. In Bensheim treffen zwei Verfolger aufeinander. Die Hausherren haben als Dritter zwei Punkte Vorsprung auf den Fünften aus Rödermark. Und sind besonders heimstark: 16 Punkte aus sieben Spielen auf dem eigenen Kunstrasen sprechen für sich.

TGS Jügesheim – SG Bruchköbel (So., 15 Uhr). Jügesheim ist die Mannschaft der Extreme: Während auf fremden Plätzen erst zwei Zähler geholt wurden, die TGS ist damit das schlechteste Auswärtsteam der Liga, läuft es dagegen auf dem eigenen Sportgelände äußerst gut. Mit fünf Siegen und zwei Remis führen die Rodgauer die Heimtabelle der Liga an. Dabei kassierten sie erst zwei Gegentore. „Bei unserer Auswärtsschwäche ist es auch weiterhin wichtig, dass wir zu Hause punkten“, sagt TGS-Trainer Marko Stanic. Auch gegen Bruchköbel wolle seine Mannschaft aus einer sicheren Defensive immer wieder nach vorne stoßen. Die Gäste haben ebenso wie die TGS 19 Zähler auf dem Konto, sind somit also ein Gegner auf Augenhöhe.

SG Anspach – Spvgg. 03 Neu-Isenburg (So., 15 Uhr). Die Neu-Isenburger haben bislang nur 14 Punkte aus 14 Spielen gesammelt und stehen damit auf einem Abstiegsplatz. In den nächsten zwei Wochen geht es gegen die direkten Konkurrenten aus Anspach und Dortelweil. „Wir haben jetzt jede Woche eine Art Endspiel“, sagt der Neu-Isenburger Trainer Peter Hoffmann, dessen Elf aber bislang gegen andere Abstiegskandidaten Punkte liegen ließ. So verloren die 03er gegen Fürth, Bad Vilbel oder auch Jügesheim. „Wir machen zu viele einfache Fehler“, meint der Coach. Das Team sei in gewissen Situationen etwas verunsichert. „Da müssen wir uns mit Kampf selbst raus ziehen.“ Allerdings fehlt Daniel Schmitt mit einer Oberschenkelverletzung und Murat Tariq mit Knieproblemen. Matthias Müller kehrt zurück.

Spvgg. 05 Oberrad – FV Bad Vilbel (So., 15 Uhr). Oberrad gewann drei Spiele in Folge und verbesserte sich auf den achten Platz. „Ich bin mit der Ausbeute sehr zufrieden“, sagt Oberrads Trainer Mustafa Fil, dessen Team bislang 21 Punkte sammelte. Im Heimspiel gegen Bad Vilbel erwartet der Coach eine ähnliche Einstellung wie zuletzt. „Einsatz, Ordnung, Disziplin“, sagt Fil, „Wenn wir diese Dinge auf den Platz bringen, wird es immer schwer, uns zu schlagen.“ Bad Vilbel hat aktuell 15 Punkte auf dem Konto.

FC Alsbach – Kickers Obertshausen (So., 15 Uhr). Nach schwachem Saisonstart läuft es bei den Kickers nun deutlich besser. Als Vierter beträgt der Rückstand auf Spitzenreiter Seligenstadt nur noch vier Punkte. Trainer Roland Gerhardt bleibt dennoch zurückhaltend. In Alsbach sei in den letzten Spielen nie etwas zu holen gewesen. Jeweils 3:1 gewann der FCA in den vergangenen beiden Jahren. Zudem fallen am Sonntag mehrere Stammspieler aus. Die Stürmer Daniele Fiorentino und Christian Fischer, Verteidiger Evangelos Zormpalas sowie Mittelfeldmann Marc Smietana sind nicht einsatzbereit. „Das ist schon eine Qualität, die uns da fehlt“, meint Gerhardt, „Ich wäre mit einem Punkt zufrieden.“

SV Darmstadt 98 II – Sportfreunde Seligenstadt (So., 15 Uhr). Die Sportfreunde haben ihren komfortablen Vorsprung verspielt und liegen nach drei Niederlagen in Folge nur noch zwei Punkte vor dem Zweiten aus Usingen. „Wir haben es selbst wieder spannend gemacht“, stellt Trainer Klaus Reusing treffend fest. Trotzdem habe er im Training nichts verändert. „Magath-Methoden gab es nicht, die Jungs ziehen ja ordentlich mit. Wir dürfen einfach nicht mehr zurück schauen“, sagt Reusing.

Quelle: op-online.de

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